Elversberg fordert FC Bayern - Zverev greift nach US-Open-Krone: Der Sport-Tag auf ntv.de am Sonntag, dem 13. September
Der Sport-Tag
Wieder Nummer 1? Baumann spricht über Gespräch mit Klopp
Oliver Baumann weiß was - will es aber nicht sagen. "Ich hatte Kontakt zu ihm", antwortete der Torwart des Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim nach dem 2:1 (1:0) gegen den VfB Stuttgart auf die Frage hinsichtlich der ersten Kader-Nominierung des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp: "Alles andere wird man sehen, das soll er dann machen." Baumann kann ohnehin nichts mehr machen. Wenn Klopp am Donnerstag die Öffentlichkeit über den Arbeitsplatz im deutschen Tor informiert, weilt der 36-Jährige auf einer beliebten Urlaubsinsel im Mittelmeer. Schließlich startet die TSG am Donnerstag bei OFI Kreta in die Europa League.
Die Werbetrommel für den Routinier rührten derweil andere. "Er ist ein sehr, sehr guter Torhüter. Und er hat die Rolle bei der WM herausragend angenommen und sich in den Dienst der Mannschaft gestellt", betonte Hoffenheims Geschäftsführer Andreas Schicker: "Aber wenn er nicht dabei ist, wird bei ihm keine Welt zusammenbrechen."
Baumann war vor der zurückliegenden WM-Endrunde in Nordamerika degradiert worden. Der ehemalige Bundestrainer und Hoffenheimer Ex-Coach Julian Nagelsmann hatte Manuel Neuer überraschend zurückgeholt und dem Münchner den Vorzug vor Baumann gegeben. Wie sich Klopp entscheidet, ist noch offen. Nur Baumann weiß offenbar schon was.
Bundesliga-Comeback nach 424 Tagen macht Werder-Star Weiser fix und fertig
424 Tage nach seinem im Training erlittenen Kreuzbandriss hat Mitchell Weiser sein lang ersehntes Comeback gefeiert - und stand nach dem Spiel mit Tränen in den Augen vor dem Bremer Fanblock. Der 32 Jahre alte Flügelspieler von Werder Bremen wurde beim 1:1 (0:1) bei seinem Jugendklub 1. FC Köln in der 83. Minute für Ajax-Leihgabe Youri Regeer eingewechselt. "Ich habe es sehr vermisst, auf dem Platz zu stehen und in einem Stadion mit den Jungs um Punkte zu kämpfen", sagte Weiser sichtlich bewegt und verriet, dass er für den Einsatz hatte kämpfen müssen: "Wenn es nach anderen Leuten gegangen wäre, wäre es wohl erst im nächsten Spiel zum Comeback gekommen."
Doch der Einsatz beim Auswärtsspiel bei seinem Jugendklub war für Weiser "das große Ziel". 2012 hatte er im Kölner Trikot sein Bundesligadebüt gegeben: "Hier hat alles für mich angefangen, in diesem Stadion. Da ist einfach etwas hochgekommen."
"Ein großer Schritt ist geschafft, aber der Prozess ist noch lange nicht zu Ende", erklärte Weiser. So viel wie in den knapp zehn Minuten Spielzeit, für die er seinem Trainer Daniel Thioune "sehr dankbar" sei, habe er "sonst nicht mal in 90 Minuten gepumpt". Ausdauermäßig müsse noch viel kommen, aber es gehe "nur über Einsatzzeit".
Werder-Rückkehrer Niclas Füllkrug, der den Treffer der Bremer erzielte, "musste sogar mitweinen", als er "Mitchi mit Tränen in den Augen" vor dem Fanblock sah. "Ich kenne das leider selbst", sagte Füllkrug: "Ich hatte auch einen Kreuzbandriss. Wir sind stolz auf ihn und glücklich, dass er wieder da ist."
Pro-USA-Stimmung ist Favorit Zverev völlig schnurz
Alexander Zverev geht ohne Furcht vor einer aufgeheizten Stimmung durch knapp 24.000 Zuschauern in sein Endspiel gegen den Amerikaner Ben Shelton bei den US Open. "Mir ist das egal. Ich spiele seit über zehn Jahren in Stadien, die manchmal gegen mich sind", sagte der 29-Jährige vor dem Finalduell im Arthur Ashe Stadium, der größten Tennisarena der Welt. "Ich bin es gewohnt, ich mag solche Atmosphären auch. Ich werde es auch irgendwo genießen und hoffentlich erfolgreich sein."
Zverev spielt heute um 20 Uhr deutscher Zeit um seinen zweiten Grand-Slam-Titel. Shelton könnte den ersten Titel eines männlichen Amerikaners bei einem der vier wichtigsten Turniere seit Andy Roddick 2003 feiern und darf auf die Unterstützung eines Großteils der Fans bauen. "Für mich ist ein lautes und energiegeladenes Publikum immer toll, solange es fair ist und mich nicht mitten im Spiel unterbricht. Ansonsten genieße ich solche Atmosphären immer", sagte Zverev voller Vorfreude.
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Experte erklärt, warum Zverev jetzt die dicken Dinger holt
Der Hamburger könnte den US-Open-Titel als zweiter männlicher deutscher Tennisprofi nach Boris Becker 1989 gewinnen. Zverev stand bereits vor sechs Jahren im Finale von New York, musste sich damals aber dem Österreicher Dominic Thiem geschlagen geben. Nur zwei Punkte fehlten ihm nach 2:0-Satzführung zum Triumph. Dieses Jahr holte er bei den French Open seinen ersten Grand-Slam-Titel. "Was mir vielleicht Ruhe gibt, ist, dass ich in Paris gewonnen habe", sagte Zverev. "Am Sonntag ist es ein Riesentennismatch. Ein Grand-Slam-Finale ist ein Grand-Slam-Finale. Da werden Nerven dabei sein, man muss damit klarkommen und sein bestes Tennis zeigen."