DAX -0,19 % 26.270,68 Pkt 10:37:57 MDAX -0,92 % 32.110,11 Pkt 10:37:57 Euro Stoxx 50 -0,01 % 6.534,67 Pkt 10:37:45 Dow Jones +0,17 % 53.975,98 Pkt 22:40:36 S&P 500 +0,56 % 7.753,11 Pkt 22:38:36 Nasdaq +0,98 % 26.605,36 Pkt 23:15:59 Nikkei +2,08 % 66.970,22 Pkt 08:45:03 Gold +1,64 % 4.433,40 USD 10:42:54 Silber -0,09 % 65,05 USD 10:42:45 Brent +2,47 % 89,89 USD 10:42:15 WTI +2,64 % 84,30 USD 10:42:51 Bitcoin +0,20 % 64.037,40 USD 10:52:49 EUR/USD -0,13 % 1,15410 USD 10:52:22 EUR/GBP -0,27 % 0,85430 GBP 10:52:57 EUR/CHF +0,18 % 0,93560 CHF 10:52:57 EUR/JPY +0,74 % 183,823 JPY 10:52:57

„Ein herber Verlust“: Fünf Feneberg-Märkte schließen nach Insolvenz

Wirtschaft

Die Supermarktkette Feneberg wird im Rahmen des Insolvenzverfahrens fünf ihrer insgesamt 72 Märkte schließen. Das bestätigte eine Sprecherin am Montag auf Anfrage der Redaktion. Im Einzelnen handle es sich um die Filialen in Bodnegg und Baindt (beide Landkreis Ravensburg) sowie die Feneberg-Märkte in der Augsburger Citygalerie, in Altusried (Landkreis Oberallgäu) sowie im Rigi-Center Peißenberg (Landkreis Weilheim-Schongau). Rund die Hälfte wird wohl zu Rewe-Märkten Für diese Standorte bestehe auch unter den veränderten Rahmenbedingungen keine tragfähige wirtschaftliche Perspektive, so die Sprecherin. Die Feneberg Lebensmittel GmbH mit Hauptsitz in Kempten befindet sich seit Anfang des Jahres in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Vor Kurzem wurde bekannt, dass ein Großteil der insgesamt 72 Filialen je zur Hälfte von Rewe und dem Investor LEH Allgäu GmbH weiterbetrieben werden. Während die von der Rewe Group übernommenen Filialen wahrscheinlich künftig als Rewe-Supermärkte weiterlaufen, plant die LEH Allgäu, die Marke Feneberg einschließlich des regionalen Markenprogramms „Von Hier“ fortzuführen. Dem Unternehmen zufolge produzieren mehr als 600 Landwirte im Umkreis von 100 Kilometern regionale Bio-Lebensmittel für „Von Hier“. Mitarbeiter bekommen Jobs in anderen Märkten „Im Rahmen der laufenden Neuausrichtung wurden sämtliche Feneberg-Standorte umfassend analysiert und hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Entwicklung und Zukunftsperspektive bewertet. Ziel ist es, Feneberg langfristig wirtschaftlich stabil und zukunftsfähig aufzustellen. Dazu gehört leider auch die Entscheidung, einzelne Standorte zu schließen“, heißt es in der Stellungnahme des Unternehmens. Betriebsbedingte Kündigungen seien nicht vorgesehen. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werde eine Weiterbeschäftigung in einem anderen Feneberg-Markt angeboten. Hierzu soll es persönliche Gespräche geben. Bürgermeisterin: „Ist ein herber Verlust“ Der Feneberg-Markt in Baindt, in den auch eine Bäckerei und eine Post-Filiale integriert sind, wurde erst im Jahr 2021 als Neubau eröffnet und ist Teil der neugestalteten Ortsmitte. Am 29. August werden Kunden dort zum letzten Mal einkaufen können. „Für Baindt ist das ein herber Verlust“, sagt Bürgermeisterin Simone Rürup. Sie sei traurig über diese Nachricht, habe aber auch gesehen, dass es für den Markt schwer gewesen sei, Fuß zu fassen. Sie werde nun schnellstmöglich mit den Eigentümern des Gebäudes Kontakt aufnehmen, um über eine weitere Nutzung zu sprechen, so Rürup. Im Idealfall könne man dort wieder einen Lebensmittelmarkt ansiedeln. Das Gebäude gehöre aber weder der Gemeinde noch der Feneberg Lebensmittel GmbH, sondern einem Investor. Ganz uninteressant scheint der Standort jedenfalls nicht zu sein, sie habe bereits erste Anfragen vorliegen, sagt die Bürgermeisterin. Bodnegg will Post-Filiale retten Auch Bodneggs Bürgermeister Patrick Söndgen hofft, dass es am Standort des Feneberg-Markts im Ortsteil Rotheidlen, der wohl ebenfalls Ende August schließt, eine Nachfolgenutzung gibt und das Grundstück „nicht tot bleibt“. In dem Markt befinde sich zudem die einzige Post-Filiale Bodneggs,. Für diese einen neuen Standort zu finden, sei wichtig für die Bürger, sagt Söndgen. Die gleiche Situation ergibt auch in Baindt. Auch der Markt in Rotheidlen ist relativ neu, er wurde vor drei Jahren eröffnet. Weil der Bodnegger Teilort direkt an der B32 zwischen Ravensburg und Wangen liegt, ist er attraktiv für Lebensmittel-Ketten: auch Netto und Aldi haben dort bereits Filialen. Feneberg hat rund 3000 Mitarbeiter Die Feneberg Lebensmittel GmbH mit Sitz in Kempten ist Deutschlands größter selbstständiger Edeka-Händler, beschäftigt rund 3000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und betreibt insgesamt 72 Filialen im Raum Allgäu, Oberschwaben und Bodensee sowie in Oberbayern und im Kleinwalsertal. Seit dem 1. April befindet sich das Unternehmen in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung.

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