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Einsätze im Ruhrgebiet

Allgemein

Der Herbst ist angekommen. Die Bäume verlieren langsam ihre Blätter, die Tage werden dunkler und vor allem wird es deutlich ungemütlicher und stürmischer. Insbesondere an diesem Wochenende ziehen über NRW heftige Sturmböen hinweg. Orkan Luise sorgte am Freitagabend für reichlich Arbeit für die Feuerwehr.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte eine amtliche Wetterwarnung für weite Teile von NRW am Freitag herausgegeben.

📌 Sturmtief Luise

Entstehung: Sturmtief Luise bildete sich am 22. Oktober über dem Nordatlantik. International trägt es den Namen „Austen“ und zieht über Westeuropa hinweg.

Windgeschwindigkeiten: Auf den Britischen Inseln wurden Orkanböen von bis zu 150 km/h prognostiziert. In Nordrhein-Westfalen werden teilweise schwere Sturmböen von 80 bis 100 km/h erwartet.

Gefahren: Durch die starken Windböen können Bäume umstürzen, Äste abbrechen und Gegenstände umherfliegen. Besonders gefährlich ist, dass viele Bäume im Oktober noch Laub tragen und dem Wind dadurch eine größere Angriffsfläche bieten.

+++ Live-Ticker aktualisieren +++

Baum stürzt in Bochum auf Mehrfamilienhaus

22.58 Uhr: Ein Reporter berichtet unserer Redaktion, dass in Bochum-Eppendorf ein großer Baum durch den Sturm gegen ein Mehrfamilienhaus gestürzt ist und die Bewohner das Gebäude vorerst verlassen mussten. Die Feuerwehr sicherte den Bereich, entfernte weitere gefährliche Äste und prüft nun mit Fachleuten, wie der Baum sicher beseitigt werden kann.

Sturm-Schäden in Essen

22.39 Uhr: Der WDR berichtet von mehreren sturmbedingten Einsätzen in Essen. Am Berliner Platz stürzte eine provisorische Ampel um, zudem wurden Bäume entwurzelt und Bauzäune sowie Werbeplakate vom Wind erfasst. Verletzte gab es bislang nicht.

Kirmes macht in Düsseldorf dicht

22.30 Uhr: In Düsseldorf wurde eingepackt. Wie der WDR berichtet wurde die Kirmes am Düsseldorfer Tonhallenufer aufgrund des Wetters bereits um 21 Uhr beendet. Auch das Riesenrad an der Rheinpromenade stellte seinen Betrieb früher ein und wurde bereits um 20.30 Uhr geschlossen.

Windstärke nimmt zu

21.20 Uhr: Wie der WDR berichtet wurden in Aachen und Geilenkirchen an beiden Wetterstationen Windböen von 90 km/h gemessen, was der Windstärke 10 entspricht. Sturm der Windstärke 9 wurden unteranderem in Düsseldorf und Mönchengladbach gemessen. Nach Mitternacht sollen die Sturmböen in NRW langsam Richtung Niedersachsen ab.

Einsätze im Ruhrgebiet

20.30 Uhr: Gegenüber dem WDR berichten Polizei und Feuerwehr aus dem Ruhrgebiet bislang überwiegend von kleineren wetterbedingten Einsätzen. In Oberhausen stürzte ein Baum neben einer Tankstelle um und blockierte die Straße. In Essen mussten Einsatzkräfte mehrfach ausrücken, weil größere Äste auf Straßen und Privatgrundstücke gefallen waren.

Etwas mehr Arbeit hatte die Feuerwehr im stark bewaldeten Ennepe-Ruhr-Kreis. Dort gab es mehrere umgestürzte Bäume und herabfallende Äste. Verletzt wurde jedoch niemand.

Feuerwerk in Düsseldorf abgesagt

20.26 Uhr: Aufgrund der angekündigten Sturmböen hat der Schaustellerverband das für heute Abend vorgesehene Eröffnungsfeuerwerk kurzfristig abgesagt.

Die Veranstalter erklärten in den sozialen Medien, dass es sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme handle. Die Sicherheit der Besucher, Schausteller und aller weiteren Beteiligten habe oberste Priorität. Die Fahrgeschäfte, Spielbuden und gastronomischen Stände bleiben hingegen wie geplant geöffnet. Nach Angaben der Schausteller wird bereits geprüft, ob das Feuerwerk am kommenden Freitag, dem 30. Oktober, nachgeholt werden kann.

