Elektromobilität: 1000 Tesla pro Woche zu wenig - Sonderschichten in Grünheide
Düsseldorf. Tesla will in seinem Werk Grünheide von Mitte Oktober an 7500 Autos pro Woche bauen. Derzeit sind es nach Angaben aus der Fabrik weniger als 6500. Um die Lücke zu schließen, verpflichtet der Konzern seine Beschäftigten punktuell zu Mehrarbeit.
„Wir haben uns mit dem Betriebsrat auf folgende verpflichtende Sonderschichten im September 2026 geeinigt“, schreibt das „Giga Berlin Leadership Team“ in einer Mail an die Belegschaft, die dem Handelsblatt vorliegt. Es folgen drei Termine: Freitag, 18. September, Nachtschicht. Samstag, 19. September, Frühschicht. Freitag, 25. September, Nachtschicht. Jede der Schichtgruppen Blau, Rot und Silber trifft es ein Mal.
Betroffen ist „die gesamte Fahrzeugfertigung inklusive aller Support-Funktionen“. Ausgenommen sind Drive Unit, Battery und Cell. Der Batteriezellfertigung hatte Werksleiter André Thierig bereits im Juni für Sonderschichten während des Hochlaufs gedankt.
Das neue Ziel hat sich Tesla selbst gesetzt. Thierig kündigte im Juni auf einer Betriebsversammlung an, die Taktzeit von rund 80 Sekunden über 60 auf 45 Sekunden zu senken und die Produktion von 5000 auf 7500 Fahrzeuge pro Woche zu steigern. Der Takt gibt an, in welcher Zeit ein Fahrzeug eine Teilstation der Fertigung durchlaufen haben muss. Der geforderte 45-Sekunden-Takt ist inzwischen weitgehend erreicht, die Stückzahl nicht.