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Ein russischer T-72-Panzer setzte zum ersten Mal eine neue Waffe ein - So wirkt sich das auf die Kriegsführung aus

Technologie

Russische T-72-Panzer haben in der Ukraine erstmals das aktive Schutzsystem Arena-M im Kampf eingesetzt. Das System soll angreifende FPV-Drohnen erkennen und noch kurz vor dem Treffer zerstören. Laut dem Fachportal „Janes“ ist auf einem Video eine Explosion dicht neben einem Panzer zu sehen. Das spricht dafür, dass das System eine herannahende Drohne abgefangen hat. Die Aufnahme stammt von einem Gefecht nahe Maiak in der Region Donezk. Arena-M arbeitet mit Radar und überwacht den Luftraum rund um das Fahrzeug. Nähert sich ein Ziel, feuert das System ein Abfanggeschoss ab. Der Schutz ist also nicht passiv wie zusätzliche Stahlgitter oder aufgesetzte Käfige, sondern reagiert selbstständig auf den Angriff. Arena-M bietet Schutz – aber keine Rettung Im Gefecht soll das System mehrere Drohnen nacheinander abgeschossen haben. Ein ukrainischer Beobachter schrieb dazu auf X: „Leider funktioniert es.“ Nach seiner Darstellung brauchte es insgesamt 15 bis 20 FPV-Drohnen, um einen solchen Panzer auszuschalten. „Michael“, Kommandeur der „Typhoon“-Drohnen-Einheit der ukrainischen Nationalgarde, sagte „Forbes“, dass in vielen Fällen schon wenige Treffer reichen, um ein Fahrzeug zunächst bewegungsunfähig zu machen und dann zu zerstören. Trotzdem änderte der neue Schutz nichts am Ausgang des Angriffs. Der russische Vorstoß bei Maiak scheiterte, mehrere Fahrzeuge gingen verloren. Weitere Drohnen trafen am Ende offenbar doch ihr Ziel. ANZEIGE ANZEIGE Begrenzte Munition, alte Probleme Wie viele Abfangladungen das System tatsächlich mitführt, ist unklar. Laut „Forbes“ werden 26 mitgeführt, die in Paaren abgefeuert werden. Sind die Ladungen verschossen, bleibt vom Zusatzschutz nicht mehr viel übrig. Dazu kommt, dass Panzer in der Ukraine nicht nur von Drohnen bedroht werden. Minenfelder bremsen Angriffe, zwingen Fahrzeuge zum Halt und machen sie erst recht zu leichten Zielen. FPV-Drohnen sind billig, schnell verfügbar und in großen Mengen im Einsatz. Neue Schutzideen wirkten zuletzt oft nur kurz. Erst kamen die schweren „Schildkrötenpanzer“ mit Metallhüllen, später Fahrzeuge mit herausstehenden Stäben gegen Drohnenangriffe. Ein Panzer kann mit Arena-M etwas länger im Gefecht bleiben und eher noch feuern, bevor er getroffen wird. Für eine Rückkehr klassischer Panzerangriffe reicht das jedoch kaum. Solange Drohnen massenhaft angreifen und Minen Fahrzeuge festsetzen, bleibt jeder Vorstoß riskant.

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