Riesenrad in Düsseldorf läuft weiter

19.36 Uhr: Wie der WDR berichtet, ist das Düsseldorfer Riesenrad trotz der Sturmböen weiterhin in Betrieb. Betreiber Oscar Bruch zeigt sich gelassen und erklärt dem Sender: „Ein vernünftiges Riesenrad ist noch nie umgestürzt.“ Bei Windstärken von sieben bis acht würde er den Betrieb allerdings einstellen, da die Fahrt für die Besucher dann einfach keinen Spaß mehr mache.

Windböen nehmen zu

19.25 Uhr: In der Voreifel, der Eifel und in Aachen werden vielerorts bereits Windböen der Stärke 9 gemessen. In Eschweiler, Kall und Aachen liegen die Windgeschwindigkeiten bei mehr als 75 km/h. Auch in Essen, Wuppertal, Issum, Düsseldorf, Selfkant, Zülpich, Winterberg und Solingen wurden in der vergangenen Stunde stürmische Böen registriert. Vor allem entlang der niederländischen Grenze dürfte der Wind bis Mitternacht noch zunehmen.

Nächste Strecke betroffen

18.15 Uhr: Auch die Bahnstrecke zwischen Neuss Hbf und Meerbusch-Osterath ist inzwischen von den Auswirkungen des Wetters betroffen. Dort ist ebenfalls ein Baum auf die Gleise gestürzt. Nach Angaben der Bahn halten die Züge am nächstgelegenen Bahnhof oder werden, wenn möglich, umgeleitet. Am Bahnhof Meerbusch-Osterath warten derzeit Güterzüge neben Regiobahnen. Die Sperrung könnte bis 23 Uhr andauern.

Ruhrgebietsstrecke wieder befahrbar

17.20 Uhr: Ein Bahnsprecher bestätigte, dass die Einschränkung zwischen Duisburg-Ruhrort und Oberhausen inzwischen behoben sei, nachdem ein baum auf die Strecke stürzte.

Auf der Strecke zwischen Stolberg und Aachen Rothe Erde kam es nach Angaben des Bahnsprechers zu einem Oberleitungsschaden als Folge des Sturms. Die Strecke habe deshalb in beide Richtungen gesperrt werden müssen, es gebe Ersatzverkehr nach Aachen, Düren und Langerwehe. Wie lange das dauere, wisse er noch nicht.

Zwischen Neuss Hauptbahnhof und Meerbusch-Osterath waren die Gleise wegen eines umgestürzten Baums ebenfalls nicht befahrbar.

Zoo Dortmund macht auch dicht

17.05 Uhr: Wegen der Sturmgefahr wurde der Westfalenpark bereits um 17 Uhr und der Zoo Dortmund um 16.30 Uhr. Die Stadtverwaltung empfiehlt außerdem dringend, den Botanischen Garten Rombergpark zu dieser Zeit nicht zu besuchen. Durch die noch dicht belaubten Bäume und den aufgeweichten Boden könnten Äste abbrechen oder ganze Bäume umstürzen.

Wildpark in Düsseldorf bleibt zu

16.01 Uhr: Der Wildpark Düsseldorf bleibt wegen der aktuellen Wetterlage morgen geschlossen. Wie die Stadt mitteilt, sei die Schließung aufgrund der amtlichen Sturmwarnung und aus Sicherheitsgründen erforderlich. Durch den Sturm bestehe die Gefahr, dass Äste abbrechen oder ganze Bäume umstürzen. Wenn sich das Wetter wieder beruhigt, soll der Wildpark am Sonntag wieder öffnen.

Bahnstrecke zwischen Duisburg und Oberhausen dicht

15.55 Uhr: Im Ruhrgebiet kommt es wetterbedingt zu Beeinträchtigungen im Zugverkehr. Zwischen Duisburg-Ruhrort und Oberhausen Hbf blockiert ein umgestürzter Baum die Gleise. Wie die Bahn mitteilt, halten die Züge der Linie RE36 vorerst am nächstgelegenen Bahnhof und warten dort ab. Fahrgäste müssen mit Verspätungen, Teilausfällen und Zugausfällen rechnen. Wie lange die Sperrung andauern wird, ist derzeit noch unklar.

