DAX +1,62 % 25.590,77 Pkt 18:00:00 MDAX +2,07 % 30.495,47 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.164,69 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,33 % 52.386,13 Pkt 20:59:36 S&P 500 +1,30 % 7.722,69 Pkt 20:59:33 Nasdaq +1,99 % 26.471,63 Pkt 20:59:34 Nikkei +1,73 % 63.268,37 Pkt 07:45:03 Gold +0,91 % 4.075,20 USD 20:49:16 Silber +0,73 % 54,51 USD 20:49:16 Brent -5,47 % 109,48 USD 20:49:34 WTI -1,85 % 99,88 USD 20:49:34 Bitcoin +0,88 % 80.713,18 USD 20:59:34 EUR/USD -0,70 % 1,11400 USD 20:58:46 EUR/GBP -0,26 % 0,83630 GBP 20:59:35 EUR/CHF -0,15 % 0,92270 CHF 20:59:35 EUR/JPY -0,03 % 175,866 JPY 20:59:35

Eltern unterschätzen es: Fünf Dinge müssen Kita-Kinder vor der ersten Klasse beherrschen

Wissenschaft

Startseite

Panorama

Eltern unterschätzen es: Fünf Dinge müssen Kita-Kinder vor der ersten Klasse beherrschen

Von: Sophia Sichtermann

Uns auf Google folgen

Eltern unterstützen ihre Kinder in einem Bereich weniger, weil sie selbst Schwierigkeiten damit hatten. Was Kinder können sollten, wird von einer Expertin erklärt.

Hamburg – Das erste Wort gilt vielen Eltern als besonderer Meilenstein der frühen Kindheit. Entsprechend viel Mühe fließt in die Sprachförderung: stundenlang vorlesen, lesen und schreiben üben. Wie wichtig Sprache, Lese- und Schreibfähigkeiten sind, ist allgemein bekannt. Dass auch Mathematik bereits für Kleinkinder eine wichtige Rolle spielt – und wie Eltern ihr Kind auf diesem Gebiet fördern können – ist dagegen weniger im Bewusstsein.

Dabei bringen selbst die Jüngsten ein grundlegendes Zahlenverständnis mit auf die Welt. „Kinder kommen mit einem Mengenverständnis auf die Welt – eins, zwei oder drei Gegenstände werden als Mengen gesehen, sie haben nur noch keinen Namen“, sagt Barbara Schindelhauer, Gründerin des Instituts für vorschulisches Lernen (ifvl), der Frankfurter Rundschau von Ippen.Media. Seit mehr als 20 Jahren schult Schindelhauer Erzieherinnen und Erzieher in Kitas und hat gemeinsam mit dem Pädagogen Gerhard Friedrich das Buch „Komm mit ins Zahlenland“ veröffentlicht. „Kleinkinder wissen, dass drei Kekse mehr sind als einer.“

Eltern übertragen eigene schlechte Mathe-Erfahrungen auf ihre Kinder

In der frühen Bildung werde Mathematik häufig auf das Auswendiglernen von Zahlenreihen und Arbeitsblätter reduziert. „Dabei ist Mathe viel mehr und überall um uns herum: Mengen, Formen, Abstände, Größen, Lage im Raum, Muster.“ Viele Erwachsene – darunter Erzieher und Eltern – „haben oft selbst schlechte Erfahrungen mit Mathe in der Schule gemacht – und das überträgt sich auf die Kinder, die eigentlich ein natürliches Interesse an Mathematik haben.“

Kinder lebten in einer konkreten, emotionalen Welt, erklärt die Expertin. Mathematik hingegen sei eine abstrakte Sprache, mit der die Welt beschrieben wird. Da sich abstraktes Denken in der Kindheit erst schrittweise entwickle, sei es wichtig, dass Kinder beim Lernen Dinge anfassen und im wörtlichen Sinne begreifen können: Wie schwer ist etwas? Was fühlt sich nach „viel“ an? „Es braucht viele verschiedene Erfahrungen, mit allen Sinnen, im Spiel und im Alltag.“

Mathematik lasse sich gut in den Familienalltag einbauen, sagt Schindelhauer – etwa beim Essen: Kinder könnten selbst ausrechnen, wie viele Teller gebraucht werden, Mengen abwiegen, Zutaten zählen und das Gemüse nach Größe sortieren. „Das ist keine Bürde, sondern Kinder haben richtig Lust darauf. Wir verwenden ja auch andauernd Mathematik und Kinder kopieren uns.“

Fünf Fähigkeiten können Rechenschwäche verhindern

Schindelhauer betont: Lange vor der Einschulung müsse an einem soliden Fundament gearbeitet werden. Kinder sollten deutlich mehr Vorwissen und Fähigkeiten in die erste Klasse mitbringen, als vielen Eltern bewusst sei. Denn gebe es beim Schulstart Probleme, drohe langfristig ein Motivationsverlust: „Wenn dann Erfolgserlebnisse ausbleiben, ist die Lernmotivation schnell dahin, und das lässt sich oft schwer wieder einfangen.“

Laut einer Langzeitstudie der Psychologin Kristin Krajewski aus dem Jahr 2003 gibt es fünf Fähigkeiten, die Kindergartenkinder mit in die Schule bringen sollten. Diese hätten eine „hohe Vorhersagekraft dafür, ob Kinder später Rechenschwäche entwickeln“:

Mengenvergleich: Eine Zahl steht immer für eine bestimmte Menge, egal woraus sie besteht oder wie sie angeordnet ist.

Zahlenbilder bis zehn erkennen

Vorwärts und rückwärts bis zehn zählen – und Vorgänger beziehungsweise Nachfolger einer Zahl kennen

Einfaches Addieren und Subtrahieren mit wenigen Materialien – also verstehen, dass sich Zahlen in andere zusammensetzen und zerlegen lassen

Seriation: ein Element in eine vorgegebene Reihe einordnen und somit Muster erkennen

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren