Ehepaar in Bremen getötet: Verdächtiger soll in U-Haft
Stand: 29.06.2026 15:02 Uhr Nach dem Tod von Eheleuten in Bremen hat die Polizei den mutmaßlichen Täter gefasst. Fahnder entdeckten den 22-Jährigen am Sonntagabend lebensgefährlich verletzt in einem Maisfeld in Schwanewede. Der Mann musste reanimiert werden und wurde noch in der Nacht zu Montag in einem Krankenhaus notoperiert, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Bremen dem NDR Niedersachsen. Der 22-Jährige befinde sich mittlerweile außer Lebensgefahr. Den Angaben zufolge hatte der Verdächtige sich die Verletzungen selbst zugefügt. Die Ermittler gehen davon aus, dass er sich selbst töten wollte. Weil der Mann wegen seiner schweren Verletzungen nicht dem Haftrichter vorgeführt werden kann, soll dieser heute in die Klinik kommen, hieß es. Der 22-Jährige soll in Untersuchungshaft genommen werden. Zeugen erkennen Verdächtigen Zeugen hatten den 22-Jährigen, nach dem die Polizei öffentlich fahndete, an dem Maisfeld in Schwanewede (Landkreis Osterholz) gesehen und die Polizei alarmiert. Spezialeinsatzkräfte nahmen ihn fest. Wie der Mann nach Schwanewede kam, ist bislang nicht geklärt. Das Feld ist rund sechs Kilometer vom Tatort in Bremen-Vegesack entfernt, wo der 22-Jährige am Freitag zwei Menschen getötet haben soll. Frau wird tot in Keller gefunden Anwohner hatten am Freitag gegen 14 Uhr einen verletzten und laut schreienden Mann auf der Straße gemeldet. Die Polizei fand den 40-Jährigen mit schweren Stich- und Schnittverletzungen auf der Straße. Sofort eingeleitete Rettungsmaßnahmen blieben ohne Erfolg. Wenig später fanden die Einsatzkräfte im Keller eines nahgelegenen Mehrfamilienhauses zudem die tote 35-jährige Ehefrau des Mannes. Laut Ermittler wohnt der verdächtige 22-Jährige in dem gleichen Mehrfamilienhaus wie die beiden Getöteten. Zum möglichen Motiv macht die Staatsanwaltschaft bislang keine Angaben. 22-Jähriger schon früher auffällig Der junge Mann ist polizeibekannt, aber nicht vorbestraft. Laut Staatsanwaltschaft Bremen hatte er im April mit einem Luftgewehr um sich geschossen. Als die Polizei eintraf, soll der 22-Jährige aus dem Fenster gesprungen sein und sich in einem Gebüsch versteckt haben. Er wurde gefasst und in eine psychiatrische Klinik gebracht. Dort kam man zu der Einschätzung, dass keine Gefahr von ihm ausgeht - er wurde auf freien Fuß gesetzt.