Karls Erlebnis-Dorf in Oberhausen gibt Entwarnung

14.50 Uhr: Wie sieht es eigentlich mit dem Karls Erlebnis-Dorf in Oberhausen aus? Auf Nachfrage von DER WESTEN gab Chef Robert Dahl zunächst Entwarnung für die Besucher: „Laut Windfinder werden in der Spitze nur Geschwindigkeiten von 66 km/h bei uns erreicht. Da sollte nichts passieren.“ Der Freizeitpark kann also normal besucht werden. Einzige Maßnahme: Die Flaggen werden eingewickelt.

DIESE Städte könnte Sturm besonders treffen

13.54 Uhr: Gegenüber DER WESTEN hat Diplom-Meteorologe Dominik Jung ausführlichere Infos zum androhenden Sturm gegeben. Insbesondere welche Städte besonders betroffen sein könnten. Der Experte nannte unter anderem Essen und Dortmund und gab darüber hinaus Tipps, wie man sich nun am besten schützen könnte.

Spieleabend auf Baldeneysee in Essen findet statt

13.04 Uhr: Gute Nachrichten für alle Spielefans: Der Spieleabend auf dem Baldeneysee, der im Rahmen der Spielemesse veranstaltet wird, findet trotz Sturmwarnung statt. Gespielt wird auf einem Schiff der Weißen Flotte auf dem Baldeneysee. Der Spieleabend kann auch stattfinden, wenn das Wasser wegen des Sturms unruhiger wird: „Wir sind Stürme im Herbst gewohnt, da sind wir ganz entspannt“, sagt der Geschäftsführer der Weißen Flotte.

Köln kündigt mögliche Schließungen an

12.13 Uhr: Auch die Stadt Köln warnt die Anwohner vor den heftigen Sturmböen: „Es können Bäume umstürzen und Äste abbrechen. Die Stadt Köln empfiehlt daher der Bevölkerung, Waldgebiete, Parkanlagen, Friedhöfe und Alleen zu meiden.“

Die Stadt behält sich vor, städtische Anlagen und einzelne Friedhöfe kurzfristig zu schließen.

Auch beliebte Reiseziele in den Niederlanden betroffen

10.58 Uhr: Von NRW bis in die Niederlande ist es nicht weit, daher wird es wohl nicht überraschen, dass auch einige beliebte Reiseziele wie beispielsweise Limburg und die Insel Zeeland von dem Sturm heimgesucht werden. Ein Ausflug könnte also unter erschwerten Bedingungen stattfinden (hier mehr dazu).

„Recklinghausen leuchtet“ verschiebt Drohnenshow zur Eröffnung

9.47 Uhr: „Recklinghausen leuchtet“ gehört zu den bekanntesten Lichtveranstaltungen im Ruhrgebiet. Jedes Jahr verwandelt sich die Recklinghäuser Altstadt durch aufwendige Lichtinstallationen, Projektionen und Musik in ein buntes Lichtermeer. 2026 feiert die Veranstaltung ihr 20-jähriges Jubiläum.

Mit einer spektakulären Drohnenshow sollte die Veranstaltung eröffnet werden, doch aufgrund der Wetterwarnung wurde diese nun verschoben, wie die Veranstalter auf Facebook mitteilten. „Der Wetterbericht sagt Regen und vor allem stürmische Böen mit über 70 km/h voraus – da bleiben die 150 Drohnen sicherheitshalber am Boden. Sicherheit geht immer vor“, heißt es.

Neuer Termin ist an Halloween (31. Oktober) um 20 Uhr. Zudem ist für das große Finale am verkaufsoffenen Sonntag, 8. November, um 20 Uhr am Rathaus ohnehin eine zweite Drohnenshow geplant. Neben der Drohnenshow muss auch das Terrassenglühen auf dem Kirchplatz von Samstag auf den kommenden Freitag (30. Oktober) verlegt werden. Von 18 bis 23 Uhr legt hier DJ Goetz auf. Ansonsten findet die Eröffnung von „Recklinghausen leuchtet“ regulär statt.

Noch mehr News:

Bahnfahrten am Abend vermeiden

9.01 Uhr: Wetter-Experte Dominik Jung fürchtet für den Abend ein großes Bahn-Chaos. Umgestürzte Bäume und herabfallende Äste könnten für Probleme auf den Gleisen und Einschränkungen im Bahnverkehr sorgen. Er rät deshalb, Bahnfahrten möglichst in den Morgen zu legen.

Die Ruhe vor dem Sturm

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