Eintrachts Wettlauf gegen die Zeit auf dem Transfermarkt
absolutfussball.com Deutschland Eintracht Frankfurt Eintrachts Wettlauf gegen die Zeit auf dem Transfermarkt Von: Christopher Michel Das Debakel beim FC Brentford hat Eintracht Frankfurt die Augen endgültig geöffnet. Die Uhr tickt allerdings erbarmungslos. Frankfurt – Testspiele sind oftmals Muster ohne großen Wert. Wie häufig wurde schon von den besten Vorbereitungen aller Zeiten gesprochen, und anschließend ging im Ligabetrieb alles schief? Normalerweise gehen die Vereine daher nach diesen Kicks schnell zur Tagesordnung über. Bei Eintracht Frankfurt hat die 0:7-Klatsche beim FC Brentford allerdings etwas ausgelöst. Es war allen Beteiligten klar, dass der Klub aus dem Westen Londons ein dickes Brett, das es zu bohren gilt, sein würde. Zur Einordnung: Brentfords Kader hat einen geschätzten Marktwert von 565,5 Millionen Euro. Das wäre Rang zwei in der Bundesliga hinter dem FC Bayern München. Die Dimensionen in der Premier League, die im Gegensatz zur Bundesliga bereits am kommenden Wochenende beginnt, sind andere. Vom großen Eintracht-Umbruch fehlt noch jede Spur Das alles rechtfertigt aber ein solches Debakel nicht. Denn die aufgetauchten Probleme sind nicht neu, die Eintracht hat diese aus der vergangenen Saison mitgenommen. Dabei hatte Vorstandssprecher Axel Hellmann im Mai noch angekündigt: „Wir werden einen großen Umbruch nicht nur erleben, sondern ihn diesmal auch wirklich wollen.“ Viel passiert ist seitdem bisher nicht. Absolut Eintracht – der Newsletter ⚽ Seien Sie näher an der Eintracht dran als je zuvor! Unser SGE-Newsletter versorgt Sie mit den wichtigsten News, liefert Ihnen Videos, Reportagen und exklusive Interviews direkt und ganz bequem in Ihr Postfach. Jetzt den kostenlosen Newsletter abonnieren und Teil der SGE-Community werden. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden! Sind Sie dabei? HIER geht‘s direkt zur Anmeldung! Frankfurt hat mit Aurele Amenda, Nathaniel Brown und Rasmus Kristensen drei Stammkräfte für über 80 Millionen Euro abgegeben. Aus der zweiten Reihe gingen bisher Hrvoje Smolcic, Krisztian Lisztes, Junior Dina Ebimbe, Noel Futkeu, Simon Simoni und Mahmoud Dahoud, dessen Vertrag man auslaufen ließ. Und auf der Zugangsseite? Malik Pimpong ist ein vielversprechendes Talent im Sturm, aber keine Soforthilfe. Otavio muss in den kommenden Wochen physisch zulegen, er hat noch einen weiten Weg vor sich. Noel Aseko hat wegen seiner Kniebeschwerden noch keine Rolle gespielt. Und Raphael Onyedika hat Qualitäten, doch er muss sich in neuer Umgebung integrieren. Die Verpflichtung des defensiven Mittelfeldspielers liegt inzwischen 15 Tage zurück. Seitdem ist nichts mehr passiert, die Gerüchteküche brodelt kaum noch rund um das Lager der Hessen. Das ist trotz eines zähen Transfermarktes nach einer langen Weltmeisterschaft zu wenig. Inzwischen ist es zu einem Wettlauf gegen die Zeit geworden. Das Transferfenster schließt am 1. September und der Kader ist weiterhin unrund. Die Torhüterfrage hat erneut an Fahrt aufgenommen. Wie groß ist das Vertrauen in Kaua Santos? Der kicker bringt Noah Atubolu ins Spiel. Dessen Verpflichtung ist nach Informationen von Absolut Eintracht aktuell unrealistisch. Doch es fehlt noch an vielen anderen Stellen. Krösche sollte dem Kader einen Abwehrspieler mit Format, einen erfahrenen Außenverteidiger und einen Stürmer hinzufügen. Die Eintracht benötigt mindestens vier neue Akteure. Zudem gibt es im Hintergrund weiterhin Gerüchte um die Zukunft von Can Uzun. Was passiert, wenn der Türke in den kommenden zwei Wochen doch noch eine neue Herausforderung sucht? Eintracht hat Losglück im Pokal Der Beginn der Saison 2026/27 steht vor der Tür. Das Los im DFB-Pokal gegen den Oberligisten St. Tönis hat es gut gemeint mit den Hessen. Doch schon eine Woche später wartet die erste Herausforderung bei Union Berlin. Die Transfermarkt-Uhr tickt bis dahin erbarmungslos weiter. Die Reise zu den Eisernen ist traditionell knifflig. Frankfurt sollte bis dahin noch einige Fehler aus der Vergangenheit ausbügeln. Trainer Adi Hütter hat keine Chance verstreichen lassen, um auf die Mängel hinzuweisen. Der Österreicher sagte bereits nach dem 2:0-Testspielsieg gegen Hull City am 8. August: „Der Kader ist noch nicht so, wie wir ihn uns vorstellen.“ Der Druck auf Krösche und sein Team steigt somit. In der jetzigen Zusammensetzung werden die Frankfurter im Rennen um die europäischen Plätze wohl keine Rolle spielen. Doch in den kommenden 15 Tagen kann noch entscheidend nachjustiert werden.