Einbruch beim Mathe-Abi - Ministerium sucht Ursachen
Abschlussprüfungen 2026 Einbruch beim Mathe-Abi – Ministerium sucht Ursachen Stand: 17.07.2026 08:49 Uhr Das Mathe-Abitur ist in diesem Jahr in Sachsen-Anhalt deutlich schlechter ausgefallen als in den Vorjahren. Pauschale Kritik an den Aufgaben weist das Bildungsministerium zurück. Insgesamt waren die Abitur-Ergebnisse aber stabil. von MDR SACHSEN-ANHALT Sachsen-Anhalts Schülerinnen und Schüler haben im Mathematik-Abitur deutlich schlechter abgeschnitten als in den Vorjahren. Im landesweiten Durchschnitt erreichten die Abiturientinnen und Abiturienten in Mathe 6,87 von 15 Punkten. Im Vorjahr waren es 9,31 Punkte. Der Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre liegt bei 7,83 Punkten. Ergebnisse des Mathe-Abis sollen untersucht werden Das Bildungsministerium will die Ergebnisse nach eigenen Angaben nun genau analysieren. Als möglichen Grund nennt es unter anderem pandemiebedingte Lernlücken. Pauschale Kritik an den Abi-Aufgaben wies Bildungsminister Jan Riedel (CDU) zurück. Riedel sagte dem MDR, mehr als die Hälfte der Aufgaben stamme aus einem Pool, den die Kultusministerkonferenz in Auftrag gegeben habe. Das solle bundesweit für Vergleichbarkeit sorgen. Der Lehrerverband Bildung und Erziehung (VBE) ist hingegen der Ansicht, dass die Schwierigkeit der Prüfungsaufgaben von Jahr zu Jahr zu sehr variiert. In diesem Jahr komme hinzu, dass nur noch eingeschränkte Hilfsmittel erlaubt gewesen seien. Abitur insgesamt auf stabilem Niveau Insgesamt bleibt das Abitur in Sachsen-Anhalt auf stabilem Niveau. Laut Ministerium hat sich die Durchschnittsnote von 2,27 im Jahr 2025 auf 2,29 in diesem Jahr leicht verschlechtert. Die Durchfallquote stieg auf 7,16 Prozent. Im Vorjahr war sie auf 5,69 Prozent gefallen. Das war der niedrigste Wert der vergangenen Jahre. 5.128 junge Menschen haben das Abitur in diesem Jahr geschrieben. 135 Schülerinnen und Schüler schafften die Bestnote 1,0. Auch bei der Mittleren Reife – also dem Realschulabschluss – berichtet das Ministerium von stabilen Ergebnissen. Daran haben rund 9.000 Schülerinnen und Schüler teilgenommen. MDR (Mario Köhne), dpa