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E-Wohnmobil mit normalem Pkw-Führerschein: Dieser Camper darf 4,25 Tonnen wiegen

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E-Wohnmobil mit normalem Pkw-Führerschein: Dieser Camper darf 4,25 Tonnen wiegen

24. August 2026 um 09:34 Uhr

netzwelt.de

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Der CityFreighter Evolve bringt 4 Schlafplätze, einen 128-kWh-Akku und über 400 Kilometer Reichweite mit. Trotz bis zu 4,25 Tonnen soll der normale Pkw-Führerschein reichen.

Der Evolve darf bis zu 4,25 Tonnen wiegen und soll trotzdem mit dem normalen Pkw-Führerschein gefahren werden können.

Der Akku soll mehr als 400 Kilometer Reichweite ermöglichen und in rund 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden.

Für Wohnmobile soll die neue 4,25-Tonnen-Regel in Deutschland ab 2027 gelten.

Ein fast sieben Meter langes Wohnmobil, 128-kWh-Akku und trotzdem soll der normale Pkw-Führerschein reichen: Genau das verspricht der neue CityFreighter Evolve. Hinter dem vollelektrischen Camper stehen CityFreighter, Vöhringer und Motive Development, die das Fahrzeug für ein zulässiges Gesamtgewicht von bis zu 4,25 Tonnen entwickeln. Erstmals öffentlich zu sehen ist das Konzept auf dem Caravan Salon 2026 in Düsseldorf vom 28. August bis 6. September - kaufen könnt ihr den Evolve allerdings noch nicht, denn zunächst wird lediglich ein Demonstrator gezeigt.

Entscheidend ist der Führerschein, denn für viele Camper ist bei 3,5 Tonnen normalerweise Schluss. Die Führerscheinklasse B erlaubt grundsätzlich nur Fahrzeuge bis zu dieser Grenze, während für schwerere Wohnmobile üblicherweise eine zusätzliche Fahrerlaubnis erforderlich ist. Gerade Fahrer mit einem seit 1999 ausgestellten Pkw-Führerschein kennen deshalb das Problem. Für alternativ angetriebene Fahrzeuge gibt es jedoch unter bestimmten Voraussetzungen Spielraum bis 4,25 Tonnen und genau dafür ist der Evolve ausgelegt. Für Wohnmobile soll diese Erweiterung in Deutschland laut dem Zukunftsnetzwerk ÖPNV allerdings erst ab 2027 greifen.

Großer Akku, trotzdem 750 Kilogramm Zuladung

Ausgerechnet die Batterie macht elektrische Wohnmobile besonders kompliziert: Je größer der Akku, desto weiter kommt der Camper, gleichzeitig bleibt aber weniger Gewicht für Menschen, Gepäck, Fahrräder und Campingmöbel übrig. Beim Evolve soll dieser Konflikt deutlich entschärft werden, denn der Demonstrator soll trotz 128-kWh-Akku, Küche, Bad, Wärmepumpe und Inneneinrichtung weniger als 3,5 Tonnen wiegen. Wird das Limit von 4,25 Tonnen ausgeschöpft, bleiben nach Angaben des Fachmagazins Promobil noch rund 750 Kilogramm Zuladung.

Klein ist das Wohnmobil trotzdem nicht: Mit 6,95 Metern Länge, 2,35 Metern Breite und 2,72 Metern Höhe bewegt sich der Evolve in Dimensionen, die auch für längere Reisen interessant sind. Vorgesehen sind vier Reisesitze, vier Schlafplätze, ein Bad und modulare Leichtbaumöbel. Vöhringers sogenannte Airply-Technologie soll entsprechende Bauteile bis zu 45 Prozent leichter machen als eine klassische Konstruktion aus Sperrholz.

Zusätzlich sitzt die Antriebstechnik in einer flachen Skateboard-Plattform, wodurch zwischen Fahrerhaus und Heck ein ebener Boden entsteht und auf 5,20 Metern Innenlänge insgesamt 12,2 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung stehen sollen. Die 4,25-Tonnen-Regel soll allerdings nicht pauschal für jedes Wohnmobil gelten. Entscheidend ist, dass das zusätzliche Gewicht gegenüber der üblichen 3,5-Tonnen-Grenze durch den alternativen beziehungsweise emissionsfreien Antrieb entsteht.

Über 400 Kilometer mit einer Akkuladung

Auch bei der Reichweite soll der Evolve nicht nach wenigen Autobahnkilometern nach einer Steckdose verlangen. CityFreighter gibt demnach an, mit dem Akku unter realen Bedingungen bereits mehr als 400 Kilometer erreicht zu haben. An einer Gleichstrom-Schnellladesäule mit 200 kW soll der Ladestand zudem in rund 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent steigen. Der Evolve setzt also auf Platz und Reichweite, der ARI 458 aus Sachsen verfolgt dagegen ein deutlich kompakteres Elektro-Camper-Konzept.

*Die durchschnittliche Ersparnis berechnet sich im Vergleich zur unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers aus allen auf carwow errechneten Konfigurationen zwischen Juni und November 2023. Sie ist ein Durchschnittswert aller angebotenen Modelle und variiert je nach Hersteller, Modell und Händler.

Der Akku übernimmt gleichzeitig die Stromversorgung für das Bordleben, darunter Induktionskochfeld, Klimaanlage und Kühlschrank, während zusätzliche Solarmodule während der Fahrt und auf dem Stellplatz Energie erzeugen sollen. Wie viel zusätzliche Reichweite oder Autarkie dadurch tatsächlich möglich ist, nennen die Hersteller bislang jedoch nicht.

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