E-Autos: Wenn ihr euch komplett abschaffen wollt, baut halt weiter Verbrenner
Artikelzusammenfassung
Söder nutzt eine neue Studie sofort für seine Attacke auf das EU-Verbrenner-Aus. Die Untersuchung der Technischen Universität München bilanziert den gesamten Lebenszyklus von Autos und kommt zu dem Ergebnis, dass Elektroautos den CO₂-Ausstoß im Schnitt um 41 Prozent senken, auch wenn ihre Produktion viele Emissionen verursacht. Der Autor hält Söders Schlussfolgerung für verfehlt, verweist auf Kritik an der Studie und warnt davor, dass eine vollständige Lebenszyklus-Regulierung in der EU ein großes Bürokratieproblem schaffen würde. Danach rückt der Text die eigentliche Lage der deutschen Autoindustrie in den Mittelpunkt: Vor allem in China und teils in den USA verlieren deutsche Hersteller Marktanteile, während Elektroautos in Europa besser laufen. Am Ende lautet die These, dass der weltweite Aufstieg der Elektromobilität kaum noch zu stoppen ist und Deutschland deshalb eher günstiger und wettbewerbsfähiger produzieren muss, statt das Verbrenner-Aus zu bekämpfen.
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Man muss sich manchmal ernsthaft fragen, in welcher Welt der bayerische Ministerpräsident Markus Söder eigentlich lebt. Ist sein Blick auf die Wirklichkeit rückwärtsgewandt oder zu sehr getrübt durch die städtischen Abgase, die ihn in seiner Münchner Residenz umgeben? »Einmal mehr wird klar«, ließ Söder jetzt wissen, dass es »dringend das echte Aus vom Verbrenner-Aus« in der EU brauche. »Das belegt jetzt auch die Wissenschaft.« Der Ministerpräsident bezieht sich auf eine Studie der Technischen Universität München (PDF), die an diesem Dienstag vorgestellt wurde und über die zuvor die Bild-Zeitung in der ihr typischen Brachialität berichtet hat: »Die Auto-Lüge der EU«.