Ein Toter, 4 Verletzte! Schütze feuert aus Auto in Paris
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Paris – Ein Mann feuerte am Vormittag nahe Paris aus einem fahrenden Auto mehrere Schüsse ab – offenbar aus einer Maschinenpistole. Mindestens ein Mensch starb, vier weitere wurden verletzt, einer von ihnen schwer. Auch ein Kind (12) wurde getroffen. Die Polizei nahm den Schützen fest. Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch wegen eines möglichen terroristischen und rechtsextremen Hintergrunds.
Die tödlichen Schüsse fielen gegen 10.30 Uhr im Département Yvelines, das ganz im westlichen Teil der Pariser Großraumregion liegt. Zunächst fuhr der Täter durch die Gemeinde Trappes, wo er auf eine Tankstelle, ein medizinisches Zentrum, einen Kindergarten und einen Spielplatz schoss, berichtet die Zeitung „Le Monde“. Dann fuhr er weiter in die angrenzende kleine Ortschaft La Verrière.
Blutbad geplant?
Ali Rabeh, der Bürgermeister der Stadt Trappes, sagte gegenüber BFMTV, dass der Schütze „offenbar wahllos um sich geschossen“ habe und „offenbar die Absicht gehabt habe, ein Blutbad zu verüben“. Laut Rabeh sei der Getötete afrikanischer, einer der Schwerverletzten nordafrikanischer Herkunft. Unter den Schwerverletzten ist auch ein 12-jähriges Mädchen. „Es grenzt an ein Wunder, dass es nicht mehr Opfer gab“, so Rabeh. Er fügte hinzu, dass der Täter in einer nahegelegenen Stadt wohne. Zum Motiv liegen noch keine Informationen vor.
Rassistisches Motiv möglich
Zum Hintergrund der Tat machte die Polizei zunächst keine Angaben. Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu (40) schrieb auf der Plattform X, dass die Terror-Staatsanwaltschaft in Paris angekündigt habe, die Lage zu beobachten. Sicherheits- und Justizbehörden seien in vollem Einsatz. Es handele sich um „sehr ernste Vorfälle“, so Lecornu.
Ein Ermittlungsverfahren wegen „Mordes im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung“ wurde eingeleitet. Laut Staatsanwaltschaft sei die Tat zudem „aufgrund der tatsächlichen oder vermeintlichen Zugehörigkeit zu einer angeblichen Rasse, Ethnie, Nation oder bestimmten Religion begangen“ worden. Was bedeutet: Der Täter könnte aus rassistischen Motiven geschossen haben. Innenminister Laurent Nuñez (62) sagte, dass „eine Person in einem Fahrzeug mit einer mutmaßlichen Waffe militärischer Qualität oder zumindest einer Maschinenpistole an verschiedenen Orten auf fünf Personen geschossen hat.“