Einbruch – es gibt einen Lichtblick
Startseite Wirtschaft Dramatischer China-Einbruch bei BMW – doch eine Marke sorgt für Lichtblick Von: Patrick Freiwah Uns auf Google folgen BMW setzt den Abwärtstrend bei den Verkaufszahlen gnadenlos fort. Besonders in Fernost geht es 2026 rapide abwärts. Doch es gibt auch Hoffnungsschimmer. München – Chinas Automarkt wird für BMW auch im zweiten Quartal 2026 zum Bremsklotz: Während Europa und die USA zulegen, reißen die Verkaufszahlen im wichtigsten asiatischen Markt den bayerischen Konzern ins Minus. Dabei ist die regionale Schwäche längst zur Belastungsprobe für die deutsche Autoindustrie geworden. In den drei Monaten von April bis Juni sanken die Auslieferungen laut BMW um 4,9 Prozent auf 590.962 Autos. Damit endete der Zeitraum deutlich schwächer als ein Jahr zuvor. Hinter der nüchternen Zahl steckt jedoch ein tieferes Problem: Wachstum in westlichen Märkten kann den Einbruch in der Volksrepublik nicht auffangen. Deutsche Autoindustrie in der Krise: China zieht BMW-Absatz 2026 nach unten Besonders deutlich fällt die China-Bilanz aus: Der Absatz brach nach Konzernangaben um 30 Prozent auf 117.815 Fahrzeuge ein. Auch der übrige asiatisch-pazifische Raum blieb verhalten. BMW hatte die Schwäche in China bereits zuvor als wesentlichen Grund für die deutliche Gewinnwarnung genannt. Europa und die USA liefern dagegen robuste Verkaufszahlen: Auf dem hiesigen Kontinent stieg der Absatz im zweiten Quartal um 5,4 Prozent auf 260.173 Autos, in den Vereinigten Staaten sogar um 9,5 Prozent auf 134.405. Der deutsche Markt legte für den Konzern um knapp 9,4 Prozent zu. Mini glänzt im zweiten Quartal – Kernmarke und Rolls-Royce schwächeln Bei den Marken zeigt sich ein ganz eigenes Bild: Die BMW-Tochter Mini steigerte den Absatz um 17 Prozent auf 81.035 Modelle und ist damit einer der Lichtblicke. Die Kernmarke BMW verlor dagegen 7,7 Prozent und kam auf 508.675 Fahrzeuge. Rolls-Royce verzeichnete den stärksten prozentualen Rückgang der Einzelmarken des Autobauers. Die Verkaufszahlen der Nobelmarke sanken im zweiten Quartal 2026 um 11,5 Prozent auf 1252 Fahrzeuge. Wegen der kleinen Stückzahl belastet das den Konzernabsatz begrenzt, schwächt aber das Bild im Luxussegment – und drückt die Margen. E-Auto-Absatz liefert BMW im zweiten Quartal Hoffnung Besser läuft es bei batterieelektrischen Modellen: Nach BMW-Zahlen stieg der Elektroauto-Absatz in Europa um prächtige 38 Prozent auf 81.445 Einheiten. Worauf der Münchner Autobauer noch verweist: In Deutschland erreichte BMW im jüngsten Quartal bei den Neuzulassungen reiner Stromer wieder Platz zwei hinter Volkswagen. Vertriebsvorstand Jochen Goller äußert sich dazu in einer Mitteilung: „Trotz weltweiter Herausforderungen konnten wir in den USA und Europa unseren Absatz steigern.“ Beim neuen iX3 sei BMW zudem auf Kurs für 100.000 Auftragseingänge. Das neue SUV soll der Elektrooffensive zusätzlichen Schub verleihen. Verkaufszahlen 2026: BMW schlägt Mercedes und Audi knapp Im Vergleich der deutschen Premiumhersteller steht BMW noch etwas besser da. Mercedes meldete für das zweite Quartal einen Rückgang um sechs Prozent auf 511.900 Autos, Audi ein Minus von gut acht Prozent auf 367.139. Die Zahlen zeigen jedoch: Für die erfolgsverwöhnten Premiummarken hat sich der Wind gedreht. Wirtschaftspolitisch lautet die Botschaft: Ein starker Heimatmarkt in Verbindung mit Amerika stabilisiert deutsche Hersteller nicht. Entscheidend werden wettbewerbsfähige Elektroautos, Kostenkontrolle und eine belastbare Strategie für die asiatischen Märkte.