Ehefrau vergewaltigt? 35-Jähriger in Hamburg vor Gericht
Stand: 28.09.2026 13:09 Uhr
Ist er ein Vergewaltiger oder das Opfer einer falschen Beschuldigung? Um diese Frage geht es seit Montag im Prozess gegen einen 35-Jährigen vor dem Hamburger Landgericht. Der Angeklagte bestand darauf, dass Zuschauerinnen und Zuschauer zu seinem Prozess zugelassen werden.
Vergewaltigung und Gewalt in der Ehe: Das ist der Vorwurf gegen den 35-Jährigen aus Hamburg-Eidelstedt. Ein Thema, über das ohnehin nur wenig an die Öffentlichkeit dringt. In diesem Prozess wollte die Kammer die Öffentlichkeit vor der Verlesung der Anklage ausschließen. Dem widersprach der Angeklagte aber.
35-Jähriger beteuert Unschuld
Er beteuert seine Unschuld und wolle das in aller Öffentlichkeit tun. Die Frau, mit der er nach islamischem Recht verheiratet war, war zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Taten noch minderjährig. Sie hatte ihren Ex-Mann angezeigt, weil er sie geschlagen und mehrfach vergewaltigt haben soll. Laut Anklage soll der 35-Jährige die Frau unter anderem mit einem Gürtel geschlagen und mit einem Fuß gegen ihren Hals gedrückt haben, so dass sie keine Luft bekam.
Angeklagter beschuldigt Frau
Er behauptet dagegen, sie würde ihn beschuldigen, weil er sich getrennt habe. In der Ehe habe es viel Streit gegeben. Die Staatsanwältin wollte von dem Angeklagten wissen, wie er sich Verletzungen seiner Ex-Frau erklären würde, die teils ärztlich dokumentiert sind. Seine Antwort: Die Frau würde durch eine Erkrankung schnell blaue Flecke bekommen.
Die Kammer hat sich vorbehalten, die Zuschauerinnen und Zuschauer zumindest für die Aussage der Frau auszuschließen.