Einsatzkräfte retten über 1000 Menschen
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Verheerende Sturzflut im Himalaya: Zahl der Vermissten steigt weiter – Polizei meldet über 1000 Gerettete
Von: Bjarne Kommnick, Lisa Mahnke, Kilian Bäuml, Kai Hartwig, Martina Lippl, Jennifer Lanzinger
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Eine katastrophale Sturzflut im Himalaya-Hochland fordert viele Menschenleben. Rettungskräfte suchen an der Grenze zwischen China und Nepal nach Vermissten.
Update vom 28. August, 6:15 Uhr: Die Flut im Grenzraum von Nepal und China hat in Nepal mindestens 469 Menschen das Leben gekostet. Nach Angaben der nepalesischen Polizei wurden 1.545 Menschen gerettet, darunter zahlreiche Verletzte. In beiden Ländern wurden damit insgesamt 472 Todesopfer bestätigt. China hatte zuvor den Fund von drei Leichen gemeldet. Mehr als 1.400 Personen werden weiterhin vermisst. Am Donnerstag wurde die Zahl der Vermissten noch mit rund 1300 beziffert.
Ein verlässlicher Überblick über die Zahl der Vermissten sei derzeit noch nicht möglich, sagte der Polizeisprecher Abi Narayan Kafle der Deutschen Presse-Agentur: „Es wird noch einige Zeit dauern, bis wir einen vollständigen Überblick über die Vermissten haben, da wir derzeit noch kein klares Bild haben“. Bis zur vollständigen Klärung könnten noch mehrere Tage vergehen. Dutzende Tote konnten laut Polizei bisher nicht identifiziert werden.
Update vom 27. August, 21.43 Uhr: Auch US-Präsident Donald Trump äußerte sich inzwischen zur Sturzflut im Himalaya. Er beschrieb die Zerstörung als beispiellos: Häuser seien „wie Zahnstocher weggespült“ worden. Die USA boten Nepal Hilfe an, so der Präsident. „Alles, was sie möchten, haben wir.“ Trump sprach zudem von etwa 50 bis 60 US-Amerikanern in der Region. Zuvor hatte die AFP unter Berufung auf das US-Außenministerium berichtet, dass 90 US-Staatsangehörige vermisst würden. Todesfälle unter ihnen seien dem Ministerium bislang nicht bekannt.
Update vom 27. August, 21.23 Uhr: China hat nach eigenen Angaben alle von der Sturzflut betroffenen Touristen aus der Region gebracht. Insgesamt seien bereits mehr als 1000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet unter Berufung auf Behörden in Tibet von 555 evakuierten Personen. Weitere 499 Einwohner und Bauarbeiter seien in anderen Unterkünften untergebracht worden.
Update vom 27. August, 20.36 Uhr: Frankreich schickt vorerst keine Hilfen in die von der Sturzflut betroffene Region. Der französische Premier Sébastian Lecornu betonte laut dem französischen Nachrichtensender BFM, für Hilfe müssten „die betreffenden Länder uns darum bitten“. Das sei „zum jetzigen Zeitpunkt nicht der Fall“. Innerhalb der französischen Regierung liefen aber Gespräche über Hilfen für Nepal und Tibet. Diesbezügliche Angebote wurden über „diplomatische Kanäle“ weitergeleitet.
Update vom 27. August, 19.16 Uhr: Die Zahl der Todesopfer der Sturzflut in Nepal ist laut der Polizei auf 389 gestiegen. Zuvor war von 359 Toten allein in Nepal die Rede. Die Polizei sprach zudem von 466 Geretteten oder Verletzten. Premierminister Balen Shah teilte auf Facebook mit, mehr als 13.000 Einsatzkräfte von Armee und Polizei seien mobilisiert worden. Den Angaben des Premierministers nach konnten am Donnerstag (27. August) bei 69 Hilfsflügen 573 Menschen gerettet werden. China bestätigte bislang drei Tote.
