Ehepaar entdeckt 25 Kilogramm schweren Pilz im Wald
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Fund in Italien: Ehepaar entdeckt 25 Kilogramm schweren Pilz im Wald
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Ein Pilzfund der Superlative sorgt in Italien für Staunen: Zwei Pilzsammler haben ein Exemplar geborgen, das mehr als 25 Kilogramm auf die Waage bringt.
Vallombrosa – Der Herbst gilt als Hochsaison für Pilzsammler – doch was Tiziana und Valter Cammilli im toskanischen Bergland erlebt haben, dürfte selbst erfahrene Sammlerinnen und Sammler sprachlos machen. Das Ehepaar stieß in der Gegend um Vallombrosa, einem waldreichen Gebiet im Florentiner Apennin, auf einen „Meripilus“ – auch Riesensporling genannt – von schier unglaublichem Ausmaß: Der Pilz brachte es auf mehr als 25 Kilogramm, ein Gewicht, das eher an einen prall gefüllten Reiserucksack erinnert als an einen Waldpilz.
Wie das italienische Magazin Il Fatto Quotidiano berichtet, wurde der gigantische Riesenpilz aus der Toskana anschließend der Öffentlichkeit vorgestellt – und zwar im Rahmen einer Ausstellung in Castagno d'Andrea. Der Ort ist ein Ortsteil der Gemeinde San Godenzo in der Provinz Florenz und gilt in der Region als Treffpunkt für Pilzbegeisterte. Dort bestaunten die Besucherinnen und Besucher den außergewöhnlichen Fund aus nächster Nähe.
„Meripilus“ – ein Pilz, der in die Breite geht
Beim „Meripilus“ handelt es sich um eine Porlingsgattung, die an Baumstümpfen oder Wurzeln von Laubbäumen wächst und dabei bisweilen beeindruckende Ausmaße annehmen kann. Normale Exemplare beeindrucken schon mit einigen Kilogramm, doch der Fund der Cammillis sprengt alle gängigen Vorstellungen. Solche Rekordpilze entwickeln sich über viele Jahre hinweg und sind selbst für erfahrene Sammlerinnen und Sammler eine Rarität.
Neue Pilzarten in Umbrien entdeckt
Abseits des Rekordpilzes aus der Toskana gibt es aus dem benachbarten Umbrien ebenfalls bemerkenswerte Neuigkeiten aus der Pilzwelt. Im oberen Tibertal, in der Umgebung von Città di Castello, wurden zwei bislang vollkommen unbekannte Arten der Gattung Pseudosperma aus der Familie der „Inocybaceae“ nachgewiesen. Einer der neu beschriebenen Pilze stammte aus der Ortschaft Casella auf 288 Metern Höhe, der zweite wurde in Candeggio auf 666 Metern Höhe gesammelt.
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Für die wissenschaftliche Aufarbeitung zeichneten der Mykologe Giovanni Battista Galeotti und der Biologe Andrea Rubini verantwortlich. Gemeinsam mit den Forscherinnen und Forschern Roberto Para, Tomaso Lezzi, Beatrice Belfiori und Claudia Riccioni kombinierten sie morphologische und mikroskopische Untersuchungen mit molekularen DNA‑Analysen. Die Ergebnisse der Studie wurden in der internationalen Fachzeitschrift Mycological Progress veröffentlicht.
Italien als Hotspot für Pilzentdeckungen
Die jüngsten Funde zeigen, wie artenreich und wissenschaftlich spannend die Pilzwelt auf der Apenninhalbinsel nach wie vor ist. Ob Rekordexemplar im Florentiner Bergland oder neu beschriebene Arten im Tibertal: Der Herbst 2025 hat Italien gleich mehrere außergewöhnliche Entdeckungen beschert. Für Pilzbegeisterte in Deutschland zeigen solche Meldungen, dass es auch in gut erforschten Regionen Europas noch immer Überraschungen zu erleben gibt. (Quellen: Il Fatto Quotidiano, Archiv)