Ekaterina Leonova erzählt: „Let's Dance“-Partner Detlef Soost weinte nach dem Training
Unter dem Namen „Ekat“ ist Ekaterina Leonova (38) einem breiten TV-Publikum bekannt. Bei „Let's Dance“ führte sie bereits mehrere Kandidaten zum Sieg. Dabei übernimmt sie auch das Training ihrer jeweiligen Tanzpartner – und muss sich nach eigenen Worten auf deren unterschiedliche Bedürfnisse einstellen. „Du bist immer auch ein wenig Psychologin“, erzählt sie am Freitagabend in der „NDR Talk Show“. Leonova habe gelernt, auf die Menschen an ihrer Seite einzugehen.
Detlef Soost weinte nach dem Tanztraining für „Let's Dance“
Die Tänzerin erkenne, wenn ein Partner blockiert sei und deshalb nicht so auftreten könne, wie sie es sich vorstellt. In solchen Fällen spreche sie mitunter stundenlang mit ihm. Vor zwei Jahren sei ein Training für einen Kandidaten besonders belastend gewesen. „Das war Detlef Soost“, erzählt sie. „Der hat am ersten Abend nach dem Training geweint.“
Ekaterina Leonova hat vor Kurzem zudem ihre Memoiren veröffentlicht. Das Buch habe sie allerdings nicht selbst verfasst, sagt die 38-Jährige. Ausgangspunkt sei die Anfrage eines weiblichen Fans gewesen, die für ihr Abitur eine Arbeit schreiben wollte.
„Die habe ich aber nicht selber geschrieben“, erzählt Leonova. „Da habe ich gedacht, ich müsste alles erzählen. Und dann ist aus der Abiturarbeit ein richtiges Buch geworden“, berichtet die Tänzerin stolz. Darin schildert sie unter anderem ihre Kindheit in Russland.
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Ekaterina Leonova berichtet von Mobbing in der Schulzeit
Als Jugendliche sei sie sehr klein und zierlich gewesen, berichtet Leonova. Das habe auch ihr Erscheinungsbild in der Schule geprägt.
„Ich war sehr klein. Mit 15 war ich 1,46 Meter groß. Und da gab es nichts, nicht hinten, nicht vorne, gar nichts. Ich sah aus wie zehn Jahre und konnte umsonst mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, weil man dachte, ich sei ein Grundschulkind“, erzählt Ekaterina Leonova.
Auch die finanzielle Situation ihrer Familie habe eine Rolle gespielt. Ihre Mutter habe Kleidung umgenäht, damit sie eine Schuluniform oder etwas Vergleichbares tragen konnte. Später sei Leonova innerhalb eines Jahres auf 1,70 Meter gewachsen. In der Schule sei sie dennoch massiv gemobbt worden.
„Unsere Familie war nicht so reich, und deswegen hat Mama Klamotten umgenäht, damit ich eine Schuluniform hatte oder etwas Ähnliches. Ich sah nicht sehr vorteilhaft aus. Innerhalb eines Jahres bin ich gewachsen, dann war ich 1,70 Meter groß, aber es kam nichts dazu. Es hat eine Weile gebraucht, bis die Knochen eine Oberschicht bekommen haben. Mittlerweile würde sich das ausgehen.“
Krieg erschwert Besuche bei ihren Eltern in Russland
Inzwischen lebt Ekaterina Leonova in Deutschland. Wegen des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine kann sie jedoch nur selten nach Russland reisen. Ihre Eltern können sie ebenfalls nicht in Deutschland besuchen: Ihre Mutter dürfe wegen ihres Bluthochdrucks nicht fliegen. Ihr Vater sei an Krebs erkrankt. Wenn sie daran denke, müsse die Tänzerin weinen.
Für ihre Karriere als Tänzerin setzte Leonova nach eigener Darstellung schon früh viel in Bewegung. Als sie noch in Russland wohnte, wollte sie für einen Tanzworkshop nach Deutschland reisen. Ein strenger Beamter bei der Ausländerbehörde in Moskau habe ihr zunächst nicht geglaubt, dass sie Tänzerin sei.
„Da habe ich einen Chacha getanzt, ungefähr anderthalb Minuten. Die Leute, die da saßen, haben sogar applaudiert. Der Mann schaute immer noch sehr streng. Aber er hat mir mein Visum gegeben“, lacht Ekaterina Leonova.
Von Marko Schlichting
Das Original zu diesem Beitrag ""Nach dem Training geweint": Ekaterina Leonova packt in "NDR Talk Show" über "Let's Dance"-Partner aus" stammt von teleschau.