Update vom 27. August, 18:42 Uhr: Der Dalai Lama teilte laut dpa mit, er bete für die Toten der Sturzflut im Himalaya und sprach den Betroffenen sein Mitgefühl aus. Zugleich warnte er: „Da diese Region bereits in der Vergangenheit von Katastrophen heimgesucht wurde, sind dies sicherlich Anzeichen für eine tiefer liegende Ursache“ – etwa den Klimawandel oder andere Faktoren.
Auch Papst Leo XIV. äußerte „den Trauernden sein von Herzen kommendes Mitgefühl“. König Charles III. erklärte, er und Königin Camilla seien erschüttert. „Das Vereinigte Königreich steht wie immer bereit, jenen in Not zu helfen“, schrieb er auf X. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte Deutschlands Unterstützung zu, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte europäische Hilfe an. Die USA stellten 500.000 US-Dollar für Notunterkünfte, Trinkwasser und weitere Hilfsgüter bereit. Laut Medienberichten werden inzwischen rund 1400 Menschen vermisst. Die Behörden rechnen mit weiter steigenden Opferzahlen.
Update vom 27. August, 17:37 Uhr: Chinas Zentralbank stellt für den Wiederaufbau nach der Sturzflut im Himalaja günstige Kredite von umgerechnet mehr als 630 Millionen Euro bereit. Besonders landwirtschaftliche und kleine Betriebe in Tibet sollen davon profitieren, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Auch chinesische Versicherungen kündigten schnelle Unterstützung an.
Unterdessen sind zahlreiche Helfer vor Ort. Ein erstes chinesisches Rettungsteam mit 141 Einsatzkräften ist inzwischen eingetroffen. Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung stellt nach eigenen Angaben rund eine Million Euro für erste Hilfsmaßnahmen bereit. Auch Ärzte ohne Grenzen ist im Einsatz.
Update vom 27. August, 15:15 Uhr: Die Zahl der Todesopfer in Nepal ist auf 359 gestiegen. Das teilte die nepalesische Polizei mit. Auf Chinas Seite sind bislang drei Tote bestätigt. Auf beiden Seiten werden noch Hunderte Menschen vermisst. 31 Trekking-Touristen sollen nach Angaben der Tourismusorganisation Nepal Tourism Board gerettet worden sein, darunter zwei Italiener und eine Person aus der Schweiz. 667 Reisende aus Nepal und dem Ausland würden noch vermisst.
Update vom 27. August, 14:33 Uhr: Die Angst vor einer weiteren Sturzflut in Nepal wächst. Etwa 18 Kilometer stromaufwärts vom Grenzübergang Rasuwagadhi habe Wasser einen etwa 11 Quadratmeter großen See aufgestaut, so die nepalesische Katastrophenschutzbehörde NDRRMA. Bewohnerinnen und Bewohner sollten in höchster Alarmbereitschaft bleiben und notwendige Vorsichtsmaßnahmen treffen.
Acht Deutsche nach Sturzflut am Himalaya vermisst
Update vom 27. August, 14:05 Uhr: Nach einem jüngsten Update der nepalesischen Polizei gelten 644 Menschen als vermisst, darunter sind auch acht deutsche Staatsangehörige und eine Person aus der Schweiz. Allein auf chinesischer Seite in Tibet werden nach Angaben chinesischer Staatsmedien mehr als 550 Menschen vermisst, darunter rund 260 Ausländer. Viele Orte sind weiterhin nur schwer zu erreichen. Einsatzkräfte suchen in den Schlammmassen nach Überlebenden.
Nach Katastrophe im Himalaya
Update vom 27. August, 13.02 Uhr: Nach der Flutkatastrophe im Himalaya befürchten die chinesischen Behörden mögliche weitere Überschwemmungen. Das chinesische Staatsfernsehen berichtete unter Berufung auf das Ministerium für Wasserressourcen, dass sich auf der nepalesischen Seite an einer Flussmündung ein Stausee gebildet habe, der das Risiko eines Dammbruchs berge.
