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E-Auto-Umfrage zeigt große Zufriedenheit

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E-Auto-Umfrage zeigt große Zufriedenheit – doch vor allem ein Problem sorgt für Verdruss

Von: Sebastian Oppenheimer

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Eine aktuelle Umfrage räumt mit vielen Vorurteilen über E-Autos auf. Zugleich zeigt sie, wo Fahrer noch Verbesserungsbedarf sehen – und was sie besonders stört.

Kassel – Elektroautos haben den Exoten-Status längst verlassen – seit diesem Jahr sind die Neuzulassungen von Stromern in Deutschland stark angestiegen. Einer Studie zufolge zeigt vor allem die neue E-Auto-Prämie Wirkung – von der allerdings vor allem ausländische Hersteller profitieren. Doch: Sind die E-Autofahrer mit ihren Fahrzeugen eigentlich zufrieden? Oder trauern sie ihrem alten Verbrenner nach? Eine aktuelle ADAC-Umfrage gibt interessante Einblicke – auch in Regionen, wo es noch hakt.

Für die Untersuchung befragte der ADAC mehr als 1000 Besitzerinnen und Besitzer von Elektroautos. Die Teilnehmenden nutzen ihre Fahrzeuge intensiv: Rund zwei Drittel sind an mindestens 200 Tagen im Jahr elektrisch unterwegs. In 84 Prozent der Haushalte ist das E-Auto sogar der Erstwagen. Für 73 Prozent war es das erste Elektroauto im Haushalt. Die Befragten sind damit keine Gelegenheitsnutzer, sondern Menschen, die Elektromobilität in ihren Alltag integriert haben.

ADAC-Umfrage: 97 Prozent sind mit ihrem E-Auto grundsätzlich zufrieden

Das Urteil fällt recht deutlich aus: 97 Prozent der Befragten sind mit ihrem Fahrzeug zufrieden oder sehr zufrieden. Nur knapp ein Prozent äußert sich unzufrieden. Auch der Umstieg vom Verbrenner scheint weniger kompliziert als manche vermuten: Mehr als 90 Prozent derjenigen, die zuvor ein Auto mit anderem Antrieb gefahren hatten, empfanden den Wechsel als einfach oder sehr einfach. Die Sorge, ein E-Auto sei grundsätzlich schwer alltagstauglich, wird durch diese Erfahrungen jedenfalls nicht bestätigt.

Ganz ohne Schattenseiten ist der Alltag allerdings nicht. So sorgt etwa die Reichweite teilweise noch für Verdruss. Jeder vierte Befragte empfindet die Unterschiede zwischen Sommer- und Winterreichweite als störend oder sehr störend. Weitere 29 Prozent fühlen sich zumindest gelegentlich davon genervt. Auch die Lücke zwischen Herstellerangabe und tatsächlich erreichbarer Alltagsreichweite stört 24 Prozent, weitere 24 Prozent teilweise. Gerade bei längeren Fahrten und niedrigen Temperaturen kann die Planung dadurch schwieriger werden.

Elektroauto-Umfrage: Beim Laden gibt es noch Kritik

Noch deutlicher wird die Kritik beim öffentlichen Laden. Zwar sind rund zwei Drittel mit der Ladeinfrastruktur in Deutschland zufrieden oder sehr zufrieden. Doch die Preise und die fehlende Transparenz schneiden schlecht ab. Unterschiedliche Tarife und Abrechnungsmodelle machen den Ladevorgang für viele unnötig kompliziert. Bei Schnellladestationen wünschen sich die Nutzer zudem bessere Angebote vor Ort. Der Ärger richtet sich also weniger gegen das elektrische Fahren als gegen die Bedingungen, unter denen es unterwegs funktionieren muss.

Hinzu kommt eine spürbare Kluft: Rund 81 Prozent aller privaten E-Auto-Halter in Deutschland sind laut HUK-E-Barometer Eigenheimbesitzer – häufig mit Zugang zu einer privaten Wallbox. Wer hingegen als Laternenparker oder auf Langstrecken auf öffentliche Säulen angewiesen ist, bekommt die Preis- und Tarifhürden mit voller Härte zu spüren.

Vor allem Frauen beklagen Sicherheitsbedenken beim nächtlichen Laden

Ein weiterer Problempunkt ist laut ADAC-Umfrage die Sicherheit bei Nacht. Mehr als die Hälfte fühlt sich beim nächtlichen Laden aus Sicherheitsgründen unwohl. Besonders groß ist die Sorge bei Frauen: 67 Prozent passen ihr Ladeverhalten an, bei Männern sind es 49 Prozent. Ein Drittel meidet öffentliche Ladeparks nachts grundsätzlich. Bessere Beleuchtung und Videoüberwachung könnten nach Ansicht der Befragten Abhilfe schaffen. Auch beim Komfort rund um die Ladesäulen besteht Nachholbedarf. Laut einer Umfrage von Civey im Auftrag von DA Direkt mangelt es an vielen öffentlichen Ladestationen an grundlegender Aufenthaltsqualität: Überdachungen gegen Regen und Sonne sowie Sanitäranlagen fehlen häufig.

Trotz dieser Kritik bleibt das Gesamtbild in der ADAC-Umfrage positiv. 90 Prozent würden beim nächsten Autokauf wieder ein Elektroauto wählen, nur fünf Prozent schließen das aus. Die Botschaft der Befragung ist damit eindeutig: Das E-Auto überzeugt – wenn Hersteller, Betreiber und Politik Reichweite, Preise, Transparenz und Sicherheit beim Laden verbessern. (Quellen: ADAC, HUK-E-Barometer, DA Direkt) (sop)

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