DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,28 % 64.492,74 USD 11:50:23 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Eine seit Jahren schwelende Tour-Debatte wird neu angefacht

Unterhaltung

26.07.2026 • 09:18 Uhr Wird die Tour de France zu sehr aus dem Teamwagen bestimmt? Einer der Teamchefs fordert diesbezüglich eine radikale Änderung und hofft auf mehr Chaos. Marc Madiot hat kurz vor der Ankunft der Tour de France 2026 auf den Champs-Élysées eine seit Jahren schwelende Debatte neu angefacht: Der Teamchef von Groupama-FDJ will Funk und Leistungsmesser aus dem Rennen verbannen. „Ich glaube, wir werden ein schönes Finale bekommen. Ich bedauere nur eine Sache: dass sie alle Leistungsmesser und Ohrhörer haben“, sagte der frühere Profi bei RMC. Für Madiot würde ein Verbot ausgerechnet im großen Tour-Finish die Renndynamik verändern. „Denn nimmst du ihnen für das Tour-Finale die Ohrhörer und die Leistungsmesser weg, dann wären sie gezwungen, sich gegenseitig ins Weiße der Augen zu schauen. Das wäre doch schon ganz gut.“ Der Franzose zielt damit auf mehr Eigenverantwortung im Peloton – und weniger Regie aus dem Teamwagen. Technik ja – aber nicht im Wettkampf: Madiot stellte klar, dass ihn die Geräte im Training nicht stören, „aber nur im Wettbewerb“ will er sie nicht sehen. „Das ist die Reinheit der Bewegung, der Mensch, der sich gegen die Maschine durchsetzt. Mich interessieren im Radsport mentale Stärke und persönliches Engagement.“ Und er wird grundsätzlich: „Ich will einen entblößten Menschen gegenüber der Anstrengung, gegenüber seinen Konkurrenten, die sich anschauen … Wie in einem Boxring. In einem Ring gibt es keinen Ohrhörer.“ Madiot hofft auf taktische Änderungen Der zweifache Paris-Roubaix-Sieger (1985 und 1991) erwartet, dass sich ohne Wattvorgaben auch die Taktik komplett verschiebt. „Heute sieht man doch: Sie richten sich alle nach ihrem Rhythmus. Sie gehen nie zwei Watt darüber, um nicht rotzusehen.“ Madiot fordert stattdessen Unwägbarkeiten – „einen Geruch von Chaos auf dem Ring“. Einen Vorteil für bestimmte Fahrertypen sieht er nach eigener Aussage nicht: „Ich habe absolut keine Ahnung, wem das nützen würde. Vielleicht dem einen Fahrer an einem Tag, dann einem anderen am nächsten.“ Sein Ziel sei es, „bis zum Ende“ durchzuziehen – und die Regeln irgendwann so zu verändern, dass das Spektakel wieder stärker aus dem Rennen selbst entsteht. Der Weltverband UCI hat parallel bereits Testläufe angekündigt, um die Kommunikation im Rennen einzuschränken – Madiots Forderung geht mit dem Powermeter-Verzicht jedoch deutlich weiter.

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