Bereits zwei Millionen Kubikmeter Wasser hätten sich in dem neuen See angesammelt, und es könnten noch drei Millionen Kubikmeter hinzukommen; zudem sei der See schon übergelaufen. Luftaufnahmen im Staatsfernsehen zeigten den See, der sich nahe dem von der Sturzflut stark betroffenen Grenzposten Gyirong befinden soll, jedoch noch auf nepalesischem Gebiet liege. Die Behörden überwachten die Situation weiterhin und führten Berechnungen durch.
Dieses erhöhte Risiko erschwert die ohnehin komplizierten Rettungsarbeiten zusätzlich. Die betroffene Gebirgsregion entlang der Flüsse ist schwer zugänglich. Chinesische Rettungsteams konnten den von Schlammmassen eingeschlossenen Grenzübergang Gyirong zunächst nur aus der Luft oder nach langen Autofahrten erreichen.
Update vom 27. August, 11.34 Uhr: Nach der Flutkatastrophe im Grenzgebiet zwischen Nepal und China hat die nepalesische Armee zahlreiche Menschen aus der betroffenen Region evakuiert. Insgesamt wurden 336 Personen ausgeflogen, darunter befanden sich auch 45 ausländische Staatsangehörige, informierte die Armee über Facebook.
Laut Angaben von Armeesprecher Raja Ram Basnet gegenüber der dpa handelte es sich bei den ausländischen Evakuierten um 11 Personen aus Indien, 6 aus China, sowie jeweils 2 aus den USA und Italien. Die Armee berichtete, dass die Evakuierungen aus den Regionen Timure, Dhunche und Mailung per Lufttransport erfolgten. Zusätzlich seien 4.000 Soldaten in die Such- und Rettungsaktionen eingebunden und würden medizinische Notfallhilfe leisten.
Update vom 27. August, 10.26 Uhr: Die Flutkatastrophe im Himalaya hat ganze Ortschaften verwüstet. Augenzeugen schildern gegenüber der dpa ihre Erlebnisse: „Gestern war der schlimmste Moment unseres Lebens. Viele von uns haben es rechtzeitig geschafft, sich in Sicherheit zu bringen – aber viele andere nicht“, sagte Suraj Silwal, Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Bidur. Die Gemeinde wurde besonders schwer von der Sturzflut getroffen. „Mein Freund und seine Mutter werden noch vermisst – sie wurden aus ihrem eigenen Haus fortgerissen.“
Die Such- und Rettungsaktionen seien jedoch sehr schwierig, erzählte Silwal. „Es gibt Gebiete, die wir noch immer nicht erreichen können – da sind keine Brücken mehr, es gibt keine Durchfahrt. Alles sieht so trostlos aus.“ Die Helfer arbeiten sich Stück für Stück vor und halten Ausschau nach Überlebenden.
Zahl der Opfer nach Sturzflut steigt weiter
Update vom 27. August, 6.18 Uhr: Nach der verheerenden Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und China steigt die Zahl der Opfer und der Vermissten weiter an. Auf chinesischer Seite stieg die Zahl der Vermissten auf 558 Personen, darunter 260 Ausländer, wie das chinesische Staatsfernsehen mitteilte. Am Tag zuvor hatten die Behörden noch von 265 Vermissten gesprochen.
In Nepal ist Behördenangaben zufolge die Zahl der Vermissten auf 826 gestiegen. Damit steigt die Gesamtzahl der Vermissten in Nepal und in China auf mehr als 1300. Die nepalesische Polizei berichtete von 162 Todesopfern, wie aus einem Beitrag auf der Plattform X hervorging. Mehr als 40 Verletzte erhielten demnach medizinische Versorgung in Krankenhäusern. Es wird erwartet, dass die Zahl der Opfer weiter steigt. Bishow Raj Adhikari, der Leiter der nepalesischen Touristenpolizei, sagte der Deutschen Presse-Agentur darüber hinaus, dass derzeit mehr als 350 Touristen nicht erreichbar seien, darunter auch acht Personen aus Deutschland.
