DAX +0,41 % 26.440,31 Pkt 18:00:00 MDAX +0,40 % 32.464,39 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,09 % 6.539,59 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 53.732,41 Pkt 22:41:05 S&P 500 +0,48 % 7.785,76 Pkt 22:39:27 Nasdaq +0,53 % 26.729,16 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,59 % 68.713,80 Pkt 08:45:03 Gold +1,57 % 4.432,00 USD 23:00:00 Silber -0,07 % 64,83 USD 22:59:58 Brent +1,75 % 88,59 USD 22:59:58 WTI +1,42 % 82,40 USD 22:59:59 Bitcoin +0,02 % 62.988,78 USD 04:08:02 EUR/USD +0,37 % 1,15730 USD 23:29:21 EUR/GBP +0,11 % 0,85480 GBP 00:09:22 EUR/CHF +0,34 % 0,94060 CHF 23:29:21 EUR/JPY +0,38 % 184,365 JPY 23:29:21

EM-Siebenkampf: Weißenberg stark, Sprengel ohne Medaillenchance

Sport

Weißenberg lieferte mit 3911 Punkten einen starken ersten Wettkampftag ab und geht bei ihrem Meisterschafts-Comeback als Vierte in die Entscheidung um die Medaillen am Samstag. Für die 28-Jährige war das Kugelstoßen die Fortsetzung eines für sie bislang überragenden Tages. Mit 14,04 Metern verteidigte sie zunächst den dritten Platz in der Gesamtwertung, den sie dann trotz eines sehr guten 200-Meter-Laufs in 23,39 Sekunden (Zweitbeste des gesamten Feldes hinter Sofie Dokter aus den Niederlanden/23,05) räumen musste. In Führung liegt zur Halbzeit Adrianna Sulek-Schubert (3968/Polen), dahinter lauern die starke Sofie Dokter (3944) und Kate O'Connor (3926/Irland). Emma Oosterwegel aus den Niederlanden ist Fünfte (3865), gleich hinter ihr folgt die Schweizer Topfavoritin Annik Kälin (3846). "Ich will es einfach genießen" Schon nach den ersten beiden Disziplinen war Weißenberg aus dem Strahlen nicht herausgekommen. Über 100 Meter Hürden hatte sie in 13,19 Sekunden eine persönliche Bestleistung auf die Bahn gezaubert. Auch im Hochsprung legte sie mit 1,80 Metern einen Saisonbestwert nach und sagte anschließend im Sportschau-Interview: "Ich war noch nie so unsicher, aber anscheinend noch nie so gut. Alles was jetzt kommt, ist Zusatz. Ich will es einfach genießen." Das setzte sie mit der Kugel - nicht gerade ihre Lieblingsdisziplin - in die Tat um. Über 12,79 und 13,58 steigerte sie sich im dritten Versuch auf 14,04 Meter - auch hier war sie besser als beim prestigeträchtigen Meeting in Götzis. Ihre ersten vier Disziplinen fasste sie so zusammen: "Ich realisiere noch gar nicht so richtig, wie gut dieser Tag war. Ich will die Punktzahl jetzt auch nicht größer machen, als sie ist: Es kommen noch drei Disziplinen, da kann alles passieren, in beide Richtungen. Aber natürlich bin ich happy. Die 14 Meter waren für mich total wichtig. Ich habe 2019 persönliche Bestlesitung gestoßen und seither nie wieder 14 Meter bis zu dieser Saison. Das freut mich total. Beim 200-Meter-Lauf freut mich mega. dass ich vor allem hinten noch mal zulegen konnte. Ich hätte auch nicht gedacht, dass noch eine 23,39 möglich ist. Egal was passiert, bin ich stolz auf mich, diesen ersten Tag so gut gemeistert zu haben. Das ist für mich schon ein Sieg." Grimm liegt auf Platz 12 und ist zufrieden Einen richtig starke Kugelstoß-Performance zeigte Vanessa Grimm, die sich als Drittbeste der gesamten Konkurrenz mit 14,94 Metern in der Gesamtwertung zwischenzeitlich von Platz 16 auf Rang acht katapultierte. Grimm hatte am Morgen eher mäßige 1,71 Meter im Hochsprung gemeistert, über die Hürden stoppte die Uhr für sie bei 13,47 Sekunden. Nach ihrem 200-Meter-Lauf mit etwas verkrampften letzten 30 Metern (24,63 Sekunden) fiel sie zwar auf Rang zwölf zurück, sagte aber im Sportschau-Interview: "Bis auf den Hochsprung waren das eigentlich alles sehr solide Ergebnisse. Ich bin zufrieden, vor allem mit dem Kugelstoßen. Es freut mich, dass ich da meine Klasse zeigen konnte und in dem Feld Dritte geworden bin." Sprengel betreibt Frustbewältigung Für Sprengel hatte der Tag traurig und tränenreich begonnen. Im Hürdenlauf stolperte sie bereits über das zweite Hindernis, kam ins Straucheln und rettete sich mit 14,03 ins Ziel - damit war bereits eine Top-Platzierung außer Reichweite. Die 1,71 Meter im Hochprung dürften noch die Nachwehen dieses Schocks gewesen sein, doch im Kugelstoßen hatte sie den Frust einigermaßen bewältigt: Sie schaffte 14,30 Meter und legte dann auf den 200 Metern ebenfalls ordentliche 24,34 nach. Den ersten Ende beendete sie mit 3603 Punkten auf Rang 19 und sagte anschließend: "Ich habe in der Mittagspause einen Powernap gemacht, meine Gedanken sortiert und dann einfach noch mal neu angefangen. Mit Kugelstoßen und 200 Meter bin ich zufrieden, das war beides noch mal wirklich okay. Ich versuche einfach, morgen dranzubleiben, es kommen noch drei Disziplinen." Lange Leidenszeit von Weißenberg Für Weißenberg ist diese EM eine ganz besondere. Nach ihrem Olympia-Drama von Paris, als sie sich beim Aufwärmen die Achillessehne gerissen hatte, kehrt die 28-Jährige in Birmingham auf die internationale Siebenkampf-Bühne zurück. Bei ihrem Comeback Ende Mai in Götzis hatte die Leverkusenerin mit persönlicher Bestleistung von 6449 Punkten und einem vierten Platz beeindruckt.

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