Elf Wanderer eingeschlossen, Heli im Einsatz
Startseite Welt Dramatische Rettung in Tirol: Mure begräbt ganzen Parkplatz – elf Wanderer sitzen in der Falle Von: Julian Mayr Uns auf Google folgen Schlammlawinen, weggespülte Brücke, gesperrte Pässe: Erneut fegten schwere Gewitter über Tirol. Das Bundesland Österreichs ist erneut im Ausnahmezustand. Vals – Wer in den Bergen unterwegs ist, kennt das erleichternde Gefühl – gerade bei schwierigen Wetterverhältnissen, wie sie dieser Tage vermehrt auftreten. Die Wanderung ist fast zu Ende, nur noch wenige Meter fehlen bis zum Auto. Doch Wanderer im Valsertal im Bezirk Innsbruck-Land fanden nach der Rückkehr von ihrer Tour riesige Massen Schlamm vor. Eine Mure hatte sich am Freitag (7. August) das Tal entlang gewälzt und den Parkplatz Nockeralm mit voller Wucht getroffen. Die Brücke über den „reißenden Valserbach“ sei der Polizei zufolge zerstört worden. Die Wanderer steckten somit in der Klemme. Schlammlawine erfasst Parkplatz, Wanderer in der Not: Heli rückt zur Rettung aus Laut ORF Tirol erfasste die Schlammflut nahezu alle Fahrzeuge auf dem Parkplatz. Mehrere Autos versanken im Geröll, wie auch die Kronen Zeitung berichtete. Ob und wie viele Wagen noch fahrtüchtig sind, war zunächst unklar. Für die Wanderer gab es auch zu Fuß kein Weiterkommen mehr. Die Wanderer saßen auf der falschen Seite des reißenden Bachs fest, ohne Ausweg. Sie setzten den Notruf ab. Rasch rückte der Polizeihubschrauber Libelle Tirol aus. Laut Tiroler Tageszeitung flog die Besatzung alle elf Wanderer sicher ins Tal. Der Polizei zufolge lagen keine Meldungen von verletzten oder gefährdeten Personen vor. Der Sachschaden dürfte allerdings erheblich sein und soll heute bei einem Erkundungsflug beziffert werden. Unwetter halten Einsatzkräfte in Tirol auf Trab Heftige Gewitter zogen am Freitag auch über das Tiroler Oberland. Starkregen ließ die Bäche in Huben im Ötztal rasant anschwellen. Eine Mure riss eine Fußgängerbrücke über den Mühlbach in Längenfeld einfach mit. Betroffen von den Unwettern war zudem das Zillertal, wie die Polizei mitteilte, sowie die Ortschaften Landeck, Zams und Imst.