Update vom 26. August, 21:19 Uhr: Nach der katastrophalen Sturzflut in einer Gebirgsregion von Nepal ist die Zahl der Todesopfer erneut gestiegen. Es seien mindestens 157 Menschen gestorben, teilte die Polizei des Landes auf der Plattform X mit. Hunderte Menschen – darunter mehr als 400 Reisende aus Nepal und aus dem Ausland sowie Polizisten und Soldaten – werden vermisst.
Laut einem Bericht der Zeitung The Kathmandu Post ereignete sich die Überschwemmung, nachdem eine Eislawine auf der chinesischen Seite der Grenze zu Nepal einen Nebenfluss des Bhotekoshi blockiert hatte. Dadurch habe sich ein vorübergehender See gebildet, der anschließend über die Ufer getreten sei. Nepals Außenminister Shisir Khanal erklärte vor dem Parlament, dass ein Erdbeben die mutmaßliche Unglücksursache sei. Das legten erste Berichte nahe, so Khanal. Zudem registrierte das Deutsche GeoForschungsZentrum (GFZ) ungefähr sieben Minuten vor dem Erdrutsch, den Überwachungskameras festhielten, einen Erdstoß der Stärke 4,4.
Satellitenbilder deuteten darauf hin, dass eine Lawine aus Schnee und Fels eine Mure im Fluss Lhende ausgelöst habe, teilte die nepalesische Katastrophenschutzbehörde mit.
Update vom 26. August, 16:15 Uhr: Gewaltige Schlamm- und Wassermassen überfluteten auch den Grenzübergang Gyirong in Tibet. Das chinesische Staatsfernsehen meldete zwar einen Erdrutsch in Tibet, zur Zahl der Toten und Verletzten äußerte sich die Regierung in Peking zunächst nicht. Gyirong ist ein wichtiges Zentrum für den Reise- und Warenverkehr zwischen China und Nepal.
Zahl der Todesopfer steigt nach Sturzflut weiter
Update vom 26. August, 16:06 Uhr: Die Zahl der Todesopfer ist auf mindestens 95 gestiegen, teilt die nepalesische Polizei in einem Update auf der Plattform X mit. Es gibt bislang 41 Verletzte.
Update vom 26. August, 15:10 Uhr: Brücken sind zerstört und ganze Ortschaften verwüstet – mindestens 31 Menschen starben bei einer massiven Sturzflut an der Nepal-China-Grenze am Mittwochmorgen (26. August). Hunderte werden noch vermisst. Besonders betroffen sind mehrere Siedlungen in den Bezirken Rasuwa und Nuwakot am Ufer des Flusses Trishuli. Die Region ist als Ausgangspunkt für Trekking-Touren beliebt, der Kontakt zu etwa 400 Menschen ist abgebrochen. Die Behörden warnen.
Sturzflut in Nepal: Zahl der Todesopfer steigt auf mindestens 31
Update vom 26. August, 14:40 Uhr: Nach der verheerenden Sturzflut in der Gebirgsregion in Nepal ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 31 gestiegen, teilt die BBC unter Berufung auf die Behörden mit. Bislang wurden 39 Menschen verletzt. Die Zahl der Opfer dürfte noch weiter steigen. Hunderte Touristen, darunter auch mehr als 290 Ausländer aus Deutschland, den USA und Spanien, gelten noch als vermisst. Die nepalesische Armee hat nach Angaben ihres Sprechers Rajaram Basnet 88 Menschen gerettet, die von den Fluten eingeschlossen worden waren, berichtet The Kathmandu Post.
Update vom 26. August, 14:20 Uhr: Nepals Militär hat dutzende Helikopter mobilisiert, um betroffene Menschen aus dem Katastrophengebiet nördlich von Kathmandu zu retten. Auf Facebook teilt das Militär verschiedene Videos von seinen Rettungsaktionen. Darauf ist unter anderem zu sehen, wie Überlebende mit Seilwinden aus dem Schlamm in Sicherheit gebracht werden.
