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Edeka darf mit Ausnahmen zuschlagen: Mega-Deal im Supermarkt-Krimi um Tegut

Wirtschaft

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Bonn – Deutschlands größter Lebensmittelhändler darf zuschlagen: Edeka übernimmt 178 Märkte der angeschlagenen Supermarktkette Tegut. Doch das Bundeskartellamt zieht die rote Linie. Weil der Wettbewerb in zahlreichen Regionen gefährdet wäre, muss Edeka auf 24 Tegut-Standorte verzichten – und darf diese vier Jahre lang nicht übernehmen. Das ist die zentrale Botschaft der Entscheidung aus Bonn.

Die Wettbewerbshüter hatten monatelang untersucht, welche Folgen die Übernahme für Verbraucher hätte. Das Ergebnis: Ohne Auflagen hätte sich der Wettbewerb in 34 Regionen deutlich verschlechtert. In neun Regionen drohte nach Einschätzung des Kartellamts sogar eine marktbeherrschende Stellung von Edeka .

Kartellamtspräsident Andreas Mundt sagte dazu: „Ohne die Zusagen hätte der Zusammenschluss in 34 regionalen Märkten zu einer erheblichen Verschlechterung der Wettbewerbsbedingungen geführt.“ Die hessische Traditionskette wird nach dem Verkauf ihrer Märkte Stück für Stück zerlegt. Für viele Kunden dürfte der bekannte Tegut -Schriftzug damit nach und nach aus dem Stadtbild verschwinden.

Brisant sind auch die Zahlen, die das Kartellamt im Zuge der Untersuchung veröffentlicht hat. Demnach kontrollieren Edeka, Rewe, Lidl/Kaufland und Aldi inzwischen mehr als 90 Prozent des deutschen Lebensmittelmarkts. Edeka allein kommt auf rund 30 Prozent Marktanteil und ist damit die klare Nummer eins im deutschen Supermarktgeschäft.

Für Kunden ist das ein Warnsignal. Denn je weniger Wettbewerber vor Ort übrig bleiben, desto geringer wird oft der Preisdruck auf die Händler. Genau deshalb zwang das Kartellamt Edeka, auf 24 Tegut-Filialen zu verzichten. Sie sollen für andere Betreiber offenbleiben und so für Konkurrenz sorgen.

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