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Eintracht Braunschweig

Sport

2. Bundesliga Traumstart adé: Eintracht Braunschweig unterliegt Bochum Stand: 14.08.2026 22:40 Uhr Auf die Euphorie folgte der Dämpfer: Eintracht Braunschweig hat am Freitagabend seine Heimspiel-Premiere gegen den VfL Bochum mit 0:1 (0:1) verloren und damit einen perfekten Start in die neue Saison der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. von Philipp Nesbach Nach einer starken Anfangsphase der Niedersachsen schlugen die Gäste gleich mit ihrer ersten gefährlichen Aktion zu: Nach toller Vorarbeit von Koji Miyoshi brachte Bochums Sturmtank Philipp Hofmann sein Team mit seinem 85. Zweitliga-Treffer in Front (18.) - und zog den bis dahin deutlich besseren "Löwen" den Zahn. Zwar hatten beide Mannschaften in der Folge gute Einschussmöglichkeiten, doch fehlte vor allem den Hausherren am Ende die Genauigkeit. In der zweiten Halbzeit flachte die Partie ab, weil der VfL geschickt verteidigte. Eintracht-Kapitän und -Torhüter Ron-Thorben Hoffmann ärgerte sich nach dem Spiel: "Wir bringen uns um unseren Lohn, weil wir einmal nicht wach sind." Der Auftritt seiner Vorderleute sei ein weiteres Mal "sehr mutig" gewesen, aber: "Vielleicht waren wir im letzten Drittel nicht so sauber wie gegen Magdeburg", so der 27-Jährige. Nach der Heimniederlage ist das Team von Trainer Lars Kornetka mit drei Punkten nach zwei Spielen zwar im Soll, muss in 14 Tagen gegen Hertha BSC, erneut im Stadion an der Hamburger Straße, allerdings den guten Eindruck vom 6:1-Auftaktsieg bestätigen. Am kommenden Sonntag empfangen die "Löwen" in der ersten Runde des DFB-Pokals nun erst einmal den 1. FC Union Berlin (ab 15:30 Uhr im NDR Livecenter). Braunschweig startet druckvoll Wenig überraschend sah Eintracht-Coach Kornetka nach dem furiosen Auswärtserfolg in Magdeburg kaum Anlass für personelle Veränderungen und justierte gegen die noch punkt- und torlosen Gäste aus dem "Pott" nur auf einer Position nach: Im Abwehrzentrum rückte Winterneuzugang Andi Hoti für Lukas Frenkert in die Startelf. Und die "Löwen" begannen bissig: Vom Anpfiff weg pressten die Niedersachsen hoch und ließen den VfL zunächst nicht ins Spiel kommen. Schon in der 4. Minute hätte die Kugel nach einer Eintracht-Ecke im Gäste-Tor liegen können, doch Jan Urbich, Doppeltorschütze in der Vorwoche, traf im Getümmel den Ball nicht voll. Auch danach war den Hausherren der Auftrieb des Auftaktsiegs anzumerken: Selbst eine Freistoß-Distanz von fast 40 Metern hielt Mehmet Aydin nicht davon ab, aus zentraler Position direkt auf den Kasten zu ziehen - Bochums Keeper Timo Horn konnte den Ball nur über die Latte lenken (7.). Bochum trifft - und bringt die "Löwen" aus dem Tritt Nach der Anfangsviertelstunde standen 6:1 Torschüsse und 67 Prozent Ballbesitz für die Gastgeber zu Buche. Und doch klingelte es urplötzlich auf der Gegenseite. Ein langer Freistoß von Bochums Berkan Taz landete im Sechzehner der "Löwen", wo Miyoshi gedankenschnell und sehr geschickt mit der Brust auf Hofmann ablegte. Der Angreifer zog davon, schloss wuchtig mit links ab und ließ Braunschweig-Schlussmann Hoffmann keine Chance - 1:0 für den VfL (18.). Die Eintracht musste sich nun erst einmal schütteln - das Spiel wurde hitziger. Die Folge: Vier Gelbe Karten, unter anderem für Bochums Trainer Uwe Rösler und sein Pendant Kornetka. Nach einer halben Stunde hätten die Gäste dann erhöhen können: Gerrit Holtmann flankte von links in den Strafraum und fand erneut VfL-Stürmer Hofmann. Dessen Kopfball konnte Hoffmann nur vor die Füße von Miyoshi klären, der die Kugel allerdings über das Tor drosch. Die Gäste waren nun endgültig im Spiel - und nach Torversuchen längst gleichgezogen. Mit 0:1 aus "Löwen"-Sicht ging es in die Kabinen. Der Eintracht fehlt der letzte Pass Nach der Pause brachte Kornetka Neuzugang Maximilian Entrup für den gelbverwarnten Samuele Di Benedetto - und der hätte kurz nach Wiederanpfiff sogleich seinen Premierentreffer feiern können, doch sein Abschluss nach Aydin-Flanke wurde im letzten Moment geblockt (48.). Anschließend gab es hüben wie drüben Annäherungsversuche, insgesamt aber wenig Zwingendes. Nach knapp einer Stunde wechselten die Gäste dreifach, und auch Kornetka brachte mit Lino Tempelmann und Junior Zé noch einmal frische Offensivkräfte. Während dem BTSV allmählich die Zeit davonlief, waren die Bochumer um Ruhe im Spiel bemüht und hatten es nach vorn nicht mehr allzu eilig. Die Gastgeber wiederum taten sich im letzten Drittel schwer - auch, weil die Rösler-Elf die Räume geschickt eng machte und in der gefährlichen Zone immer noch ein Bein dazwischen bekam. Kurz vor Schluss wirkte es dann kaum noch so, als könnten die Braunschweiger hier noch zum Ausgleich kommen. Und so halfen den "Löwen" auch vier Minuten Nachspielzeit nicht - die effizienteren Gäste gingen als Sieger vom Platz.

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