Ein anhaltender Husten, der zunächst für eine Bronchitis gehalten wurde, stellte sich als Folge einer Erdnuss heraus, die in die Lunge „gewandert“ war.
Am 10. August führte die Abteilung für Innere Medizin der Atemwege des Krankenhauses 19-8 ( Hanoi ) erfolgreich eine Bronchoskopie durch, um einen Fremdkörper – eine Erdnuss – aus dem Unterlappenbronchus der rechten Lunge zu entfernen. Der Patient wurde mit anhaltendem Husten eingeliefert, nachdem er sich bereits mehrfach selbst behandelt hatte, ohne dass sich seine Symptome vollständig gebessert hatten. Nach Untersuchung und den notwendigen diagnostischen Tests vermuteten die Ärzte einen Fremdkörper in den Atemwegen. Während der Bronchoskopie entdeckte das Team eine Erdnuss, die im Unterlappenbronchus der rechten Lunge feststeckte. Nachdem die Ärzte Lage und Beschaffenheit des Fremdkörpers beurteilt hatten, entfernten sie die Erdnuss mithilfe spezieller Instrumente vollständig durch das Bronchoskop. Der Patient wurde mit Antibiotika und entzündungshemmenden Medikamenten behandelt. Die Atemwege wurden wieder geöffnet und die Symptome besserten sich deutlich. Laut Ärzten können Fremdkörper in den Atemwegen, insbesondere Samen wie Erdnüsse und Mais, viele Komplikationen verursachen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden. In vielen Fällen treten nach dem Verschlucken eines Fremdkörpers lediglich Symptome wie Husten, Keuchen oder Unbehagen in den Atemwegen auf, die leicht mit Bronchitis, Lungenentzündung oder anderen häufigen Atemwegserkrankungen verwechselt werden können. Eine im Bronchus festsitzende Erdnuss kann anhaltenden, wiederkehrenden Husten, wiederholte Lungenentzündungen an derselben Stelle und einen Lungenkollaps aufgrund einer Bronchialverlegung verursachen. Verbleibt der Fremdkörper längere Zeit im Bronchus, besteht zudem das Risiko eines Lungenabszesses und einer Bronchiektasie. Wenn ein großer Fremdkörper die Atemwege blockiert, kann es zu Atemversagen kommen, das sogar lebensbedrohlich sein kann. Erdnüsse sind organische Fremdkörper. Verbleiben sie längere Zeit in den Atemwegen, können sie Wasser aufnehmen, aufquellen und lokale Entzündungen verursachen. Dies schädigt nicht nur die Atemwege, sondern erschwert auch die Entfernung des Fremdkörpers. Ärzte raten dazu, auf das Risiko von Fremdkörpern in den Atemwegen zu achten, wenn nach dem Essen ungewöhnliche Symptome auftreten, insbesondere bei kleinen Kindern und älteren Menschen: Husten unmittelbar nach dem Essen, vor allem nach dem Verzehr von Nüssen oder Mais; anhaltender Husten unbekannter Ursache; wiederkehrende Lungenentzündung an derselben Stelle oder einseitiges Keuchen, das nicht auf die Behandlung anspricht, sind Anzeichen, die eine Untersuchung erfordern, um Fremdkörper in den Atemwegen auszuschließen. Um dies zu vermeiden, sollte man beim Essen nicht sprechen oder lachen, langsam essen und gründlich kauen. Kleinkinder sollten Nüsse nicht unbeaufsichtigt essen. Ältere Menschen und Personen mit Schluckbeschwerden sollten beim Essen besonders vorsichtig sein. Wenn Sie vermuten, einen Fremdkörper verschluckt zu haben, versuchen Sie nicht, diesen selbst zu Hause durch Herumstochern oder Herausdrücken zu entfernen. Dadurch könnte der Fremdkörper tiefer in die Atemwege gelangen oder die Schleimhaut verletzen. Der Patient sollte so schnell wie möglich in eine medizinische Einrichtung gebracht werden, um untersucht und entsprechend behandelt zu werden.