EM heute live im Ticker: Straßenrennen der Frauen: Koch eingeholt: Favoritinnen fahren Lücke zu
Im steilsten Stück macht nun Vollering Ernst und sagt Auf Wiedersehen zur Konkurrenz. Die Weltmeisterin kann sich spielerisch von Pieterse und Niewiadoma absetzen und scheint erneut Europameisterin zu werden.
Hinein in den Anstieg macht De Vries vorne kein Tempo. Da wird alles auf die Weltmeisterin ausgelegt, die jetzt gemeinsam mit der Gruppe wieder an das Trio heranfährt. De Vries macht nun das Tempo für Vollering.
Koch und Ludwig werden noch vor dem Anstieg wieder eingeholt, doch Deutschland zeigt sich ein weiteres Mal mit einer Attacke von Lippert, die sich gemeinsam mit Noemi Rüegg und Femke de Vries nun versucht abzusetzen.
An der Glocke angekommen, ist der Vorsprung wieder etwas geschmolzen. Nur 17 Sekunden liegen Koch und Ludwig aktuell vor den Verfolgerinnen. Das wird zu wenig sein, um im Anstieg die Angriffe abwehren zu können. Deutschland hat mit Lippert und Niedermaier aber noch zwei weitere heiße Eisen im Feuer.
Koch, Lippert und Ludwig fahren heran und schauen sich nicht einmal einen Moment lang um. Koch versucht, sich gemeinsam mit der Dänin Ludwig abzusetzen, und macht das in diesem Moment auch.
Hinter der Spitzengruppe hat sich eine dreiköpfige Verfolgergruppe gebildet, die nur wenige Sekunden dahinter unterwegs ist. Koch, Lippert und Ludwig versuchen, nochmals hinzukommen. Die Abfahrt ist nun abgeschlossen und die Glocke für die letzte Runde nur noch sechs Kilometer entfernt.
Über die Kuppe verschärft Reusser nochmals das Tempo und verkleinert damit die Gruppe erneut. Nur noch Vollering, Puck Pieterse (Niederlande), Longo Borghini, Niewiadoma, Juliette Berthet (Frankreich) und Niedermaier sind in der Spitzengruppe zusammen. Die Frage ist, ob nochmals jemand zurückkommen kann.
Das Tempo ist früh sehr schnell, denn die erste Gruppe ist nur noch etwa 15 Fahrerinnen stark. Mit dabei sind aber noch Niedermaier, Koch und Lippert sowie die Favoritinnen Reusser, Vollering, Longo Borghini und Niewiadoma.
Für Koch und auch Noemi Rüegg (Schweiz) wird es schon etwas schwierig, doch sie schaffen es noch, dranzubleiben. Maeva Squiban (Frankreich) und Cecile Ludwig (Dänemark) sind auch noch dran.
Niedermaier, Koch und Lippert reihen sich zu Beginn des Anstiegs ganz vorne ein. Das Tempo macht weiterhin die Niederlande mit Karlijn Swinkels und sorgt damit für ein echtes Ausscheidungsrennen. Viele Fahrerinnen, darunter auch die Österreicherinnen Kathrin Schweinberger und Leila Gschwentner, fallen bereits zurück.
Jetzt ist der Ausreißversuch bereits vorbei. Genau am Fuße des ersten Anstiegs zum Mozjanca sind Schrempf und Vanpachtenbeke wieder zurück im Peloton. Wir dürfen nun sehr gespannt sein, wer das Tempo vorgibt und ob schon die ersten Attacken lanciert werden.
Letizia Borghesi (Italien) fährt mit sehr viel Tempo in die Zielkurve und rutscht in die Bande. Zum Glück scheint ihr nichts passiert zu sein. Auch Dominika Wlodarzyck (Polen) ging zu Boden. Für das zweite Mal sollten sie nun wissen, dass diese Kurve sehr eng ist. Der Abstand zu den Ausreißerinnen wurde nun sehr schnell verringert. Nur noch 25 Sekunden verbleiben.
Das Spitzenduo erreicht zum ersten Mal die Ziellinie in Sencur. Der Abstand schmilzt nun doch etwas schneller, denn im Peloton haben sich neben den Niederlanden auch die Teams aus Frankreich und Polen ganz vorne eingefunden. Das Finale dieses Rennens wird bald eingeleitet, denn der Mozjanca-Anstieg ist nur noch wenige Kilometer entfernt. Schrempf und Vanpachtenbeke liegen noch eine Minute in Front.
Burlovas Versuch war nicht von Glück verfolgt. Sie wird wieder vom Feld eingeholt. Schrempf und Vanpachtenbeke haben den Vorsprung wieder etwas ausgebaut und liegen nun 1:45 Minuten vor dem Peloton, wo weiterhin die Niederlande das Tempo angibt.
In zehn Kilometern geht es dann so richtig zur Sache, denn von da an werden die Frauen zweimal die 22,1 Kilometer lange Schlussrunde rund um Sencur in Angriff nehmen. Darunter ist auch zweimal der Mozjanca, ein Berg mit etwa zwei Kilometern Länge, 10 % im Schnitt und der steilsten Stelle von 15,8 %. Hier soll die Entscheidung fallen, obwohl es durchaus auch ein Sprint einer größeren Gruppe sein könnte, da es von da an noch mehr als zehn Kilometer ins Ziel geht.
Burlova konnte sich erfolgreich vom Feld absetzen, liegt allerdings noch etwas mehr als eine Minute hinter der Spitze. Ihr Vorsprung auf das Peloton beträgt 30 Sekunden.
Vorne wird das Tempo weiter sehr hoch gehalten. Nach über anderthalb Stunden Rennzeit sprechen wir aktuell von einem Stundenschnitt von etwa 43 Kilometern.
Kristyna Burlova lanciert eine Attacke aus dem Feld heraus und möchte den Anschluss zum Führungsduo herstellen. Bei noch 1:20 Minuten Abstand wird das für die Tschechin allerdings keine leichte Aufgabe. Noch etwa 20 Kilometer gibt es zu fahren, bis die Athletinnen zum ersten Mal die Ziellinie in Sencur passieren.
Bereits gestern ging es bei den Europameisterschaften mit den Rennen der U23-Klassen los. Der Deutsche Max Bock lieferte sich hier einen spannenden Kampf um die Medaillen, musste sich am Ende beim Sieg von Hector Alvarez mit Rang vier zufriedengeben.
Bei den Frauen siegte Mara Winter aus der Schweiz. Deutschland klassierte sich durch Justyna Czapla auf dem fünften Platz.