Elf Tote bei Drohnenangriff auf Ferienanlage in Saporischschja
von MDR AKTUELL Stand: 25.07.2026 18:53 Uhr Elf Tote bei Drohnenangriff auf Ferienanlage in Saporischschja Neue Russische Drohne im rumänischen Luftraum Österreich gegen "Turbo-EU-Beitritt" der Ukraine Die Kriegs-Ereignisse gestern in einem kurzen Überblick Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg Festnahme nach tödlichem Raketenangriff auf Kiewer Umland Nach dem tödlichen russischen Angriff auf eine Waffenausstellung im Kiewer Umland ist nach Behördenangaben der Hauptorganisator festgenommen worden. Wie der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko mitteilte, wird ihm Fahrlässigkeit im Amt vorgeworfen, die zum Tod von Menschen geführt habe. Die Veranstaltung im Freien sei ohne Abstimmung mit zuständigen Behörden organisiert worden. Für mehr als 300 Militärangehörige, Staats- und Wirtschaftsvertreter, internationale Partner und andere Personen habe es nur einen 34 Quadratmeter großen Schutzraum gegeben. Zudem habe eine Einladung Ort und Zeit verraten. Am Freitag waren bei einem russischen Raketenangriff westlich Kiew zehn Menschen getötet und etwa 100 verletzt worden. (Quelle: dpa) Russland verlängert Verbot von Benzinexport bis Jahresende Russland verlängert das Verbot von Benzinexporten bis Ende des Jahres. Ausfuhren von Diesel sollen wieder erlaubt werden, sobald sich der Markt erholt habe, erklärte der stellvertretende Ministerpräsident Alexander Nowak der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Mit dem Exportverbot hatte Russland auf die Verknappung von Treibstoffen infolge ukrainischer Angriffe auf Raffinerien und Ölanlagen reagiert. In etlichen Gebieten Russlands ist die Abgabe von Benzin und Diesel an den Tankstellen rationiert. (Quelle: Reuters) Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf eine Ferienanlage im russisch besetzten Teil des südukrainischen Gebiets Saporischschja sind nach Angaben der russischen Besatzungsbehörden mindestens elf Menschen getötet worden, unter ihnen vier Kinder. Weitere 16 Personen seien verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte Verwaltungschef Jewgeni Balizki mit. Der Angriff in der Nacht zu Samstag traf demnach eine touristische Einrichtung in der Siedlung Kyryliwka im Kreis Melitopol. (Quelle: dpa) Selenskyj: Haben Ölraffinerie und Rüstungsfabrik angegriffen Die ukrainische Armee hat erneut russische Militär- und Energieanlagen weit im Hinterland angegriffen. Wie Präsident Wolodymyr Selenskyj auf X mitteilte, handelt es sich um eine Ölraffinerie in Tjumen und eine Fabrik in Kirow. Zudem sei ein Logistikstandort in Jekaterinenburg getroffen worden. (QUelle: Reuters) Tote und Verletzte in Saporischschja Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Saporischschja ist nach ukrainischen Angaben mindestens eine Frau getötet worden. Mindestens elf Menschen seien verletzt, teilte Gouverneur Iwan Fedorow mit, unter ihnen drei Kinder im Alter von drei, fünf und sieben Jahren. (Quelle: dpa) Drohnen-Angriff im Kaspischen Meer Die Ukraine hat nach eigenen Angaben mit Drohnen die Öl-Plattform Filanowski des russischen Konzerns Lukoil im Kaspischen Meer angegriffen. Auch zwei Frachtschiffe seien attackiert worden, teilte der ukrainische Geheimdienst heute mit. Es sei vermutet worden, dass sie an militärischen Transporten zwischen Russland und Iran beteiligt seien. (Reuters) Sechs Tote in der Region Donezk Durch russischen Beschuss sind in der ukrainischen Donezk-Region in den vergangenen 24 Stunden sechs Menschen getötet und 30 verletzt worden, darunter ein Kind. Betroffen waren die Städte Druschkiwka, Kramatorsk und Slowjansk. Insgesamt seien innerhalb eines Tages 72 zivile Gebäude, darunter 42 Wohnhäuser beschädigt oder ganz zerstört worden. (Quelle: EBU) Zwei Tote im Westen von Russland In der russischen Region Belgorod nahe der Grenze zur Ukraine sind bei einem ukrainischen Angriff nach Angaben der russischen Behörden zwei Menschen getötet worden. Einzelheiten blieben unklar. (Quelle: AFP) Vier Tote in Sumy und Saporischschja Durch russischen Beschuss ist in Saporischschja nach Angaben ukrainischer Behören ein 63 Jahre alter Mann getötet worden. Läden und ein gewerbliches Gebäude seien zerstört worden und ein großes Feuer ausgebrochen. Auch in Sumy wurden nach Angaben der ukrainischen Militärverwaltung in der Nacht zivile Ziele getroffen und dort drei Post-Angestellte getötet. (Quelle: EBU) Neuer Angriff auf Wildberries Ukrainische Drohen haben erneut den russischen Online-Versandhändler Wildberries zum Ziel gehabt. Das Unternehmen evakuierte dieses Mal einen Standort in Jekaterinburg. Es bestätigte, dass das Logistikzentrum dort aus Sicherheitsgründen geräumt, aber nicht beschädigt worden sei. Der Gouverneur des Gebiets Rostow sprach derweil von einem massiven Angriff mit Drohnen und Raketen, die abgewehrt worden seien. In Rostow am Don seien aber vier Männer und ein weiterer im Kreis Krasny Sulin verletzt worden, Wohnhäuser beschädigt, Lager und Infrastruktur und auch Brände ausgebrochen, die aber bereits gelöscht worden