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Emirates-Präsident spottet: Boeing-Jets taugen nur als Konservendosen

Wirtschaft

TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Farnborough (England) – Der Frust sitzt tief! Emirates-Präsident Sir Tim Clark (76) hat den amerikanischen Flugzeugbauer Boeing auf der weltgrößten Luftfahrtmesse in Farnborough öffentlich bloßgestellt. Die ersten zehn Exemplare des neuen Langstreckenjets Boeing 777X will die Golf-Airline nicht mehr übernehmen. Sein Spott über die Milliardenflieger ist vernichtend: Man könne sie genauso gut zu Konservendosen verarbeiten. Die 777X gilt als eines der wichtigsten Flugzeugprogramme der Boeing-Geschichte. Emirates hat insgesamt 270 Maschinen bestellt. Doch obwohl die ersten Flugzeuge bereits 2019 gebaut wurden, wartet die Airline noch immer auf die Auslieferung. Ursache sind jahrelange Verzögerungen, technische Probleme und zahlreiche Änderungen am Design. Clark macht daraus kein Hehl mehr. Die ersten zehn Maschinen seien inzwischen derart von den späteren Serienflugzeugen abgewichen, dass eine Nachrüstung kaum noch sinnvoll sei. Deshalb werde Emirates diese Jets nicht abnehmen. „Wir nehmen diese Charge nicht“, sagte der Airline-Chef dem britischen „The Telegraph“ . Was Boeing anschließend mit den Flugzeugen mache, sei deren Sache. Dann legte er süffisant nach: „Heinz wäre interessiert – für Baked-Bean-Dosen.“ Die 777X sollte ursprünglich bereits 2020 bei Airlines in Dienst gehen. Doch das Programm wurde immer wieder zurückgeworfen. Zu den Problemen gehörten ein Fehler an der Schubsteuerung, der Testflüge stoppte, ein Zwischenfall bei einem Testflug, bei dem sich die Nase des Flugzeugs unerwartet anhob, sowie ein strukturelles Versagen bei einem Belastungstest der Zelle. Boeing räumt ein, dass sich die Flugzeuge während der Entwicklung erheblich verändert haben. Stephanie Pope, Chefin von Boeing Commercial Airplanes, erklärte, man müsse bei den frühen Exemplaren jeweils abwägen, ob die notwendigen Umbauten wirtschaftlich sinnvoll seien. Gleichzeitig betonte sie, Boeing wolle für Kunden die bestmögliche Lösung finden.

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