EM in Paris: Florian Wellbrock gewinnt Gold über zehn Kilometer
Wellbrock lieferte sich mit Betlehem noch auf den letzten Metern ein packendes Duell, setzte sich bei deutlich besseren Bedingungen als bei den Sommerspielen – mit weniger Strömung, wärmerem und sauberem Wasser – am Ende jedoch in 1:55:18,3 Stunden vor dem Ungarn (1:55:20,5) und Klemet (1:55:24,8) auf der Strecke auf einem Nebenarm der Seine in der Nähe des Eiffelturms durch. Beckenwettbewerbe finden ohne Wellbrock statt Vor zwei Jahren bei Olympia hatte Wellbrock etwas weiter flussaufwärts als Achter enttäuscht, zuvor war er bereits im Becken über 800 und 1500 m Freistil im Vorlauf ausgeschieden. Diesmal qualifizierte sich der Magdeburger gar nicht für die Beckenrennen. Nach einer schwierigen Saison mit mehreren Krankheitspausen hatte der 28-Jährige vor der EM die Erwartungen heruntergeschraubt und sich einen Top-10-Platz zum Ziel gesetzt: »Richtung europäische Spitze fehlt da momentan einiges.« Wellbrock, der im vergangenen Jahr alle vier Freiwassertitel bei der WM in Singapur gewann, startet in Paris zudem über fünf Kilometer, im Knock-out-Sprint und in der Staffel, ebenso wie Klemet.