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Einigung bei den Busfahrern: Keine weiteren Warnstreiks

Nation

Lübeck: Nach mehrstündigen Verhandlungen haben sich die Arbeitgeberseite und die Gewerkschaft ver.di am Dienstag auf einen neuen Tarifabschluss für die Beschäftigten im öffentlichen Personennahverkehr in Schleswig-Holstein geeinigt. Damit konnten weitere Streikmaßnahmen abgewendet werden.

In der vierten Verhandlungsrunde haben die Tarifparteien eine Einigung über die Gehälter erzielt. Die Arbeitgeberseite wurde dabei von den vier großen Nahverkehrsunternehmen aus Flensburg, Kiel, Neumünster und Lübeck vertreten. Ver.di hatte die bisherigen Tarifverträge zum 30. Juni 2026 gekündigt und eine Gehaltserhöhung von 6,5 Prozent sowie eine jährliche Sonderzahlung von 650 Euro für ver.di-Mitglieder gefordert.

Die Einigung sieht folgende Gehaltserhöhungen vor:

• 3,0 Prozent rückwirkend zum 1. Juli 2026

• weitere 2,6 Prozent zum 1. April 2027

Der Tarifabschluss hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2027. „Wir sind bei dieser Einigung an die Grenzen des finanziell Machbaren gegangen“, erklärt Andreas Schulz von der KVG Kieler Verkehrsgesellschaft mbH, stellvertretender Vorsitzender des Fachausschusses für die Nahverkehrsbetriebe des Kommunalen Arbeitgeberverbandes Schleswig-Holstein (KAV SH). „Am Ende haben wir aber einen Kompromiss gefunden, der für beide Seiten tragbar ist. Wir hoffen, dass wir damit auch die Attraktivität der Arbeitsbedingungen im Nahverkehr weiter verbessern können.“

Ver.di hatte für den Fall einer ausbleibenden Einigung angekündigt, die kommenden fünf Tage zu streiken. Das Verhandlungsergebnis wurde von beiden Tarifkommissionen angenommen. Es steht noch bis zum 13. Oktober 2026 unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Gremien.

Jacobsen geht davon aus, dass die Arbeitgebergremien dem Ergebnis zustimmen werden. „Ein verlässlicher öffentlicher Nahverkehr ist für die Menschen in Schleswig-Holstein unverzichtbar. Dazu gehört auch, dass wir gemeinsam tragfähige Lösungen für die Beschäftigten und die Unternehmen finden.“ Darüber hinaus haben die Tarifparteien vereinbart, bereits vor Ablauf des aktuellen Tarifvertrags zwei Verhandlungsrunden durchzuführen. So sollen die nächsten Tarifverhandlungen frühzeitig vorbereitet und möglichst reibungslos geführt werden.

„Dieses Tarifergebnis ist durch den Druck der Beschäftigten und harte Verhandlungen möglich geworden. Die vereinbarten Erhöhungen bedeuten für die Beschäftigten eine spürbare Verbesserung ihrer Einkommen. Gleichzeitig ist es gelungen, mit einer Laufzeit von nur 18 Monaten und insgesamt 5,6 Prozent mehr Geld einen Tarifabschluss zu erreichen, der sich sehen lassen kann und Signale setzt“, erklärt Sascha Bähring, Verhandlungsführer von ver.di Nord. Die ver.di-Tarifkommission hat dem Verhandlungsergebnis unmittelbar nach Abschluss der Verhandlungen zugestimmt.

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