Einigung erzielt: Jürgen Klopp wird neuer Bundestrainer
Jürgen Klopp wird neuer Fußball-Bundestrainer. Das berichten „Bild“ und Sky übereinstimmend. Demnach soll Klopp am kommenden Freitag einen bis zur WM 2030 gültigen Vertrag unterschreiben und auch auf einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt werden. Am Sonntag ist er noch als TV-Experte beim WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien im Einsatz. Sein bisheriger Arbeitgeber Red Bull lässt ihn den Berichten zufolge ohne Entschädigungszahlung oder sonstige Forderungen gehen – das war bis zuletzt ein Knackpunkt in den Verhandlungen mit dem Deutschen Fußballbund (DFB). Es stand etwa im Raum, dass Klopp Markenbotschafter oder Berater bleibt. Ein Szenario, das der DFB unbedingt vermeiden wollte. Der Verband wollte sich am Sonntag nicht dazu äußern. „Der DFB kommentiert den aktuellen Verhandlungsstand mit Jürgen Klopp nicht. Eine finale Entscheidung treffen die zuständigen Gremien“, teilte der DFB der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. Klopp folgt auf Julian Nagelsmann, der nach dem frühen WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay nicht als Bundestrainer weitermachen durfte. Bereits vor dem beschlossenen Aus Nagelsmanns hatte sich Klopp als Wunschlösung des DFB herauskristallisiert. Auch er selbst kokettierte mit dem Job. Als der Bundestrainer-Posten dann frei war, machte eine grundsätzliche Einigung zwischen DFB und Klopp die Runde, ehe sich der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund und dem FC Liverpool selbst dazu äußerte und seine Bereitschaft erklärte. Zu diesem Zeitpunkt musste Red-Bull-Sportchef Oliver Mintzlaff allerdings noch seinen Daumen heben, schließlich besaß Klopp als Head of Global Soccer einen gültigen Vertrag bis 2029 ohne Ausstiegsklausel. Schnell stellte sich heraus, dass auch das keine unüberwindbare Hürde darstellen würde. Zu guter Letzt waren die DFB-Gremien gefragt, die dem Vernehmen nach ebenfalls zustimmten. (Tsp, dpa)