Ein Spitzen-Mathematiker zur Frage, warum man KI noch so wenig versteht
Shahar Mendelson, 54, ist seit Kurzem mit einer Humboldt-Professur an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) betraut, dem laut Universität höchstdotierten deutschen Wissenschaftspreis. Der Mathematiker stammt aus Israel, hat lange in Australien gearbeitet und später in Texas; nun wird er mit seiner Frau und den beiden Kindern, vier Jahre und ein Jahr alt, nach München ziehen. Derzeit ist er Fellow am Center for Advanced Studies der LMU, und dort ist auch das Treffen an einem Sommernachmittag. Mendelson sitzt in einem Empfangsbereich, wartet bereits und schreibt Zahlen in ein Notizbuch. Sein Kollege Holger Rauhut setzt sich dazu und ergänzt gelegentlich. Zum Beispiel bei dem Versuch, das Leben und die Arbeit in diesem Beruf zu erklären.