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Eklat um KI-Text: Boy George gibt nach Pro-Israel-Song Musicalrolle auf

Unterhaltung

Boy George sorgt mit seinem Song "We Will Dance Again", in dem er Israels Militäreinsatz in Gaza rechtfertigt, für einen Eklat. Als Konsequenz zieht er sich nun aus einer Musical-Produktion von "Jesus Christ Superstar" zurück. Vor wenigen Tagen veröffentlichte Boy George einen neuen Song. "We Will Dance Again" sei mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) entstanden, erklärte die 80er-Jahre-Ikone bei Instagram-Threads: "Ehrlich gesagt würde ich es schwer finden, so etwas mit einem Menschen zu schreiben." Welche Teile des Songs KI-basiert sind, ließ er offen. "Ich nenne es 'KI für Gutes'", erklärte er in seinem Beitrag. Der Reggae-Song beginnt mit der Textzeile: "You say genocide, I say war. When you're attacked, that's what the army's for." ("Du sagst Völkermord, ich sage Krieg. Wenn man angegriffen wird, dafür ist die Armee da.") Boy George rechtfertigt in dem Track das Vorgehen der israelischen Regierung in Gaza und attackiert prominente Kollegen, die den Krieg verurteilt und ihre Solidarität mit den Menschen in Gaza gezeigt haben: "Musiker halten Flaggen hoch und plappern wie Schafe." Mit "We Will Dance Again" trägt der Song denselben Titel wie ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 2024 über den von der Hamas angeführten Angriff auf das Nova Music Festival in Israel am 7. Oktober 2023. In einer Textzeile singt George darüber, dass die israelischen Zivilisten "für das Verbrechen des Tanzens" ermordet worden seien. Die Veröffentlichung sorgte für so viel Empörung, dass sich der Sänger nun genötigt sah - oder von seinem Management genötigt wurde -, aus einer Musical-Produktion von "Jesus Christ Superstar" in London noch vor der Premiere am Sonntag auszusteigen. Boy George hätte in dem Musical-Klassiker die Rolle von König Herodes spielen sollen. Manager meldet sich zu Wort "Die Entscheidung wurde mit größtem Respekt gegenüber den Produzenten, dem Kreativteam und dem gesamten Ensemble getroffen. Wir sind dankbar für die Professionalität und das Verständnis, das sie während der gesamten Zeit gezeigt haben, und wünschen allen Beteiligten von Herzen viel Erfolg mit der Produktion", schrieb Boy Georges Manager Paul "PK" Kemsley am Donnerstag bei Instagram. Bei den Fans, die bereits Karten für die Aufführung gekauft haben, entschuldigte er sich ausdrücklich: "Wir sind zutiefst dankbar für ihre anhaltende Treue und Unterstützung." Boy George habe nie davor zurückgeschreckt, zu seinen persönlichen Überzeugungen zu stehen, erklärte Kemsley weiter. Dafür habe er ihn stets respektiert. Doch er trage als Manager die Verantwortung dafür, dass Entscheidungen getroffen werden, "die im besten Interesse meines Künstlers liegen und gleichzeitig anderen gegenüber Respekt zeigen". In diesem Fall habe er es für angebracht gehalten, dass sich Boy George aus der Musical-Produktion zurückzieht, damit "alle Beteiligten mit gegenseitigem Respekt und gutem Willen voranschreiten können", so Kemsley. Boy George hatte bereits in der Vergangenheit im Nahost-Konflikt für Israel Position bezogen. So hatte er unter anderem einen offenen Brief der Organisation "Creative Community For Peace" unterschrieben, der sich gegen den Ausschluss Israels vom Eurovision Song Contest (ESC) wandte.

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