Einzug der Wiesn-Wirte mit wichtiger Änderung
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Oktoberfest-Premiere: Einzug der Wiesn-Wirte mit wichtiger Änderung – auf Wunsch des Oberbürgermeisters
Von: Thomas Gautier
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Beim Einzug der Wiesn-Wirte ist dieses Jahr ein wichtiges Detail anders. Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause hat um einen Stopp gebeten. Was dahinter steckt.
München – Sie ziehen mit festlich geschmückten Kutschen und Brauereigespannen aufs Oktoberfest: Der traditionelle Einzug der Wiesnwirte ist jedes Jahr gleich: Von der Josephspitalstraße geht‘s quer durch die Stadt zur Theresienwiese. Doch dieses Jahr wird es eine markante Änderung geben.
Oktoberfest München: Einzug der Wiesn-Wirte hält an historischer Stelle
Die Stadt teilt mit: Die Kutsche von Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) wird kurz vor dem Anstich um 12 Uhr nicht direkt zur Schottenhamel-Festhalle fahren, sondern stoppt dieses Jahr am Eingang der Wiesn – direkt am Denkmal für die Opfer des Oktoberfest-Attentats vom 26. September 1980. Dort will Krause „für einen Moment des Gedenkens“ innehalten.
Auch die beiden Bürgermeisterinnen Mona Fuchs (Grüne) und Verena Dietl (SPD) werden mit Krause der zwölf Opfer der Bombe gedenken. „Stellvertretend für die gesamte Stadtpolitik und Festleitung“, so die Stadt in einer Mitteilung. Dort seien zu diesem Anlass zum Festbeginn Kränze niedergelegt.
Krause: „Das Oktoberfest zu feiern und den rechtsextremen Bombenanschlag von 1980 dabei nicht zu vergessen, das gehört für die Stadt München zusammen. Deswegen halte ich beim Wiesneinzug am Denkmal inne. Wenn wir nach dem Anzapfen eine ‚friedliche Wiesn‘ wünschen, werde ich an die zwölf Todesopfer und mehr als 200 Verletzten denken, deren Oktoberfestbesuch am 26. September 1980 mit brutaler, rechtsterroristischer Gewalt endete.“
Beim Attentat verloren 13 Menschen ihr Leben, unter ihnen auch der rechtsextreme Attentäter Gundolf Köhler. Die Hintergründe des Attentats sind bis heute nicht vollständig geklärt; das auf das Attentat folgende Ermittlungsverfahren wurde 1982 eingestellt. Bis heute bestehen Zweifel an der Einzeltätertheorie.