Elon Musks Weltraumschrott: SpaceX-Rakete vor Einschlag auf dem Mond
Datum und Uhrzeit bekannt SpaceX-Rakete schlägt auf dem Mond ein Von t-online, sha Aktualisiert am 21.07.2026 - 07:02 UhrLesedauer: 2 Min. Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00 Jetzt neu bei t-online: Schriftgröße anpassen! Eine ausgediente SpaceX-Raketenoberstufe steuert auf den Mond zu – mit rund 8.700 Kilometern pro Stunde. Für wann der Einschlag erwartet wird. Eine ausgediente Oberstufe einer Falcon-9-Rakete von SpaceX wird voraussichtlich am 5. August auf der Mondoberfläche einschlagen. Das hat der bekannte Astronom Bill Gray mit dem "Project Pluto" berechnet. Das ist eine Software, mit der sich die Flugbahnen erdnaher Objekte vorhersagen lassen. Laut Grays Berechnungen wird sich der Aufprall der Raketenstufe auf dem Mond gegen 8.34 Uhr unserer Zeit in der Nähe des Einstein-Kraters am westlichen Mondrand ereignen. Das Raketenteil wird beim Aufprall eine Geschwindigkeit von rund 8.700 Kilometer pro Stunde haben. Das ist etwa siebenmal so schnell wie der Schall. Riesenrakete von SpaceX: "Starship" soll wieder fliegen – Termin bekannt Mond statt Mars: Elon Musk kündigt Wende bei SpaceX an Das Raketenteil ist 13,8 Meter lang. Es stammt von einer Rakete, die am 15. Januar 2025 vom Kennedy Space Center in Florida gestartet war. Damals brachte die Rakete zwei Mondlander ins All: die Sonde Blue Ghost des US-Unternehmens Firefly Aerospace und den japanischen Lander Hakuto-R des Unternehmens Ispace. Blue Ghost landete im März 2025 erfolgreich auf dem Mond. Hakuto-R schlug im Juni 2025 unkontrolliert auf der Mondoberfläche auf. Keine direkte Gefahr durch den Einschlag Die Oberstufe der Rakete verglühte nach dem Start nicht wie vorgesehen in der Erdatmosphäre. Stattdessen blieb sie in einer elliptischen Umlaufbahn, die sie in 26 Tagen einmal um die Erde führt – bis auf rund 510.000 Kilometer Entfernung, weiter als der Mond. Ihre Bahn kreuzt die Mondumlaufbahn und nach Berechnungen von Gray werden Rakete und Mond am 5. August erstmals gleichzeitig denselben Punkt erreichen. Empfohlener externer Inhalt Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen X -Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren X -Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren. X-Inhalte immer anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen. Eine direkte Gefahr geht von dem Einschlag nicht aus. Gray betont jedoch, der Fall zeige "eine gewisse Sorglosigkeit im Umgang mit ausgedienten Raketenteilen". Der Einschlag werde wahrscheinlich einen neuen Krater hinterlassen. Vom Erdboden aus dürfte der Aufprall nicht zu sehen sein. Es ist nicht das erste Mal, dass ein ausgedientes Raketenteil auf dem Mond aufschlägt. 2022 traf ein chinesisches Raketenteil die Mondoberfläche und hinterließ überraschend einen Doppelkrater, dessen Entstehung Wissenschaftler noch immer untersuchen. Auch diesen Einschlag hatte Gray damals korrekt vorhergesagt. Das sind die Top-Fragen des Tages: Weltraumschrott könnte Mondmissionen gefährden Die Frage nach den Langzeitfolgen solcher Fälle gewinnt im Zuge von Mondprogrammen immer mehr an Bedeutung. Die Nasa plant mit dem Artemis-Programm eine dauerhafte menschliche Präsenz auf dem Mond, erste bemannte Missionen sind ab 2028 vorgesehen. China will bis 2030 eigene Astronauten auf dem Mond landen. Je mehr Objekte im Mondorbit kreisen, desto größer wird das Risiko unkontrollierter Einschläge. Die Europäische Weltraumorganisation Esa zählt derzeit rund 35.000 verfolgte Objekte im Erdorbit. Gray schlägt vor, Raketenoberstufen künftig in Sonnenumlaufbahnen zu lenken. Von dort aus gefährdeten sie Erde und Mond für sehr lange Zeit nicht mehr, so der Astronom. Verwendete Quellen projectpluto.com: "Upper stage impacting the moon on 2026 August 5" (Englisch) forbes.com: "SpaceX Space Junk Could Crash Into The Moon In August, Scientist Says" Transparenzhinweis Dieser Text wurde teilweise mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Wir freuen uns über Hinweise an t-online@stroeer.de. Quellen anzeigen Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... ShoppingAnzeigen Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading... Loading...