Einmal Tanken kostet 435.000 Dollar: 650 Millionen Dollar teure Superyacht wurde eigentlich für Bill Gates gebaut
Die 119 Meter lange Megayacht „Breakthrough“ hat vor der italienischen Insel Elba geankert. Wie das italienische Medium „La Nazione“ berichtet, sorgt das Schiff mit seinem innovativen Antrieb weltweit für Aufmerksamkeit. Es wird mit flüssigem Wasserstoff betrieben, der bei minus 253 Grad Celsius in speziellen Tanks gelagert wird. Als einzige Emission entsteht dabei Wasserdampf. Gebaut von der niederländischen Werft Feadship und entworfen vom britischen Studio RWD, gilt sie damit als die erste große Superyacht, die mit dieser Technologie um die Welt reist. Kanadischer Milliardär übernimmt Yacht von Bill Gates Der Bau der Yacht wurde ursprünglich von Microsoft-Gründer Bill Gates initiiert, der das Projekt fünf Jahre lang begleiten ließ. Genutzt hat er das Schiff nach Angaben von „La Nazione“ jedoch nie. Gates verkaufte es im vergangenen Jahr für rund 650 Millionen Dollar (rund 571 Millionen Euro). Neuer Eigentümer ist der 47-jährige kanadische Milliardär und ehemalige Eishockeyspieler Patrick Dovigi. Eine Tankfüllung kostet fast eine halbe Million Dollar Trotz ihres umweltfreundlichen Antriebs verursacht die Luxusyacht hohe Betriebskosten. Eine Tankfüllung mit 605.000 Litern Treibstoff kostet rund 435.000 US-Dollar (rund 382.000 Euro). Die dabei entstehende Wärme wird recycelt, um die Pools zu beheizen und Systeme an Bord zu versorgen. Zur Ausstattung gehören außerdem ein Hubschrauberlandeplatz, ein Kino und ein Sportplatz. Luxusyachten verursachen Großteil des CO2-Fußabdrucks von Milliardären Das private Freizeitvergnügen vieler extrem wohlhabenden Menschen hat starke negative Auswirkungen auf die Umwelt. Wie die „Deutsche Welle“ unter Berufung auf eine von der Indiana University veröffentlichte Studie berichtet, verursachen Luxusyachten den Großteil des CO2-Fußabdrucks von Milliardären. Laut der Untersuchung stößt eine einzige Megayacht jährlich bis zu 7020 Tonnen CO2 aus. Zum Vergleich: Der globale Durchschnittsbürger verursacht jährlich rund fünf Tonnen CO2. Die Studienautoren nennen diese Schiffe laut der „Deutschen Welle“ „aus ökologischer Sicht mit Abstand das schlechteste Gut, das man besitzen kann“.