Eintracht Frankfurt: Ebnoutalib erklärt Entscheidung für DFB und gegen Marokko
Für Younes Ebnoutalib war Bundestrainer Jürgen Klopp ein ganz starkes Argument, für Deutschland und nicht für Marokko zu spielen. „Es ist sehr, sehr krass, ein sehr schönes Gefühl. Klopp ist einer der besten Trainer der Welt. Und ja, es gibt schon positive Energie“, sagte der Angreifer von Eintracht Frankfurt im Teamquartier der Nationalmannschaft in Herzogenaurach. Der 23-Jährige hat auch mit Marokkos Nationalcoach Mohamed Ouahbi gesprochen. Aber: „Wenn Kloppo dich anruft, muss man hingehen.“
Klopp hat den Stürmer in sein Aufgebot für die ersten Länderspiele der Nations League gegen die Niederlande am Donnerstag (20:45 Uhr/RTL) in Amsterdam und drei Tage später in Augsburg gegen Griechenland berufen. Ebnoutalib ist neben Kai Havertz (27) der einzige nominelle Angreifer im ersten DFB-Block und kann somit auf seine Premiere im Nationaltrikot hoffen. „Also ich weiß noch nichts. Ich versuche einfach, mein Bestes zu geben, und hoffe, dass ich dann viel Spielzeit bekomme“, sagte er zu möglichen Einsatzzeiten.
Für Frankfurt erzielte Ebnoutalib an den ersten vier Bundesliga-Spieltagen vier Treffer. Beeindruckt hatte er Klopp allerdings schon bei seinem SGE-Debüt Anfang des Jahres nach seiner Verpflichtung von der SV Elversberg. „What the …? Wo haben die den denn her?“, habe er gedacht, verriet der DFB-Trainer bei der Pressekonferenz zur Nominierung. „Er war schwer verletzt, kam zurück. Seine Art, zu spielen, seine Bereitschaft, alles rauszuhauen, seine Schlauheit im Spiel auf der letzten Linie, ist richtig gut. Er ist ein großes Talent, das jetzt schon alles gesehen hat.“
DFB-Neuling Ebnoutalib drückt Marokko weiter die Daumen
Die ersten Eindrücke im DFB-Camp haben Ebnoutalib begeistert. Klopp habe schon in der ersten kurzen Ansprache die Erwartungen deutlich gemacht. „Einfach, dass wir mit Stolz die deutsche Nationalmannschaft präsentieren, Gas geben, auch wenn es mal nicht läuft, 100 Prozent trotzdem dabei sind, alles reinhauen“, erzählte der Angreifer, der über Italiens 3. Liga und die Regionalliga den Weg in den Profifußball fand.
Seine Verbindung zu Marokko, wo er im Sommerurlaub auch die WM verfolgte, sei von seiner Entscheidung für die DFB-Elf ungebrochen. „Ich liebe beide Länder, es sind beide meine Herkunftsländer und ich drücke Marokko weiterhin auch auf jeden Fall die Daumen“, erklärte Ebnoutalib, dessen Frankfurter Sturmkollege Jonathan Burkardt (26) von Klopp in den zweiten Kader für die Spiele am 1. Oktober in München gegen Serbien und drei Tage darauf in Thessaloniki gegen Griechenland berufen wurde.