Empörung um Realityshow „Bad Boyfriends“: RTL nimmt Änderungen vor
RTL reagiert auf die anhaltende Kritik an seiner neuen Show „Bad Boyfriends“. Nachdem das Format seit seinem Start am 30. Juni wegen einer umstrittenen Szene für Diskussionen gesorgt hatte, zieht der Sender nun Konsequenzen. Im Mittelpunkt der Debatte stand die vierte Folge, in der ein Femizid thematisiert wurde, ohne dass die Szene eingeordnet oder vorab mit einer Triggerwarnung versehen worden war. „Das bedauern wir“: RTL+ entschuldigt sich bei „Bad Boyfriends“-Zuschauern Die Reaktion von RTL+ auf die Kritik an „Bad Boyfriends“ folgt nun in Form konkreter Änderungen. Der Streamingdienst erklärt in einem Beitrag auf seinem offiziellen Instagram-Account, das Feedback der Zuschauer sehr ernst zu nehmen. Nach einer „erneuten sorgfältigen Prüfung“ der bereits veröffentlichten vierten Folge sowie der noch ausstehenden Episoden sei das Team zu dem Ergebnis gekommen, dass die Sensibilität der behandelten Thematik und der gezeigten Situation nicht ausreichend gekennzeichnet und eingeordnet worden sei. „Das bedauern wir. Deshalb haben wir entschieden, die bereits ausgestrahlte Folge sowie die noch ausstehenden Folgen entsprechend anzupassen“, heißt es in dem Beitrag. Das Statement wird inzwischen auch vor Beginn der vierten Folge auf RTL+ eingeblendet. Außerdem ist die zuvor kritisierte Äußerung über einen Femizid in der Episode von „Bad Boyfriends“, moderiert von Charlotte Engelhardt, nicht mehr enthalten. ANZEIGE ANZEIGE Warum die vierte Folge von „Bad Boyfriends“ in die Kritik geriet Auslöser der Debatte war eine Szene aus der vierten Folge. Kandidat Maki Doric sprach darin beiläufig über den gewaltsamen Tod einer Frau. Hintergrund war ein Streit mit seiner Freundin Michelle Mišić, nachdem sie ein Nacktvideo einer anderen Frau auf seinem Handy entdeckt hatte. Um sie davon zu überzeugen, dass kein Kontakt mehr bestehe, sagte Doric: „Es ist etwas passiert mit dieser Frau. Diese Frau wurde getötet von ihrem Freund.“ Bereits vor der Reaktion des Senders hatten zahlreiche Zuschauer die fehlende Einordnung der Szene kritisiert. Unter einem Instagram-Beitrag von RTL+ schrieb ein Nutzer: „Wie wäre es, wenn ihr Femizide auch als solche thematisiert und das problematische Verhalten von Maki klar benennt?“ Unter dem inzwischen veröffentlichten Statement von RTL+ fallen die Reaktionen gemischt aus. Während ein Fan die Entscheidung mit den Worten „richtig so“ begrüßte, äußerte sich ein anderer kritisch: „Habt ihr keinen eigenen moralischen Kompass? Braucht ihr wirklich jemanden, der euch vorgibt, welches Thema 'sensibel' ist?“