seien. (Quelle: dpa) Experte: Auch die Russen spüren den Krieg Russlands Wirtschaft leidet zunehmend unter dem Ukraine-Krieg. Der Ökonom Wassili Astrow macht als einzige Branche die Rüstungsindustrie als Profiteur aus. In der Bevölkerung jedoch wachse der Unmut, weshalb Astrow fürchtet, dass der Kreml noch aggressiver werden könnte. (Quelle: MDR) Immer mehr Drohnen über Rumänien Zu dem zweiten Abschuss einer Drohne im Luftraum von Rumänien sind Details bekannt geworden. Laut Verteidigungsminister Radu Miruta wurde sie heute knapp zehn Kilometer westlich von Sfantu Gheorghe im Donaudelta nahe der Grenze zur Ukraine abgeschossen. Der Abschuss gestern sei nahe dem Dorf Padina gut 100 Kilometer von der Hauptstadt Bukarest entfernt erfolgt. Es habe sich um eine russische Drohne gehandelt. Ende Mai war eine mit Sprengstoff beladene Drohne bei Galati in ein Wohnhaus gestürzt. Auch diese war nach rumänischen Angaben eine russische. Schon 2025 hatte das Parlament ein Gesetz verabschiedet, das es dem Militär erlaubt, Drohnen abzuschießen. Dies war gestern erstmals geschehen. (Quelle: AFP) Neue Todesopfer aus Sumy gemeldet Bei neuen russischen Angriffen auf Sumy sind nach Angaben örtlicher Behörden drei Menschen getötet worden. Bei dem nächtlichen Angriff seien auch mindestens zwei weitere Menschen verletzt worden, teilte der Leiter der städtischen Militärverwaltung mit. Schon gestern waren zwei Todesopfer in der Stadt im Nordosten der Ukraine gemeldet worden. (Quelle: Reuters) Zweite Drohne über Rumänien abgeschossen Ein F-16-Kampfjet hat heute Morgen eine neue Drohne im Luftraum über Rumänien abgeschossen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in dem Nato-Land geschah dies wie zuvor über unbewohntem Gebiet nahe der Grenze zur Ukraine. Bereits gestern war eine Drohne im rumänischen Luftraum auf diese Weise unschädlich gemacht worden. Sie stammte nach den Angaben rumänischer Ermittler aus Russland. (Quelle: Reuters) Grenzbefestigungen zu Belarus bleiben Mehr als vier Jahre nach dem russischen Aufmarsch in Belarus und der auch von hier aus gestarteten Invasion der Ukraine befestigt das angegriffene Land weiter die Grenze zu seinem nördlichen Nachbarn. Grenzstreifen sind vermint und Straßen an der mehr als 1.000 Kilometer langen Grenze mit Netzen gegen Drohnen eingehüllt. Stacheldraht und Beton-Panzersperren bestimmen das Bild. Ukrainische Stellen sehen zwar aktuell keine neuen russischen Truppen in Belarus. Gleichwohl werde die Grenze weiter befestigt, da Belarus nach wie vor der engste militärische Verbündete von Russland sei. (Quelle: AP) Österreich gegen "Turbo-Beitritt" der Ukraine Österreichs Europaministerin Claudia Bauer ist gegen einen schnellen EU-Beitritt der Ukraine. "Ein Turbo-Beitritt auf Antrag, das geht natürlich nicht", sagte die die ÖVP-Politikerin der Zeitung "Die Welt". Der Beitritt eines Landes mit 39 Millionen Menschen und einer ganz anderen Agrarstruktur würde die EU maßgeblich verändern und müsse gut abgewogen werden. Dabei warnte Bauer auch vor einer "Zweiklassen-Gesellschaft": Alle Beitritte müssten den gleichen Regeln folgen und jedes Land, das neues Mitglied der EU werden wolle, sich den "Beitritt durch Leistung verdienen". (Quelle. dpa) Demonstrationen für Fedorow gehen weiter Die Demonstrationen für eine Wiedereinsetzung des entlassenen ukrainischen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow in Kiew dauern an. Auch gestern hieß es von Teilnehmern, dass sie so lange auf der Straße bleiben wollten, bis ihre Forderung erfüllt sei. (Quelle: AP) Ukrainische Drohnen aus den USA Drohnen mit ukrainischer Technologie sollen in einer Fabrik in den USA hergestellt werden. "Wir werden eine große Fabrik in den USA bauen", sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Interview mit der X-Bloggerin Laura Loomer. Ein mit den USA getroffenes Drohnen-Abkommen sei ein Gewinn für beide Seiten. Aus Kreisen in Washington heißt es jedoch, die Einzelheiten des Abkommens würden derzeit noch ausgearbeitet. (Quelle: Reuters) Die Ereignisse gestern – 24. Juli 2026 Die Ukraine nahm erneut ein Lagerhaus des größten russischen Online-Versandhändler "Wildberries" ins Visier genommen und traf diesmal bei Sankt Petersburg. Dort brach ein Brand aus, drei Menschen wurden verletzt. Die Wildberries-Gründerin Tatjana Kim erklärte, neben diesem Standort seien zwei weitere im Umland und auf der Krim angegriffen worden. Bei einem Raketenangriff in der Region Kiew sind gestern Mittag zehn Menschen gestorben und nach ukrainischen Angaben fast 100 weitere verletzt worden. Vertreter der ukrainischen Rüstungsindustrie erklärten, der Angriff habe einer angekündigten Fachausstellung der Branche gegolten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rechnet in den kommenden Tagen mit neuen russischen Raketenangriffen auf die Ukraine. Er forderte die Ukrainer auf, Luftalarme nicht zu ignorieren. Zudem gehe aus Informationen der Geheimdienste hervor, dass Russland seine Truppen aufstocken wolle. Ukraine-News am Samstag, 25. Juli 2026 Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.