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Ein tödliches Experiment: Sechsjähriges Mädchen stirbt in China durch Gentherapie

Welt

„In deinem ‚Buch‘ steht ein kleiner Fehler. Der hat dazu geführt, dass du eine Krankheit hast, die dein Wachstum beeinträchtigt.“ Das bekommt die kleine Mei vor ihrer Behandlung zu lesen. Es ist die kindgerechte Fassung einer Einverständniserklärung für eine ungewöhnliche Behandlung, in einem Krankenhaus in Shanghai, in das ihre Eltern sie gebracht haben. Bald darauf spritzt ein Arzt der Sechsjährigen eine Flüssigkeit in den Rückenmarkskanal. Die enthält ein Gentherapeutikum, das den „kleinen Fehler“ korrigieren soll. Sieben Tage später ist das Mädchen tot.

Es ist ein Forschungsskandal, dessen Einzelheiten beim Lesen schwer zu ertragen sind und der dem Feld der Gentherapie und auch dem Ansehen der chinesischen Wissenschaft vermutlich schaden wird. Aufgedeckt hat ihn das Fachmagazin „Science“ in Zusammenarbeit mit „Retraction Watch“, einem auf Forschungsfehlverhalten spezialisierten Rechercheprojekt.

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