Einsatz in Einkaufszentrum: Frau mit Messer verletzt und angezündet
In einem Stuttgarter Einkaufszentrum ist eine Frau laut Polizei mit einem Messer angegriffen und angezündet worden. Laut einer Mitteilung der Polizei wurde die 47-Jährige bei der Attacke lebensgefährlich verletzt. Nach ersten Erkenntnissen standen der mutmaßliche Täter, ein 54-jähriger Mann, und das Opfer in einer Beziehung zueinander, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit. Verletzte Person in Milaneo: Opfer schwebt in Lebensgefahr Die ersten Notrufe gingen am Donnerstag um 10:15 Uhr bei der Polizei ein. Der mutmaßliche Täter wurde von den Beamten nach einer Fahndung rund zwei Stunden später, um 12:10 Uhr, festgenommen. Dabei kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Der Rettungsdienst brachte die schwer verletzte Frau in ein Krankenhaus. Laut Polizei schwebt die Frau in Lebensgefahr. Keine Gefahr für Bevölkerung Der mutmaßliche Angriff ereignete sich im Untergeschoss des Milaneos vor einem Lebensmittelgeschäft. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an. Der Betrieb im Einkaufszentrum wurde wieder aufgenommen. Nach der Alarmierung am Vormittag wurde das aus mehreren Gebäuden bestehende Einkaufszentrum geräumt und teilweise abgeriegelt. Polizei und Feuerwehr waren mit vielen Kräften vor Ort. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand den Angaben zufolge aber nicht. Potentieller Femizid Die Tat könnte ein so genannter Femizid sein. Darunter verstehen Soziologen Taten, bei denen Männer Frauen aufgrund ihres Geschlechts töten. In Deutschland gibt es hierfür keinen eigenen Straftatbestand. Deshalb verwenden ihn Polizei und Behörden den Ausdruck in der Regel nicht. In der Politik wird aber darüber diskutiert, den Femizid im Strafrecht zu verankern, um - wie Befürworter argumentieren - die besondere Schwere dieser Taten anzuerkennen und sie nicht als "Beziehungsdramen" oder "Tragödien" zu verharmlosen.