Elektroauto vs. Verbrenner: Wer wirklich schneller von Freiburg nach Rügen fährt
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Ob in den Sommerferien von Bayern nach Schleswig-Holstein oder unter der Woche als Außendienstler vom Saarland nach Sachsen und zurück: Lange Autofahrten quer durch Deutschland sind nach Ansicht von „Diesel-Dieter“ nur möglich, wenn unter der Haube ein Verbrenner arbeitet. Mit einem Elektroauto riskiere man hingegen lange Ladepausen und muss auf der Autobahn hinter Lkw schleichen, um den Verbrauch im Zaum zu halten – so die häufig genannten Behauptungen. Wir zeigen, wie groß der zeitliche Unterschied zwischen einem Modell mit Verbrenner und einem E-Auto auf einer 1000-km-Langstrecke wirklich ist.
Heise+ kompakt
Einen idealen Mindestladestand am (Zwischen-)Ziel gibt es nicht. Denn neben der konkreten Strecke sind zahlreiche weitere Faktoren wie etwa die Ladekurve entscheidend.
Die Ladeplanung hat direkte Auswirkungen auf die Reisezeit – aber auch die Fahrtkosten.
Das beste Elektroauto für die Langstrecke ist nicht zwangsläufig das mit der größten Batterie oder der höchsten Ladeleistung.
Bereits im August 2024 gingen wir der Frage nach, wie viel schneller ein Verbrenner tatsächlich ist. Dafür simulierten wir mit zwölf ganz unterschiedlichen Elektroautos die Fahrt von München nach Kiel. Am Ende gab es vor allem zwei Erkenntnisse: Das Elektroauto ist langsamer, die Angst vor schlecht ausgebauter Ladeinfrastruktur jedoch unbegründet. Letztere ist somit auch im Sommer 2026 kein Hindernis. Allein entlang oder in der Nähe von Fernstraßen hat sich die Anzahl der Schnellladepunkte (ab 150 kW) in diesem Zeitraum von etwa 7000 auf knapp 13.000 erhöht, wie aus den Zahlen der Bundesnetzagentur hervorgeht. Deshalb nehmen wir ein Ergebnis an dieser Stelle vorweg: Selbst mit einem vergleichsweise kleinen Akku kommen Sie quer durchs Land.
MIt dem Elektroauto auf der Langstrecke
Einen idealen Mindestladestand am (Zwischen-)Ziel gibt es nicht. Denn neben der konkreten Strecke sind zahlreiche weitere Faktoren wie etwa die Ladekurve entscheidend.
Die Ladeplanung hat direkte Auswirkungen auf die Reisezeit – aber auch die Fahrtkosten.
Das beste Elektroauto für die Langstrecke ist nicht zwangsläufig das mit der größten Batterie oder der höchsten Ladeleistung.
Wie begründet Reichweitenangst und das Vorurteil der langwierigen Ladepausen im Sommer 2026 noch sind, zeigen wir am Beispiel von verschiedenen Elektroautos zwischen 28.000 und 70.900 Euro. Der Renault 5 (Test) steht stellvertretend für elektrische Kleinwagen mit kleinem Akku, der BMW iX3 (Test) für Modelle mit hohem Energiegehalt und Ladeleistung. Hyundai Ioniq 6 (Test) und Mercedes-Benz CLA (Test) zeigen, welche Rolle ein geringer Verbrauch spielen kann. Komplettiert wird das Kandidatenfeld vom Kia EV3 (Test), Skoda Enyaq (Test), Tesla Model Y (Test) und VW ID.7 Tourer (Test). Alle acht Modelle haben wir von Freiburg nach Bergen (Rügen) auf simulierte Fahrt geschickt und dabei realistische Verbrauchswerte und Ladekurven verwendet.
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