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Eintracht Frankfurt wegen Hütters Kaderplan unter Verkaufsdruck

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Startseite Eintracht Eintracht Frankfurt wegen Hütters Kaderplan unter Verkaufsdruck Von: Ingo Durstewitz Uns auf Google folgen Dina Ebimbe wechselt vorbehaltlich des Medizinchecks bis 2028 zu Schalke. Die Eintracht hatte ihn 2023 für 6,5 Millionen Euro von Paris Saint-Germain geholt. Frankfurt am Main – Nach dem letzten Testspiel der Eintracht, dem dürren 1:0-Erfolg bei Waldhof Mannheim, hatte es Eric Dina Ebimbe eilig. Der 25-Jährige schleppte einen Rollkoffer hinter sich her und verabschiedete sich wortlos, aber gestenreich vom Frankfurter Trainer Adi Hütter. Das war gar nicht so leicht, Ebimbe wollte nicht stören, der Fußballlehrer war im Mediengespräch. Also winkte der Kicker seinem Chef unbeholfen von der Seite zu, lächelte schüchtern. Ahnte Ebimbe da, dass er nach den drei freien Tagen nicht mehr nach Frankfurt zurückkehren würde? So genau weiß man es nicht. Aber klar ist jetzt, dass der 30-Minuten-Auftritt des Spielers in Mannheim der letzte im Eintracht-Dress gewesen ist. Mit ziemlicher Sicherheit für immer. Toppmöller strich Dina Ebimbe bei der Eintracht aus dem Kader Der Franzose wird – vorbehaltlich des bestandenen Medizinchecks – zum FC Schalke 04 wechseln, erhält beim Aufsteiger einen Vertrag bis ins Jahr 2028. Mit der Option auf eine weitere Spielzeit. Das ist eine solide Basis für den Spieler, der als Bruder Leichtfuß gilt, als Filou. Ex-Trainer Dino Toppmöller sortierte ihn aus, verbannte ihn aus dem Mannschaftskreis, weil er die Harmonie gefährdet und die Homogenität ins Wanken gebracht hat. Eine drastische Maßnahme, die keiner so aus Jux und Tollerei trifft. Absolut Eintracht – der Newsletter ⚽ Seien Sie näher an der Eintracht dran als je zuvor! Unser SGE-Newsletter versorgt Sie mit den wichtigsten News, liefert Ihnen Videos, Reportagen und exklusive Interviews direkt und ganz bequem in Ihr Postfach. Jetzt den kostenlosen Newsletter abonnieren und Teil der SGE-Community werden. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden! Sind Sie dabei? HIER geht‘s direkt zur Anmeldung! Eric Dina Ebimbe ist ein Paradebeispiel dafür, dass manche Konstellationen einfach nicht funktionieren, was nichts mit dem generellen Leistungsvermögen zu tun haben muss. Ebimbe, ein wuchtiger Typ, ein Modellathlet, bringt vieles mit, um einer Mannschaft helfen zu können. Doch zu einem wertvollen, verlässlichen Fußballer gehören auf diesem Level weit mehr als nur die sportlichen Fähigkeiten. Da geht es um Sozialkompetenz, Seriosität und eine Lebenswelt, in der einem keine Flausen in den Kopf gesetzt werden, sondern in der ein Spieler geerdet wird. Ebimbe erklärt, sich geändert, alte Zöpfe abgeschnitten, sein Milieu verlassen zu haben, geläutert zu sein. Für die Eintracht reichte es dennoch nicht, vielleicht muss er auch einfach raus aus diesem Umfeld. Da ist zu viel passiert. Für die Hessen ist der Wechsel sportlich verschmerzbar, auch wenn sich Ebimbe qualitativ nicht hinter Elias Baum verstecken muss. Für den Klassenneuling aus dem Pott ist es ein guter Deal, zumindest dann, wenn der Akteur sich am Riemen reißt, sich eingliedert und von Verletzungen verschont bleibt. Er hat bewiesen, dass er einem Team etwas geben, in der Bundesliga mithalten und sogar über dem Durchschnitt performen kann. Das könnte etwas werden. Zumal das finanzielle Risiko für Schalke 04 überschaubar ist. Rund eine Million zahlen die Königsblauen für den polyvalenten Akteur, der zentral, aber auch auf der rechten Außenbahn spielen kann. Ein Schnäppchen. Die Eintracht hat sich eine recht hohe Weiterverkaufsbeteiligung einbauen lassen, 25 Prozent, die S04 nicht weiter wehtut, weil diese ja de facto nur greift, wenn der Spieler durchstartet. Und dann hätte er seinen Zweck erfüllt. Klausel im Vertrag mit Schalke könnte für die Eintracht noch etwas Geld retten Und für die Eintracht ist die Klausel ein Hintertürchen, um gegebenenfalls Kapital aus einem zukünftigen Transfer zu schlagen. Ansonsten hätte sie den Franzosen mit einigem Verlust gehen lassen, was nicht zu Sportvorstand Markus Krösches Ansatz passt. Die Frankfurter lösten den Spieler einst für 6,5 Millionen Euro von Paris Saint-Germain aus. Ein Minus also von etwa 5,5 Millionen Euro, wenn man nur plakativ die Summen miteinander vergleicht. Jetzt steht der Abgang unter dem Motto, plastisch-drastisch ausgedrückt: Hauptsache weg. Ebimbes Verkauf jetzt zeigt, dass sich die Eintracht unter ordentlichem (Verkaufs-)Druck bewegt. Denn vor Wochen forderte die sportliche Leitung noch eine höhere Ablöse, drei Millionen. Um den opulenten Kader aber zu reduzieren, keine Unruhe und Konfliktherde zu schaffen, ging sie mit dem Preis jetzt nach unten. Auch Trainer Adi Hütter wird langsam ungeduldig, machte öffentlich deutlich, dass er nicht gewillt ist, mit einem derart großen Aufgebot von 30 oder mehr Spielern zu arbeiten. Sportchef Krösche ist in der verzwickten Situation, die Akteure von der Payroll zu bekommen, sie aber nicht unter Preis abzugeben. Bei Ebimbe ist das verschmerzbar, er hätte ohnehin keine hohe Summe mehr eingebracht. Und auch bei Spielern wie Niels Nkounkou und Michy Batshuayi geht es darum, Platz im Aufgebot zu schaffen und das Gehaltsvolumen zu verschlanken. Gerade bei Stürmer Batshuayi stehen Ertrag (vier Tore) und Aufwand (knapp drei Millionen per annum) in keinem gesunden Verhältnis. Insofern würde die Eintracht ihn quasi zum Nulltarif hergeben, die Wüste ruft. Viel kniffliger ist die Situation bei einem Spieler wie Elye Wahi. Auch da wird die Eintracht ein Verlustgeschäft machen, das ist absehbar. Die im Winter 2025 investierten 26 Millionen wird sie nicht wieder reinholen, mit einem Betrag zwischen 17 und 20 Millionen wäre sie zufrieden.

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