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Ebola: Patientin aus Nigeria in die Schweiz gebracht

Welt

Dieser Ausdruck wurde am 26.10.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.

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Erste Infektion seit Jahren Ebolapatientin aus Nigeria in die Schweiz gebracht

Erstmals seit zwölf Jahren ist ein Mensch in Nigeria an Ebola erkrankt. Via Spezialflugzeug wurde die Patientin in die Schweiz ausgeflogen. Fachleute rätseln, wo und wie sie sich angesteckt hat.

26.10.2026, 14.45 Uhr

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In Kongo wütet weiter die bislang verheerendste Ebolaepidemie in dem zentralafrikanischen Land. Jüngst hatte sich auch ein Mensch in Nigeria mit der lebensbedrohlichen Infektionskrankheit angesteckt. Jetzt ist die 42-Jährige mit einem Spezialflugzeug in die Schweiz gebracht worden. Das teilte das nigerianische Gesundheitsministerium mit. Ihr Zustand habe sich über das Wochenende »deutlich verbessert«.

Zur Nationalität der Patientin gibt es unterschiedliche Angaben. Laut der Nachrichtenagentur AFP ist sie Schweizerin, bei der Nachrichtenagentur Reuters wird sie als nigerianische Ehefrau eines Schweizer Diplomaten bezeichnet. In jedem Fall ist sie der erste Mensch seit zwölf Jahren, der in Nigeria an Ebola erkrankte.

Die Frau sei »stabil, bei Bewusstsein und kommunikationsfähig« gewesen, erklärte Gesundheitsminister Muhammad Ali Pate im Onlinedienst X. Zudem hätten sich ihre Laborwerte den Normalwerten angenähert. »Das bedeutet jedoch nicht, dass sie nicht mehr ansteckend ist«, fügte Pate warnend hinzu.

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Der Ehemann der Patientin, ein Mitarbeiter der Schweizer Botschaft, der keinerlei Symptome aufweist, sei mit in die Schweiz geflogen, hieß es weiter. Es seien mehrere Dutzend Kontaktpersonen der Infizierten ermittelt worden.

Patientin war jüngst in Uganda, nicht jedoch in Kongo

Die Behörden im westafrikanischen Nigeria hatten den Ebolafall vor wenigen Tagen gemeldet. Es ist dort der erste seit Beginn der aktuellen Ebolaepidemie in der zentralafrikanischen Demokratischen Republik Kongo. Die beiden Länder teilen sich keine Grenze.

Die Frau war nach Schweizer Angaben kürzlich nach Uganda gereist, nicht jedoch nach Kongo. Von ugandischen Behörden hieß es, die Frau sei doch in Kongo gewesen. Uganda grenzt an Kongo, wo seit Bekanntgabe der Epidemie Mitte Mai bereits weit mehr als 4000 Menschen an Ebola gestorben sind.

Auch in anderen afrikanischen Ländern wurden bereits Fälle nachgewiesen. Kenia etwa vermeldete neun Ansteckungs- und zwei Todesfälle, die alle mit einem Mann in Verbindung stehen, der aus Kongo über den Flughafen Entebbe in Uganda eingereist war. Uganda meldete im Mai und Juni 20 Fälle, verzeichnete seitdem aber keine weiteren mehr und wurde im August von der Weltgesundheitsorganisation für ebolafrei erklärt.

Wo die Frau aus der Schweiz sich angesteckt hat, ist unbekannt. Ein Team aus Wissenschaftlern soll klären, ob ihre Infektion auf den für die Epidemie in Kongo verantwortlichen Bundibugyo-Ebolastamm zurückgeht.

Tausende Ebola-Tote in Afrika in den vergangenen 50 Jahren

Die Krankheit wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter übertragen. Sie verursacht Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall und bei schweren Verläufen innere Blutungen und Organversagen. In den vergangenen 50 Jahren starben auf dem afrikanischen Kontinent mehr als 15.000 Menschen an dem Virus.

Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas. Zuletzt war es 2014 auf dem Höhepunkt der damaligen Epidemie in Westafrika von Ebola betroffen. Dank des entschlossenen Eingreifens der Behörden konnte der Ausbruch damals jedoch innerhalb von wenigen Wochen eingedämmt werden. Für den Bundibugyo-Virusstamm gibt es noch keine zugelassenen Impfstoffe oder Behandlungen.

Alle 30 Minuten stirbt in Kongo ein Mensch an Ebola, nie zuvor hat sich das Virus so schnell ausgebreitet. Es ist den Ärzten weit voraus, die in dem Kriegsgebiet auch noch bedroht werden. Die Uno ruft die Welt zu Hilfe. Mehr dazu lesen Sie hier: Ein Virus außer Kontrolle

mkh/AFP/Reuters

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