Eine kostet 30 Millionen Dollar: Über dem Iran kommt die MQ-9 Reaper nicht zurecht
Der Iran hat seit Beginn des Krieges mit den USA offenbar rund 30 Drohnen vom Typ MQ-9 Reaper abgeschossen. Jede dieser Maschinen kostet etwa 30 Millionen US-Dollar (rund 25,5 Millionen Euro), berichtet der US-Sender ABC. Zuletzt soll Teheran während amerikanischer Angriffe am Dienstag eine weitere Reaper getroffen haben. Iranische Staatsmedien meldeten zudem am Mittwoch den Abschuss eines weiteren feindlichen Fluggeräts über dem Süden des Landes. Am selben Tag flogen die USA erneut Angriffe, nachdem Präsident Donald Trump erklärt hatte, die vereinbarte Feuerpause gelte nicht mehr. MQ-9 Reaper verliert über Iran ihre bisherige Stärke Die MQ-9 Reaper gehört seit Jahren zu den wichtigsten unbemannten Systemen der USA im Nahen Osten. Sie wurde 2007 eingeführt und diente vor allem bei Anti-Terror-Einsätzen sowie in anderen Konfliktgebieten. Entwickelt wurde sie allerdings für Kriege, in denen das US-Militär die Lufthoheit besitzt. Im Iran-Krieg wird das zum Problem. General Kenneth Wilsbach, der ranghöchste Offizier der US-Luftwaffe, nannte die Reaper im Mai bei einer Haushaltsanhörung die „wertvollste Waffe“ dieses Krieges. Keine andere Maschine wurde so oft eingesetzt. Entsprechend gravierend sind die Verluste. Das Programm läuft ohnehin aus. Der letzte Fünfjahresvertrag wurde 2020 geschlossen. Hersteller General Atomics stellte die Produktionslinie im vergangenen Jahr nach 575 gebauten Exemplaren ein. ANZEIGE ANZEIGE Weitere US-Verluste im Luftkrieg gegen Iran Neben den Drohnen verloren die USA in dem Krieg weitere Luftfahrzeuge. Im März schoss die kuwaitische Luftabwehr irrtümlich drei amerikanische F-15 ab. Alle Besatzungsmitglieder konnten sich rechtzeitig mit dem Schleudersitz retten. Ebenfalls im März stürzte im Westen des Irak ein Tankflugzeug vom Typ KC-135 nach einer Kollision mit einem zweiten KC-135 ab. Sechs Soldaten kamen dabei ums Leben. Im April holte Teheran eine weitere F-15 vom Himmel. Der Pilot wurde kurz nach dem Abschuss gerettet, der Waffensystemoffizier zwei Tage später. Pentagon sucht billigeren Ersatz für die Reaper Die hohen Verluste treiben in Washington die Suche nach einer neuen Drohne voran. Laut dem US-Fachmagazin „Defense News“ prüft das Pentagon mit dem Projekt „Massed Modular Aircraft“ (MMA) ein günstigeres Langstreckenmodell als möglichen Ersatz. Die neue Drohne soll in großer Zahl gebaut werden und auch hohe Verluste aushalten können. In einer Ausschreibung heißt es, die Streitkräfte könnten sich die Abhängigkeit von wenigen, mehr als 30 Millionen US-Dollar teuren Plattformen nicht mehr leisten.