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"Ein Fall für zwei": ZDF beendet Krimi-Serie nach 46 Jahren

Unterhaltung

Nach 46 Jahren Aus für ZDF-Krimiserie "Ein Fall für zwei" Von dpa, t-online 17.07.2026 - 08:00 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Das halbe Jahrhundert auf den Bildschirmen wird die Krimiserie nicht vollmachen. Nach 46 Jahren stellt das ZDF die Reihe "Ein Fall für zwei" ein. Das ZDF hat angekündigt, im kommenden Jahr die 13. und letzte Staffel der Freitagskrimiserie "Ein Fall für zwei" zu senden. Nach den vier Episoden werde noch ein 90-minütiger Spielfilm, der 2027 gedreht werden soll, "die Geschichte zu einem würdigen Abschluss führen", hieß es weiter. Die Krimiserie gibt es mit wechselnden Besetzungen seit 1981. In "Ein Fall für zwei" spielt seit 2014 Wanja Mues den Privatdetektiv Leo Oswald und Antoine Monot Jr. den Rechtsanwalt Benni Hornberg. Die beiden Figuren sind gegensätzliche Charaktere, aber doch gut miteinander befreundet. Anwalt Hornberg beauftragt Privatdetektiv Oswald stets. Die Ermittlungsergebnisse lassen Staatsanwältin Claudia Strauss (gespielt von Bettina Zimmermann) staunen. Vom ZDF hieß es, die Entscheidung, die Reihe zu beenden, sei "nach reiflicher Überlegung" erfolgt und sehr schwergefallen. Der Sender bedankte sich beim gesamten Team für die langjährige und engagierte Arbeit. "Tut mir leid für die Millionen treuen Fans" Zum Ende von "Ein Fall für zwei" sagte Hauptdarsteller Wanja Mues: "Ein großes Kapitel deutscher Fernsehgeschichte findet sein Ende. Das tut mir leid für die vielen Millionen treuen Fans, die uns am Freitagabend regelmäßig begleitet haben. Jetzt ist Zeit für neue Abenteuer, und ich freue mich schon auf alles, was da kommt." Das Format des Freitagskrimis soll es laut ZDF "mit einer stärkeren Fokussierung auf wenige Formate" weiterhin geben. Dazu gehört seit 1977 die in München spielende Serie "Der Alte" (heute dargestellt von Thomas Heinze). Seit 2012 wird die ebenfalls in München spielende Krimiserie "Die Chefin" mit Katharina Böhm als Vera Lanz ausgestrahlt. Erst seit Anfang 2026 gibt es etwa die im Dreiländereck am Bodensee spielende Serie "Mordufer" mit Franziska Weisz und Maria Wördemann. Die neue Serie soll den Freitagskrimi und "das bislang vorherrschend urbane Krimiangebot" des ZDF "um eine landschaftlich geprägte Facette" erweitern. Video Die erste "Ein Fall für zwei"-Folge lief am 11. September 1981. In "Die große Schwester" war der spätere Privatdetektiv Josef Matula (Claus Theo Gärtner) noch als Frankfurter Polizeibeamter zu sehen, der bei einer Aussage vor Gericht auf seinen späteren Partner, Rechtsanwalt Dieter Renz (Günter Strack), trifft. Gärtner alias Matula war mehr als drei Jahrzehnte dabei, während die Anwälte, die ihm die Ermittleraufträge zuschanzten, immer wieder wechselten. Mit Gärtners Ausscheiden nach 300 Folgen im Jahr 2013 endete eine Ära. 2014 wurde das Format wiederbelebt. Das ZDF sprach trotz gleichen Titels von einer "vollkommen neuen Serie". Der Relaunch bediente sich zwar der Grundkonstellation eines Privatdetektivs und eines Anwalts sowie des gleichen Spielorts Frankfurt am Main, aber sowohl die Geschichten als auch die Figuren waren neu und ohne Bezug auf die Vorgänger.

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