Eishockey: Alarm in Dresden! Halle kurz vor Spielbeginn evakuiert
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Ungewöhnlicher Vorfall im deutschen Eishockey! Beim DEL2-Spiel zwischen den Dresdner Eislöwen und den Blue Devils Weiden (5:1) wurde wenige Sekunden vor Spielbeginn ein Alarm ausgelöst. Die Halle musste daraufhin komplett geräumt werden.
Das gab´s in der 2007 eröffneten Joynext Arena noch nie: Die 3494 Zuschauer wurden per Lautsprecher-Durchsage aufgefordert, die Halle „zügig, aber ohne Hast“ über die sich automatisch öffnenden Notausgänge zu verlassen. Was reibungslos funktionierte. Auch beide Teams, die sich gerade zum ersten Bully aufstellten, mussten wieder vom Eis.
Grund war offenbar eine technische Störung. Obwohl es zum Glück nicht brannte, rückte die Feuerwehr mit Blaulicht an, weil nur sie in öffentlichen Gebäuden einen (Fehl)Alarm deaktivieren kann.
Spink: „So etwas noch nie erlebt“
„So etwas habe ich noch nie erlebt, die meisten von uns auch noch nicht“, erklärte Dresden-Stürmer Tyson Spink (33) nach der Partie. „Wir wussten erstmal gar nicht, was los war. Dann wurden wir darüber informiert, dass alle evakuiert werden und wir das Eis verlassen mussten. Wir haben dann versucht, fokussiert zu bleiben. Weil klar war, dass das Match noch gespielt wird. Wenn auch später.“
Eislöwen-Trainer Bo Subr (46): „Zuerst war da schon eine gewisse Unsicherheit, was gerade passiert. Das ist etwas, das du nicht kontrollieren kannst als Spieler, Trainer oder Staff. Zum Glück war die Lage ziemlich schnell wieder unter Kontrolle und wir mussten nicht so lange warten.“ Nach rund 15 Minuten durften die Fans unter Jubelgesängen wieder rein und beide Mannschaften für eine weitere kurze Erwärmung zurück auf die Spielfläche. Mit knapp halbstündiger Verspätung ging´s dann wirklich los. Und wie!
Eislöwen starten wie die Feuerwehr
Denn auf dem Eis begann der DEL -Absteiger im wahrsten Sinne wie die Feuerwehr. Noch keine Minute rum und schon traf Tomas Andres zur Führung. Die Eislöwen im ersten Drittel mit einem wahren Sturmlauf. Einziges Manko: Es fiel bis zur Pause nur noch ein weiteres Tor durch Tyson Spink zum 2:0. Der Kanadier legte im Mitteldrittel aber nach, David Suvanto sorgte mit dem 4:0 für mehr als nur die Vorentscheidung. Im Schlussabschnitt gelang Luis Marusch zwar der Ehrentreffer für Weiden, womit er Shootingstar Marvin Berbner (20) im Eislöwen-Tor den ersten Shootout vermasselte. Aber Ricardo Hendreschke stellte kurz vor Schluss wieder den alten Abstand her.
Doppel-Schütze Spink: „Klar hätten wir das eine oder andere Tor mehr schießen können. Aber Sieg ist Sieg.“ Immerhin der vierte in Folge, mit dem es vor dem Gipfeltreffen am Sonntag bei Spitzenreiter Düsseldorfer EG (4:3 nach Penalty bei den Lausitzer Füchsen) in der Tabelle rauf auf Platz fünf geht. Nochmal Spink: „Die DEG hat ein tolles Team und eine tolle Arena. Wir wollen dort ein gutes Spiel abliefern.“ Damit das klappt, fahren die Eislöwen sogar schon am Samstag in die Rheinmetropole. Hoffentlich ohne Fehlalarm...