E-Autobauer: Lucid-Aktie stürzt nach Bericht über Restrukturierungspläne ab
San Francisco. Die Aktien des US-Elektroautobauers Lucid sind am Dienstag um bis zu 57 Prozent eingebrochen. Das entspricht dem bisher größten Verlust im Tageshandel. Aufgrund der hohen Volatilität wurde der Handel in New York mehrmals ausgesetzt. Am späten Nachmittag (Ortszeit) notierte die Aktie immer noch etwa 15 Prozent im Minus. Vorausgegangen war ein Bericht des Branchenportals „Electric Vehicles“, demzufolge das Unternehmen einen möglichen Rückzug vom Börsenhandel oder sogar die Einreichung eines Insolvenzantrags erwäge. Lucid wies den Bericht scharf zurück. „Die Gerüchte sind völlig falsch“, sagte ein Lucid-Sprecher auf Handelsblatt-Anfrage. „Das Unternehmen verfügt über ausreichende Liquidität, um seinen Betrieb bis weit ins nächste Jahr hinein aufrechtzuerhalten.“ Auch sei, anders als berichtet, „kein Sonderausschuss des Verwaltungsrats eingerichtet worden“, um Restrukturierungsszenarien zu prüfen. Der Sprecher bestätigte zugleich, dass Lucid Alix Partners beauftragt habe. Der Restrukturierungsberater unterstütze bei der Umsetzung der Strategie und bei der Optimierung des Betriebs, empfehle aber keine Insolvenz. Lucid solle so positioniert werden, dass „das volle Potenzial seiner Technologie, seiner Produkte und seiner Innovationen ausgeschöpft werden kann“, hieß es. Alix Partners reagierte nicht unmittelbar auf eine entsprechende Anfrage.