Update vom 26. August, 13:55 Uhr: Die verheerende Sturzflut wurde nach ersten Erkenntnissen von einem Erdbeben ausgelöst, wie Nepals Außenminister Shishir Khanal dem Parlament mitgeteilt haben soll, heißt es bei der BBC. Das Erdbeben löste eine Lawine aus, die wiederum zu Sturzfluten geführt haben soll. Diese Informationen würden jedoch noch überprüft. Laut The Kathmandu Post hätten Beamte der nepalesischen Hochwasservorhersagebehörde angegeben, inoffizielle Informationen erhalten zu haben, wonach ein Erdrutsch in Tibet einen Fluss blockiert haben könnte, bevor der aufgestaute Fluss über die Ufer trat.
Sturzflut im Himalaya: Erste Tote bestätigt
Erstmeldung vom 26. August 2026: Wasser- und Schlammmassen haben in der Grenzregion zwischen China und Nepal mindestens 17 Menschen das Leben gekostet, berichtet die BBC unter Berufung auf die nepalesische Polizei. Hunderte Menschen, darunter auch 384 Touristen aus Deutschland, den USA und Spanien, werden noch vermisst.
Nach dem Abgang einer massiven Schlammlawine am Mittwochmorgen (26. August) ist das Ausmaß der Schäden in der Region zunächst noch unklar. Die Zerstörung ist jedoch großflächig. Nach Angaben des Auswärtigen Amts sind die Orte Timure und Syarubesi, im Rasuwa-Distrikt und Langtang betroffen. Auf Videos aus Nepal in den sozialen Netzwerken ist zu sehen, wie eine Brücke von den Fluten weggerissen und mehrstöckige Gebäude einstürzen.
Einsatz der Armee angekündigt
Nach Berichten der Zeitung The Kathmandu Post und anderer nepalesischer Medien richteten die Wasser- und Schlammmassen große Zerstörungen in Ortschaften und an Infrastruktur entlang des Flusses Bhotekoshi an, der im Hochland von Tibet entspringt und die nepalesische Provinz Bagmati durchfließt. Unter anderem seien Häuser und Brücken zerstört oder beschädigt worden.
Nepals Regierungschef Balendra Shah kündigte den Einsatz der Armee und weiterer Sicherheitskräfte für die Rettungsmaßnahmen an. Die Behörden gaben für die flussabwärts gelegenen Gebiete in dem Himalaya-Staat eine Katastrophenwarnung heraus. Unklar war zunächst, was die Sturzflut ausgelöst hat. Nicht ausgeschlossen wurde, dass ein sogenannter Gletscherseeausbruch dazu geführt haben könnte. Dabei entleert sich plötzlich ein Gletschersee in Form von Flutwellen.
Zahlreiche Opfer und Vermisste befürchtet
Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete von Befürchtungen über zahlreiche Opfer und Vermisste am Grenzübergang im Kreis Gyirong im Südwesten der Region Tibet. Genauere Angaben lagen nicht vor. Die nepalesische Tourismusbehörde spricht in einer Meldung von rund 384 vermissten Urlaubern.
Die Schlammlawine habe die Straßen zu dem Grenzübergang sowie die Stromzufuhr und Kommunikationsverbindungen abgeschnitten, berichtete Xinhua. Videoaufnahmen in sozialen Medien und Fotos zeigten, wie die braunen Schlammmassen das Flusstal überspülten.
Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping forderte, die Vermissten mit allen Mitteln zu suchen und Menschen in der Region in Sicherheit zu bringen, wie Xinhua meldete. Zudem mahnte er demnach, das Frühwarnsystem zu stärken. Xi gibt solche Anweisungen in der Regel nur bei besonders schweren Unglücken. Zudem schickte er mit Zhang Guoqing einen ranghohen Kader der Kommunistischen Partei in die betroffenen Region, um die Rettungsmaßnahmen zu überwachen. (Quellen: dpa) (kiba)