Ehepaar in Bremen getötet: Haftrichter ordnet U-Haft an
Stand: 02.07.2026 09:26 Uhr Nach dem Tod eines Ehepaars in Bremen befindet sich der mutmaßliche Täter weiter im Krankenhaus. Fahnder hatten den 22-Jährigen am Sonntag lebensgefährlich verletzt in einem Maisfeld in Schwanewede entdeckt. Inzwischen ist der Mann laut der Staatsanwaltschaft Bremen ansprechbar. "Er möchte keine Angaben zur Sache machen", teilte eine Sprecherin am Mittwoch mit. Der 22-Jährige werde voraussichtlich noch einige Tage bewacht im Krankenhaus bleiben, bevor er in Untersuchungshaft kommt. Ein Richter hatte den Haftbefehl aufgrund der Schwere der Verletzungen des Mannes im Krankenhaus verkündet. Der Mann musste am Sonntag reanimiert werden und wurde noch in der Nacht zu Montag laut Staatsanwaltschaft notoperiert. Den Angaben zufolge hatte der Verdächtige sich die Verletzungen selbst zugefügt. Die Ermittler gehen davon aus, dass er sich selbst töten wollte. Zeugen erkennen Verdächtigen Zeugen hatten den 22-Jährigen, nach dem die Polizei öffentlich fahndete, an dem Maisfeld in Schwanewede (Landkreis Osterholz) gesehen und die Polizei alarmiert. Spezialeinsatzkräfte nahmen ihn fest. Wie der Mann nach Schwanewede kam, ist bislang nicht geklärt. Das Feld ist rund sechs Kilometer vom Tatort in Bremen-Vegesack entfernt, wo der 22-Jährige am Freitag zwei Menschen getötet haben soll. Frau wird tot in Keller gefunden Anwohner hatten am Freitag gegen 14 Uhr über Notruf einen verletzten und laut schreienden Mann auf der Straße gemeldet. Die Polizei fand den 40-Jährigen mit schweren Stich- und Schnittverletzungen auf der Straße. Sofort eingeleitete Rettungsmaßnahmen blieben ohne Erfolg. Wenig später fanden die Einsatzkräfte im Keller eines nahegelegenen Mehrfamilienhauses die tote 35-jährige Ehefrau des Mannes. Laut Ermittlern wohnt der verdächtige 22-Jährige in dem gleichen Mehrfamilienhaus wie die beiden Getöteten. Zum möglichen Motiv macht die Staatsanwaltschaft bislang keine Angaben. 22-Jähriger schon früher auffällig Der junge Mann ist polizeibekannt, aber nicht vorbestraft. Laut Staatsanwaltschaft Bremen hatte er im April mit einem Luftgewehr um sich geschossen. Als die Polizei eintraf, soll der 22-Jährige aus dem Fenster gesprungen sein und sich in einem Gebüsch versteckt haben. Er wurde gefasst und in eine psychiatrische Klinik gebracht. Dort kam man zu der Einschätzung, dass keine Gefahr von ihm ausgeht - er wurde auf freien Fuß gesetzt.