Ende einer Ära: ZDF-Krimi mit über 5 Millionen Zuschauern kehrt im Herbst zurück und markiert traurigen Abschied
Alexander Held verstarb im Frühjahr, nun wird der letzte "Stralsund"-Krimi mit ihm im ZDF gezeigt. Schon vorher läuft der Film im Stream.
Nach 16 Jahren und 27 Filmen ist es so weit: Die ZDF-Krimireihe "Stralsund" verabschiedet sich von Alexander Held in seiner Paraderolle als Kriminalhauptkommissar Karl Hidde.
Damit verliert das Ensemble nicht nur einen langjährigen Ermittler, sondern auch eine seiner größten Identifikationsfiguren zwischen norddeutscher Melancholie, lakonischem Witz und tiefer Menschlichkeit.
Für Fans markiert der bevorstehende Ausstieg einen echten Einschnitt. Das Finale dient auch als ein stilles Gedenken an den bereits verstorbenen Schauspieler.
Darum geht's im neuen "Stralsund"-Krimi
Im Mittelpunkt des letzten Falls "Dunkle Tiefen" steht ein Mord, der alte Familienfehden der Stralsunder Fischerei-Gemeinde wieder aufwühlt. Als im Netz von "Hark & Sea" der Inhaber Hark Reimers tot aufgefunden wird, führen die Spuren Kommissarin Jule Zabek und Karl Hidde zunächst zum Bruder des Opfers.
Doch schon bald rückt die Auszubildende Ella Brodersen ins Visier. Ihre dunkle Aura und die Geschichte ihrer Familie geben Anlass zu düsteren Vermutungen. Der Hausmeister Winfried weiht Jule in die tragische Vorgeschichte der Brodersens ein: Konkurs, der frühe Tod des Vaters, das mysteriöse Verschwinden der Mutter.
Während vor Ort neue Verdachtsmomente entstehen, kämpft Hidde mit gesundheitlichen Problemen, Selbstzweifeln – und sehr persönlichen Abschieden. Die Ermittlungen nehmen eine überraschende Wendung, als ein weiterer Mord geschieht und klar wird, wie tief die Konflikte im Mikrokosmos Stralsund gehen.
Ende einer Ära für ZDF-Krimi
"Stralsund" bleibt dabei auch mit Helds Abschied seinem inzwischen typischen Markenzeichen treu: raues Küstenflair, starke Figuren und Geschichten um tiefe Verletzungen, die gleichermaßen nordisch unterkühlt und existenziell erzählt werden.
Die letzten Szenen mit Karl Hidde stehen sinnbildlich für die große Kunst, einer Krimiserie menschliche Wärme und Abschiedsschmerz gleichermaßen einzuhauchen. Sein Abschied wird als berufliches und persönliches Ende erzählt. Schauspieler Alexander Held verstarb am 12. Mai 2026 im Alter von 67 Jahren nach kurzer Krankheit.