Elfjähriger durch Pyrotechnik im Gesicht verletzt
Zu einer Reihen von Zwischenfällen kam es rund um die Partie am Mittwoch zwischen Preußen Münster und Fortuna Düsseldorf. Wie die Polizei mitteilte, wurde ein elf Jahre alter Zuschauer verletzt. „Während des Spielverlaufs kam es in beiden Fanlagern vermehrt zum Abbrand von Pyrotechnik. Hierdurch erlitt ein 11-jähriger Junge Verletzungen im Bereich der Augen. Er wurde nach medizinischer Versorgung vor Ort in ein Krankenhaus verbracht. Auch hier wurden Strafanzeigen gefertigt", hieß es in der Pressemitteilung.
Wie es genau zu diesem Unfall kam, wo der Vorfall innerhalb des Stadions stattfand und wie schwer der Elfjährige verletzt ist, wurde von der Polizei nicht mitgeteilt. Zunächst wurde er vor Ort von Sanitätern behandelt, dann weiter ins Krankenhaus transportiert. Wie die Polizei mitteilte, wurden Strafanzeigen gestellt.
Dauerhafter Pyroeinsatz in beiden Fan-Lagern
Während des Spiels wurden mehrfach in beiden Fan-Blöcken Pyrotechnik gezündet. Mehrfach wurde vom Stadionsprecher darauf hingewiesen, das zu unterlassen, unter anderem mit der Aussage "das Zeug zu lassen". Sowohl in der sogenannten Fiffi-Gerritzen-Kurve wie auch im Gäste-Block gab es laufend den Einsatz von Pyrotechnik, im Düsseldorfer Block wurden zudem eine Reihe von Rauchtöpfen gezündet. Der Stadionsprecher wies mehrfach darauf hin, dass der Einsatz von Pyrotechnik strafrechtlich verfolgt. Das Preußenstadion war mit 13.945 Zuschauern ausverkauft.
Die Polizei teilte zudem mit, dass mehrfach eingeschritten werden musste auch außerhalb der Arena. So galt es schon vor der Partie, rivalisierende Fan-Gruppen zu trennen. Im Bereich der Hammer Straße und an der Ecke am Berg Fidel stürmten vermummte Personen offenbar aufeinander los, ein Böller wurde gezündet. Die betroffenen Personen erwartet nun ein Straf- sowie ein Ordnungswidrigkeitenverfahren.
Raubdelikt nach Spielschluss
Nach Abpfiff der Begegnung gegen 21 Uhr soll es zudem zu einem Raubdelikt an der Hammer Straße gekommen sein. Die Polizei berichtete von "einer achtköpfige Gruppe Münsteraner Fans vier Personen auch unter Einsatz eines Schlagstocks verletzt haben. Unter den Verletzten befand sich ebenfalls eine minderjährige Person." Auch hier wurden Anzeigen erstellt wegen gefährlicher Körperverletzung, Raub und Landfriedensbruch.
Vor wenigen Tagen, als der SC Preußen im Heimspiel RW Essen erwartet hatte, fiel die Bilanz der Polizei anders auf. Demnach verlief diese Drittligapartie nach Angaben der Polizei friedlich und nahezu störungsfrei. Während des Spiels kam es allerdings auch in dieser Begegnung in beiden Fanlagern vermehrt zum Abbrennen von Pyrotechnik. Es wurden keine Personen verletzt. Ausschließlich im Gästebereich allerdings sind Sachbeschädigungen bekannt geworden.
Aus Sicht der Verantwortlichen ist das polizeiliche Einsatzkonzept dabei aufgegangen, lautet das abschließende Fazit. Münster gegen Essen wird dabei als sogenanntes Rot-Spiel mit erhöhtem Sicherheitsrisiko eingestuft. Das galt auch für die Begegnung vom Mittwoch zwischen Münster und Düsseldorf.