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Eintracht Frankfurt und die Hütter-Gaudi am Chiemsee

Sport

Startseite Eintracht Eintracht Frankfurt und die Hütter-Gaudi am Chiemsee Von: Ingo Durstewitz Uns auf Google folgen Eintracht-Trainer Adi Hütter muss im Trainingslager in Grassau mit einer unfertigen Mannschaft arbeiten. Zweites Testspiel im Geheimen – eine behördliche Anordnung. Grassau – Der zweite offizielle Auftritt der Frankfurter Eintracht in der Vorbereitung auf die neue Saison, in der so vieles (oder, besser, alles) besser werden soll, wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit über die Bühne gehen. Nach dem freundschaftlichen Auftakterfolg beim 7:1 gegen den Fünftligisten FC Gießen testet die Mannschaft von Adi Hütter am Sonntag, 15.30 Uhr, im Rahmen ihres Trainingslagers in Grassau, Chiemsee, gegen den türkischen Spitzenklub Trabzonspor – im Geheimen. Der Klub verzichtete sogar darauf, den Austragungsort bekanntzugeben, damit die Anhänger erst gar nicht auf die Idee kommen, in die Nähe der Spielstätte zu pilgern. Das hat, so fair muss man sein, wenig mit Abschottung oder Ausgrenzung zu tun. Die Eintracht entschuldigte sich sogar explizit für den Geisterhaus-Rückzug, aber ihr sind nun mal die Hände gebunden. Es ist vielmehr eine behördliche Anordnung. Testspiel gegen Trabzon im Geisterhaus Die wiederum hat ihren Ursprung im Jahr 2015. Damals fielen einige Frankfurter Randalierer mal wieder aus der Reihe, in Eugendorf bei Salzburg lieferten sie sich nach einem Testspiel gegen Leeds United eine wilde Massenschlägerei mit den Engländern, auf dem Sportplatz und in der Stadt. 21 Fans aus Deutschland wurden festgenommen. Und noch heute wirken die Krawalle nach: Eintracht-Anhänger sind in manchen Regionen bei Testspielen ihrer Mannschaft auf kleinen Sportanlagen nicht mehr gern gesehen. Daher der Bannstrahl. Absolut Eintracht - der Newsletter ⚽ Jetzt den kostenlosen Newsletter abonnieren und Teil der SGE-Community werden. So bleibst du immer auf dem Laufenden! HIER geht‘s direkt zur Anmeldung Der Österreicher Adi Hütter hätte gerne ein paar Fans vor Ort begrüßt, doch für den Cheftrainer geht es in erster und zweiter Linie darum, sein Team möglichst gut auf die neue Spielzeit vorzubereiten; eine Spielzeit, die unter dem Banner Versöhnung und Aussöhnung steht. Da ist jedes Privatspiel und jedes Training recht, und Übungseinheiten wird es zuhauf geben in den kommenden Tagen bis zum Abschluss der ersten Vorbereitungsphase. Die endet mit der Begegnung bei den Freunden von Waldhof Mannheim am Samstag in einer Woche, 1. August, 17 Uhr. Die Eintracht-Entourage fliegt direkt aus Bayern ein. Anschließend gönnt der Fußballlehrer seinen Spielern ein paar freie Tage. Bis dahin wird freilich durchgepowert. Am Donnerstag verabschiedet sich der Eintracht-Tross gen Süden, Zielort Grassau, eine beliebte Destination für professionelle Fußballklubs. Die Bayern waren schon da, auch Mainz 05. Am Chiemsee wird die Eintracht für acht Tage ihr Quartier aufschlagen, gibt sich mit dem VfB Stuttgart die Klinke in die Hand, der danach am Feintuning für die bevorstehende Runde feilen wird. Eintracht-Trainer Hütter wird gleichwohl mit einer unfertigen Mannschaft arbeiten müssen. Das liegt zum einen daran, dass noch nicht alle WM-Fahrer wieder an Bord sind. Nathaniel Brown (FC Bayern München, saubere 55 Millionen) und Aurele Amenda (Coventry City, fast schon unglaubliche 20 Millionen) haben ihre Zelte ganz abgebrochen, Can Uzun und Ellyes Skhiri sind zwar wieder eingegliedert und auch Ritsu Doan wird in Grassau zum Team stoßen. Doch Arthur Theate, Fares Chaibi, Ayoube Amaimouni und auch Elye Wahi werden erst Anfang August zurückerwartet. Aber was heißt das schon, so ganz generell? Sportvorstand Krösche muss nach verkorkster SGE-Saison liefern Die Mannschaft wird im Laufe der Vorbereitung noch ein anderes Gesicht bekommen. Keiner weiß aktuell, wie das Team aussehen wird, das am 21. August im Pokal beim Federgewicht SC St. Tönis und acht Tage später in der Bundesliga beim Mittelgewicht Union Berlin antreten wird. Und in welcher personeller Zusammenstellung es nach dem 2. September, nach Schließung des Transferfensters, es die erste Saisonhälfte angehen wird. Der Kader muss auf jeden Fall ausgedünnt und verschlankt werden. Und da ist nicht nur die Rede von den zuletzt schon verliehenen Akteuren wie Niels Nkounkou, Eric Dina Ebimbe und Jessic Ngankam. Auch nicht von einem Chancenlosen wie Michy Batshuayi oder von Noel Futkeu, der zwar von Greuther Fürth für nur 1,3 Millionen Euro zurückgekauft wurde, aber nur, um ihn noch teurer wieder zu verhökern: Gut zehn Millionen Euro schweben der Sportführung vor. Interessenten gibt’s aus dem Ausland und aus der Bundesliga, nicht aus der oberen Hälfte, aber darunter. Sie sollen nach Möglichkeit alle gehen. Genauso wie Elye Wahi, der zwar einen Markt hat, aber selbst durchaus wählerisch ist bezüglich eines potenziellen neuen Arbeitgebers. Die Eintracht rechnet mit 20 Millionen Euro, die sie reinvestieren würde, am liebsten in Arnaud Kalimuendo. Doch niemand weiß, ob Nottingham den Stürmer ziehen lässt. Oliver Glasner leitet Forest jetzt an, der ist zwar als Europa-League-Held aus Frankfurt geschieden, aber nicht ganz im Frieden. Unlängst äußerte er sich lobend über Kalimuendo. XXL-Umbruch bei der Eintracht? Zahlreiche SGE-Stars dürfen gehen Nein, es geht auch um Spieler, die zuletzt noch zum Stamm zählten, jetzt aber einen eingeschränkten Zukunftshorizont in Frankfurt haben. Akteure wie Theate, Chaibi oder Skhiri. Und auch Profis wie Jean-Matteo Bahoya, Hugo Larsson und sogar Ritsu Doan dürften sich wohl verändern, wenn sie wollen – und der Preis stimmt. Das ist essenziell. Der Klub ist auf gewaltige Erlöse angewiesen. Die reinvestiert werden sollen, aber nur zum Teil.

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